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Räume

Büro einrichten: Ideen fürs Arbeitszimmer, die zu deinem Arbeitstag passen

Richte ein Arbeitszimmer von den festen Punkten her ein: Der Schreibtisch kommt seitlich ans Fenster, damit das Licht von der Seite fällt und der Bildschirm nicht spiegelt. Danach stellst du erst den Stuhl auf deinen Körper ein, dann den Tisch auf deine Ellbogen, ergänzt eine Arbeitsleuchte und planst Stauraum an der Wand ohne Fenster. Gemütlich wird das Büro an den Rändern, mit Teppich, Vorhang und warmem Licht für den Abend, während die Arbeitsfläche hell und frei bleibt.

Arbeitszimmer mit Eichenschreibtisch seitlich zum Fenster, salbeigrüner Wand und raumhohem Regal
Steht der Bildschirm hinten auf der Platte, bleibt vorn Platz für Tastatur, Notizbuch und Unterarme.

Welche Art von Arbeitsplatz du einrichtest

Am Anfang aller Ideen fürs Büro steht eine nüchterne Frage: Wie viele Stunden am Tag arbeitest du dort? Wer zweimal im Monat Rechnungen sortiert, braucht eine Ablage und eine gute Lampe. Wer jeden Tag acht Stunden vor dem Bildschirm sitzt, braucht einen einstellbaren Stuhl, einen Tisch mit genug Tiefe und Licht, das auch an einem Januarnachmittag reicht.

Die zweite Frage ist, ob der Raum noch etwas anderes sein muss. Ein eigenes Arbeitszimmer darf nach Arbeit aussehen; die Ecke im Wohnzimmer, der Esstisch oder der Schreibtisch im Schlafzimmer müssen abends verschwinden können. Sonst bleibt der Arbeitstag im Raum, auch wenn der Laptop längst zugeklappt ist.

Bei der Bürogestaltung zu Hause entscheiden die festen Punkte des Raums: ein Fenster an der Schmalseite, eine Steckdose an der falschen Wand, ein Heizkörper genau dort, wo der Tisch hin soll. Gute Ideen fürs Arbeitszimmer gehen von diesen Punkten aus und nicht von einem Foto.

Sitzt du an fünf Tagen in der Woche zu Hause, lohnt sich der Blick darauf, was ein Homeoffice für volle Arbeitstage braucht. Ist das Schlafzimmer der einzige freie Raum, gibt es Wege, einen Schreibtisch im Schlafzimmer unterzubringen, ohne dass du ihn beim Einschlafen vor Augen hast. Such dir in der Tabelle die Zeile, die deiner Wohnung am nächsten kommt.

SituationWas zuerst zähltWo es oft hakt
Eigenes Arbeitszimmer ab etwa 10 m²Schreibtisch seitlich zum Fenster, Stauraum an der Wand ohne FensterDas Zimmer wird zum Lager für alles, was sonst keinen Platz hat.
Kleines Arbeitszimmer unter 10 m²Tisch mit 60 bis 70 cm Tiefe, Regale bis unter die DeckeDie Tür schwingt in den Raum und nimmt die Fläche, die dem Stuhl fehlt.
Arbeitszimmer, das auch Gästezimmer istEin Bett, das sich öffnen lässt, ohne den Schreibtisch zu räumenDas ausgeklappte Schlafsofa versperrt Stuhl oder Schrank.
Arbeitsecke im WohnzimmerEin Platz, der abends verschwindet: Sekretär, Schrank mit Türen, Regal als RaumteilerDer Bildschirm steht vom Sofa aus im Blickfeld.
Schreibtisch im SchlafzimmerVom Bett aus nicht zu sehen, Unterlagen hinter TürenBildschirm und Papierstapel holen den Arbeitstag ans Bett.
Esstisch als ArbeitsplatzEine Kiste oder ein Rollcontainer, der abends ganz verschwindetDer Esszimmerstuhl lässt sich nicht einstellen und stützt den unteren Rücken kaum.
Zimmer unter dem DachTisch dort, wo du aufrecht sitzen und aufstehen kannstDas Dachfenster liegt im Rücken und spiegelt sich im Bildschirm.
Büroräume in einer kleinen FirmaWege, Telefonplätze und Stauraum für mehrere PersonenAlle telefonieren im selben Raum, für ein ruhiges Gespräch fehlt eine Tür.

In welcher Reihenfolge du ein Arbeitszimmer einrichtest

Beim Einrichten eines Büros geht am häufigsten die Reihenfolge schief. Wer mit dem Schreibtisch aus dem Katalog beginnt, merkt oft erst nach der Lieferung, dass er vor dem Fenster im Gegenlicht steht, die einzige Steckdose verdeckt oder der Tür im Weg ist. Fang deshalb bei dem an, was sich nicht verschieben lässt: Fenster, Heizkörper, Tür, Steckdosen und der Anschluss fürs Internet.

Danach kommt der Platz für den Schreibtisch, dann die Einstellung von Stuhl und Tisch, dann das Licht. Stauraum folgt erst, wenn feststeht, was um den Tisch herum frei bleiben muss. Farbe, Bilder und Deko kommen zum Schluss, weil du sie erst im fertigen Licht so siehst, wie sie später wirken.

Diese Reihenfolge spart Geld, weil sich viele Fragen ohne Kauf klären lassen: Ein vorhandener Tisch lässt sich probeweise umstellen, eine Leuchte aus dem Wohnzimmer zeigt, wo Licht fehlt. Wie du daraus einen Plan für dein eigenes Zimmer machst, zeigt der Beitrag, wie du ein Arbeitszimmer Schritt für Schritt einrichtest.

SchrittWarum an dieser StelleWas dafür reicht
1. Arbeitsweise klärenStunden, Bildschirme und Papier bestimmen Tischgröße und Stauraum.Eine Woche lang notieren, was auf dem Tisch liegt und wie lange du sitzt.
2. Feste Punkte einzeichnenFenster, Heizkörper, Tür und Steckdosen legen fest, wo der Tisch stehen kann.Zollstock, Papier und Bleistift; den Schwenkbereich der Tür mit einzeichnen.
3. Platz des SchreibtischsDas Licht soll von der Seite kommen, der Blick an der Fensterfront entlanggehen.Den vorhandenen Tisch probeweise umstellen und einen Arbeitstag lang testen.
4. Erst Stuhl, dann Tisch einstellenDer Stuhl richtet sich nach deinem Körper, der Tisch nach deinen Ellbogen.Sitzhöhe einstellen; ist der Tisch zu hoch, eine flache Kiste als Fußstütze.
5. Licht ergänzenTageslicht reicht selten den ganzen Tag, und Licht nur von oben wirft Schatten.Eine Leuchte aus einem anderen Raum seitlich an den Tisch stellen.
6. Stauraum planenEr kommt dorthin, wo er weder Licht noch Wege stört, meist an die Wand ohne Fenster.Papier aussortieren und messen, wie viele Meter Ordner und Bücher bleiben.
7. Textilien, Farbe, BilderSie wirken erst im fertigen Licht so, wie du sie später siehst.Einen Teppich aus einem anderen Zimmer auslegen und hören, wie der Raum klingt.
8. Deko und PflanzenWas noch fehlt, erkennst du erst im eingerichteten Raum.Nur zurückstellen, was du beim Arbeiten benutzt oder gern ansiehst.

Der Platz des Schreibtischs: Fenster, Licht und Blickrichtung

Wo der Schreibtisch steht, entscheidet über einen Arbeitstag mehr als jedes einzelne Möbelstück. Steht er seitlich zum Fenster und schaust du an der Fensterfront entlang, fällt das Tageslicht von der Seite auf Papier und Tastatur, der Bildschirm spiegelt nicht, und du schaust nicht ins Helle. Das ist keine Geschmacksfrage, denn das Auge stellt sich immer auf die hellste Fläche im Blickfeld ein.

Schaust du direkt aufs Fenster, werden die Pupillen eng, und der Bildschirm wirkt dunkler, als er ist. Sitzt du mit dem Rücken zum Fenster, spiegelt es sich im Bildschirm, und dein Kopf wirft einen Schatten auf die Tischplatte. Wer mit rechts schreibt, hat das Fenster am liebsten links, damit die Hand keinen Schatten aufs Blatt wirft; bei Linkshändern ist es umgekehrt.

Ob du die Tür im Blick haben willst, ist dagegen Gewohnheit. Manche arbeiten ruhiger, wenn sie sehen, wer hereinkommt, andere haben lieber ein Regal im Rücken, weil es im Videocall einen ruhigen Hintergrund gibt. Direkt vor dem Heizkörper wird es an den Beinen warm und die Luft trocken, darum steht der Tisch besser neben dem Fenster als darunter.

Position des TischesWas beim Arbeiten passiertWann es trotzdem geht
Seitlich zum Fenster, Blick an der Fensterfront entlangLicht von der Seite, keine Spiegelung im Bildschirm, kein GegenlichtDie übliche Lösung für jeden Raum mit Fenster
Mit Blick zum FensterDie Augen stellen sich aufs helle Fenster ein, der Bildschirm wirkt zu dunkel.Bei Arbeit ohne Bildschirm oder mit einem Vorhang, der das Licht streut
Mit dem Rücken zum FensterDas Fenster spiegelt sich im Bildschirm, im Videocall liegt das Gesicht im Gegenlicht.Nur mit Rollo oder Vorhang, der beim Arbeiten geschlossen ist
Frei im Raum, Blick zur TürDu siehst, wer hereinkommt, und hast Platz für ein Regal im Rücken.Wenn hinter dir rund ein Meter frei bleibt und das Kabel sicher über den Boden läuft
An einer Wand ohne FensterKeine Spiegelung, aber auch kein Tageslicht auf der ArbeitsflächeMit guter Arbeitsleuchte; Pausen mit Blick aus dem Fenster entlasten die Augen.
Unter einer DachschrägeViel Licht von oben, das Dachfenster spiegelt leicht und heizt im Sommer auf.Wenn du an der Tischkante aufrecht aufstehen kannst und das Fenster seitlich liegt

Ein kleines Arbeitszimmer einrichten, auch mit Sofa oder Gästebett

In ein kleines Arbeitszimmer mit sieben bis zehn Quadratmetern passt eine vollständige Büroeinrichtung, wenn die Möbel an den Wänden stehen und die Mitte frei bleibt. Der Schreibtisch kommt neben das Fenster, der Stauraum an die Wand ohne Fenster und dort bis unter die Decke. Regale mit 30 bis 35 Zentimetern Tiefe nehmen Ordner und Bücher auf, ohne weit in den Raum zu ragen.

Rechne die Tür mit ein. Eine Tür, die nach innen aufgeht, braucht einen Viertelkreis, der so tief ist, wie das Türblatt breit ist, und in diesem Bereich darf nichts stehen. In engen Zimmern entscheidet oft genau dieser Viertelkreis, ob der Stuhl hinter dem Tisch noch Platz hat.

Soll das Zimmer auch Gäste aufnehmen, kommt ein Schlafsofa oder ein Klappbett dazu. Entscheidend ist der Zustand in der Nacht: Geschlossen ist ein Schlafsofa etwa so tief wie ein normales Sofa, ausgeklappt je nach Bauart anderthalbmal bis mehr als doppelt so tief. Der Grundriss zeigt ein Zimmer mit gut neun Quadratmetern, in dem Schreibtisch, Schlafsofa, Regal und Schrank Platz haben.

Ein Sofa im Arbeitszimmer ist mehr als ein Gästebett. Es ist ein zweiter Sitzplatz zum Lesen, für ein Telefonat oder für Unterlagen, die du lieber auf Papier durchgehst, und dieser Wechsel tut nach Stunden auf dem Bürostuhl gut.

Lösung für GästeTiefe am TagTiefe in der NachtPasst, wenn
Schlafsofa, man liegt längs zur Lehneetwa 90 bis 100 cmetwa 140 bis 160 cmdu tagsüber ein richtiges Sofa willst und Gäste ab und zu kommen
Schlafsofa, man liegt quer zur Lehneetwa 90 bis 100 cmetwa 200 bis 220 cmdas Zimmer lang genug ist und das Sofa schmal sein soll
Schrankbett an der Wandetwa 40 bis 50 cmetwa 210 bis 220 cmGäste oft kommen und der Boden tagsüber frei bleiben soll
Tagesbettetwa 90 bis 100 cmgleich, ausziehbare Modelle doppelt so breitmeist eine Person übernachtet und du gern liegend liest
Gästematratze im Schrankkein Platz im RaumGröße der Matratze am Bodenselten jemand übernachtet und ein Schrankfach frei ist
Arbeitszimmer 270 × 340 cm mit Schreibtisch am Fenster und Schlafsofa
123Schreibtisch140 × 70StuhlSchlafsofa 200 × 95RegalSchrank105 cm für den Stuhl140 cm Weg zur Tür270 cm340 cm

Der Schreibtisch steht neben dem Fenster, das Tageslicht fällt von links auf die Arbeitsfläche, und der Blick geht an der Fensterfront entlang. Zwischen Sofa und Tischkante bleibt gut ein Meter für den Stuhl; ausgeklappt nimmt das Schlafsofa davon gut die Hälfte, was für eine Nacht mit Gästen reicht.

  • 1. Fenster: 120 × 8 cm
  • 2. Heizkörper: 100 × 10 cm
  • 3. Tür: 85 × 8 cm
  • 4. Schreibtisch 140 × 70
  • 5. Stuhl: 55 × 55 cm
  • 6. Schlafsofa 200 × 95
  • 7. Regal: 35 × 100 cm
  • 8. Schrank: 50 × 95 cm
  • 105 cm für den Stuhl
  • 140 cm Weg zur Tür

Schreibtisch und Stuhl: Maße, die zu deinem Körper passen

Einen Schreibtisch mit der richtigen Höhe gibt es nicht, nur einen, der zu dir passt. Die Faustregel aus der Ergonomie lautet: Sitzt du mit beiden Füßen flach auf dem Boden und hängen die Schultern locker, liegen die Unterarme waagerecht auf der Platte. Die Tischplatte ist dann etwa auf Höhe deiner Ellbogen.

Darum stellst du zuerst den Stuhl ein und dann den Tisch. Die Sitzhöhe stimmt, wenn die Oberschenkel ungefähr waagerecht sind; ist der Tisch danach zu hoch, fährst du den Stuhl höher und stellst eine Fußstütze unter die Füße. Ist er zu niedrig, heben Möbelerhöhungen unter den Beinen ihn an.

Ein Bürostuhl für lange Tage lässt sich in der Höhe verstellen, stützt den unteren Rücken und hat eine Lehne, die beim Zurücklehnen mitgeht. Bei einer Synchronmechanik neigen sich Sitz und Lehne in einem festen Verhältnis zueinander: Die Füße bleiben am Boden, während sich der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkeln öffnet. So wechselst du die Haltung, ohne den Platz zu verlassen, und genau dieser Wechsel entlastet den Rücken.

Mit einem Laptop allein passt beides nie zusammen. Steht der Bildschirm hoch genug, ist die Tastatur zu hoch, und liegt die Tastatur richtig, schaust du nach unten. Ein Stapel Bücher unter dem Laptop und eine separate Tastatur lösen das, und beides findet sich oft schon in der Wohnung.

WasRichtwertWovon es abhängt
Tischhöhe, festmeist 72 bis 76 cmPasst vielen, nicht allen; bei zu hohem Tisch Stuhl höher und Fußstütze dazu
Tischhöhe für dichPlatte auf Ellbogenhöhe bei locker hängenden SchulternKörpergröße und Sitzhöhe
Höhenverstellbarer Tischje nach Modell von gut 60 bis über 120 cmIm Stehen gilt dieselbe Regel: Platte auf Ellbogenhöhe.
Tischtiefe60 bis 70 cm mit Laptop, 70 bis 80 cm mit großem BildschirmAbstand zum Bildschirm und Platz für Tastatur und Unterarme
Tischbreite120 cm für Bildschirm und Ablage, 160 cm für Bildschirm und Papier nebeneinanderWie viel gleichzeitig auf dem Tisch liegt
Abstand der Augen zum Bildschirm50 bis 70 cm, etwa eine ArmlängeBildschirmgröße; große Monitore dürfen weiter weg stehen
Oberkante des Bildschirmsauf Augenhöhe oder knapp darunterDer Blick geht leicht nach unten, der Nacken bleibt gerade.
SitzhöheFüße flach am Boden, Oberschenkel etwa waagerechtLänge der Unterschenkel
Platz hinter der Tischkanterund 100 cmStuhl zurückschieben und aufstehen, ohne anzustoßen
Beinraum unter der Plattefrei bis zur Wand, ohne Schubladen im KniebereichEin Rollcontainer passt nur darunter, wenn daneben beide Knie Platz haben.

Licht am Arbeitsplatz: von der Seite, von oben und für den Abend

Am Schreibtisch brauchst du mehr Licht als im Rest der Wohnung, und es muss aus der richtigen Richtung kommen. Für Büros in Betrieben nennt die Norm DIN EN 12464-1 beim Lesen und Schreiben 500 Lux auf der Arbeitsfläche. Zu Hause musst du das nicht nachmessen, aber die Größenordnung hilft: Eine einzelne Deckenleuchte schafft das am Schreibtisch selten, eine Arbeitsleuchte direkt daneben schon.

Die Arbeitsleuchte steht auf der Seite gegenüber der Schreibhand, und ihr Schirm sitzt unter Augenhöhe, damit du nicht ins Leuchtmittel schaust. Neutralweißes Licht um 4000 Kelvin zeigt Papier und Farben klar und hält wach. Am Abend stört genau diese Eigenschaft, darum lohnt sich für lange Tage eine Leuchte mit einstellbarer Lichtfarbe.

Lass den Raum um den Schreibtisch nicht dunkel. Wandert der Blick ständig zwischen hellem Bildschirm und dunkler Umgebung hin und her, muss sich das Auge jedes Mal neu einstellen, und das ermüdet. Ein Deckenfluter in der Ecke hellt Decke und Wände auf, ohne zu blenden, und gibt im Videocall ein weiches Licht aufs Gesicht.

LichtquelleWoLichtfarbeWofür
Tageslichtseitlich zum Tischwechselt über den TagGrundlicht am Tag; der Blick nach draußen entspannt die Augen
Arbeitsleuchtegegenüber der Schreibhand, Schirm unter Augenhöheneutralweiß um 4000 Kelvin oder einstellbarPapier, Notizen, Tastatur
DeckenleuchteRaummittepassend zur ArbeitsleuchteGrundhelligkeit, damit der Raum um den Bildschirm nicht dunkel ist
Deckenfluterin einer Ecke neben oder hinter dem Tischwarmweiß bis neutralweißhellt Decke und Wände auf, weiches Licht für Videocalls
Leuchte für den AbendLeseecke, Regal oder Sideboardwarmweiß um 2700 KelvinLesen nach Feierabend, Licht für Gäste
Licht für Videocallsvor dir, leicht seitlich, etwa auf Gesichtshöhewie das übrige Licht im RaumGesicht ohne harte Schatten; das Fenster nie im Rücken

Ein Büro gemütlich einrichten, ohne dass die Konzentration leidet

Gemütlich und konzentriert schließen sich nicht aus, beides gehört nur an verschiedene Stellen im Raum. Die Arbeitsfläche braucht helles, gleichmäßiges Licht und Platz. Ein gemütliches Büro entsteht an den Rändern: mit einem Teppich, einem Vorhang, einem Sessel und einer Leuchte mit warmem Licht in der Ecke, die du vom Schreibtisch aus siehst.

Viel macht das Material an den Stellen aus, die du berührst. Deine Unterarme liegen stundenlang auf der Tischplatte, darum fühlt sich geöltes Holz oder Linoleum dort angenehmer an als Glas oder Hochglanzlack. Ein Bürostuhl muss nicht schwarz sein: Viele Modelle gibt es mit Stoffbezug in Grau, Grün oder Sand, und der sieht neben Wohnmöbeln weniger nach Großraumbüro aus.

Textilien haben im Arbeitszimmer eine zweite Aufgabe, sie schlucken Schall. Ein Raum mit Teppich, Vorhängen und gefülltem Bücherregal klingt im Videocall deutlich ruhiger als einer mit nackten Wänden und Laminat. Und weil Papierstapel an Arbeit erinnern, tut ein Schrank mit Türen für den Feierabend mehr als jede Deko.

Fang ohne Einkauf an: Räum aus dem Blickfeld des Schreibtischs alles, was nicht zur Arbeit gehört, und hol eine Tischleuchte mit warmweißem Licht aus einem anderen Zimmer in die Ecke. Welche Deko danach passt, ohne beim Arbeiten abzulenken, zeigt der Beitrag zur Dekoration fürs Büro.

TischplatteWie sie sich anfühltBeim ArbeitenPflege
Massivholz, geöltwarm, leicht griffigmatt, spiegelt kaum; Kratzer lassen sich ausschleifengelegentlich nachölen, Wasserflecken gleich abwischen
Furnier, lackiertglatt, warmHolzbild bei geringerem Gewicht; tiefe Kratzer lassen sich kaum ausbessernfeucht abwischen
Melamin oder Schichtstoff, mattglatt, etwas kühler als Holzrobust gegen Kratzer und Kaffeeringe; Weiß kann neben dem Bildschirm grell wirkenunempfindlich
Möbellinoleumwarm, samtig mattangenehm unter den Unterarmen, spiegelt nicht, zeigt kaum Fingerabdrückemit wenig Wasser reinigen, gelegentlich pflegen
Glaskühl und hartspiegelt Leuchte und Bildschirm, zeigt jeden Fleck; die Maus braucht eine Unterlagehäufig putzen
Hochglanzlackglatt, kühlspiegelt Fenster und Leuchte, Fingerabdrücke fallen sofort aufempfindlich gegen Scheuern

Modern, skandinavisch oder klassisch: Stile fürs Arbeitszimmer

Modern heißt im Arbeitszimmer heute vor allem, dass die Technik verschwindet. Kabel laufen in einer Wanne unter der Platte, Drucker und Router stehen hinter Türen, und auf dem Tisch bleibt Platz für das, woran du gerade arbeitest. Dazu kommen klare Formen, matte Flächen und oft ein höhenverstellbarer Tisch, der mit einer Platte aus Holz oder Linoleum wohnlich wirkt.

Die meisten Fotos, die als Arbeitszimmer-Inspo gesammelt werden, zeigen einen leeren Tisch vor einem großen Fenster und kein einziges Kabel. Als Inspiration für die eigene Büroeinrichtung taugen sie trotzdem, wenn du auf das schaust, was sich übertragen lässt: wie viele Materialien im Raum sind, welche Farben sich wiederholen, welche Form die Leuchte hat. Ein stylisches Büro entsteht selten durch ein einzelnes Designerstück, eher durch eine kleine Auswahl, die sich durch den ganzen Raum zieht.

Welcher Stil passt, hängt auch von der Wohnung ab. Ein Altbau mit Dielen und hohen Decken verträgt einen schweren Holzschreibtisch, ein Neubauzimmer mit niedriger Decke wirkt mit hellen, schlanken Möbeln großzügiger. Wie sich klare Linien mit warmen Materialien verbinden lassen, zeigen die Beispiele für moderne Büros.

StilErkennbar anPasst gut, wennWorauf du achten musst
Modern, reduziertgrifflose Fronten, matte Flächen, wenige Farben, unsichtbare Technikdu gern auf einen leeren Tisch schaust und genug geschlossenen Stauraum hastOhne Holz und Stoff wirkt der Raum kühl und hallt.
Skandinavischhelles Holz, gebrochenes Weiß, Wolle, schlichte Leuchtender Raum wenig Sonne bekommt und hell wirken sollNur Weiß und helles Holz wirken schnell flach; eine schwarze Leuchte oder ein dunkler Bilderrahmen setzt Kontrast.
IndustrialStahlrahmen, dunkles Holz, Metallregale, Leuchtmittel mit sichtbarem Fadendie Wohnung Altbau- oder Loftcharakter hatNackte Fadenleuchtmittel blenden am Schreibtisch; offene Metallregale zeigen jedes Papier.
KlassischSchreibtisch mit Schubladen oder Sekretär, Bücherwand, Holz in mittleren Tönendu viel mit Papier und Büchern arbeitestEin Sekretär hat meist eine kleine Schreibfläche; für einen großen Bildschirm reicht sie selten.
Mid-CenturyNussbaum oder Teak, schräg gestellte Beine, Messing, Senf- und Petroltönedu Farbe magst und ein schlankes Möbelstück suchstAlte Originale haben oft keine Kabeldurchlässe; eine Kabelwanne unter der Platte hilft.
Japandihelles Holz, gedeckte Erdtöne, Leinen, Papierleuchten, wenige Dingedu wenig um dich haben willstPapierleuchten geben weiches Licht, aber kein Arbeitslicht; eine Schreibtischleuchte gehört dazu.

Wände, Farben und Bilder im Arbeitszimmer

Bei der Wandgestaltung im Arbeitszimmer zählt vor allem, wohin du schaust. Die Wand hinter dem Bildschirm siehst du jedes Mal, wenn du aufblickst, und ein unruhiges Muster oder eine Pinnwand voller Zettel zieht dort den Blick ab. Die Wand hinter dir sieht dagegen jeder, mit dem du per Video sprichst.

Für die Wand vor dir passen ruhige, mittlere Töne, weil sie neben dem hellen Bildschirm weder blenden noch hart abstechen. Im Rücken wirken ein Regal, ein großes Bild oder eine dunklere Farbe besser als eine leere weiße Fläche, auf der jeder Schatten auffällt. Welche Farbe dir gefällt, ist Geschmack; Helligkeit und Spiegelung sind Physik, und nur dafür gibt es Regeln.

Mehr Ideen für beide Wände sammelt der Beitrag zur Wandgestaltung im Büro. Bilder über dem Schreibtisch wirken ruhiger, wenn es wenige große sind statt vieler kleiner; welche Motive und Formate funktionieren, zeigt der Beitrag zu Bildern für den Arbeitsplatz.

In einer Mietwohnung musst du kräftige Farben beim Auszug oft wieder hell überstreichen. Eine Bilderleiste braucht nur wenige Bohrlöcher, danach lassen sich die Bilder beliebig umhängen.

WandfarbeWas sie am Arbeitsplatz machtPasst zuWorauf du achten musst
Gebrochenes Weißwirft viel Licht zurück und hält kleine Räume helljedem Holz, schwarzen Leuchten, bunten BuchrückenIm Nordzimmer wirkt kühles Weiß grau; ein Weiß mit etwas Gelb im Ton bleibt freundlicher.
Gedecktes Grün wie Salbei oder Olivruhiger Hintergrund hinter dem Bildschirm und im VideocallEiche, Leinen, Messing, TerrakottaWirkt bei Lampenlicht wärmer als am Tag; die Musterfläche auch abends prüfen.
Graublau oder Taubenblaukühl und ruhig, angenehm in sonnigen SüdzimmernNussbaum, cognacfarbenem Leder, WeißIm Nordzimmer wird es schnell grau und kalt.
Warmes Hellgrau oder Greigeneutral, lässt Möbeln und Bildern den Vortrittfast allem, gut mit Schwarz und hellem HolzEin Grau mit Blaustich wirkt im Nordlicht kalt; im Zweifel den wärmeren Ton nehmen.
Dunkelblau, Petrol oder Tannengrünlässt eine Wand zurücktreten, gute Kulisse hinter einem RegalMessing, hellem Holz, weißen BilderrahmenSchluckt Licht, der Raum braucht mehr Lampenlicht; in der Mietwohnung beim Auszug überstreichen.
Ocker oder Terrakottawarmer Akzent, gleicht kühles Nordlicht ausOlivgrün, Creme, dunklem HolzKräftige Töne seitlich vom Gesicht färben im Videocall die Haut.

Stauraum für Papier, Technik und Kabel

Stauraum im Arbeitszimmer hat zwei Aufgaben: Er hält in Reichweite, was du täglich brauchst, und nimmt aus dem Blick, was nur alle paar Wochen gebraucht wird. Notizbuch, Stifte, Ladekabel und die laufenden Unterlagen passen in eine Schublade oder einen Rollcontainer neben dem Tisch.

Alles andere gehört an die Wand ohne Fenster, am besten bis unter die Decke. Ordner und Papier kommen hinter Türen oder in gleich große Kisten, offene Fächer bleiben für Bücher und Dinge, die du gern ansiehst. Miss vor dem Kauf, wie viel du wirklich unterbringen musst: Ein breiter Ordner hat einen Rücken von etwa acht Zentimetern, auf einen Meter Regalboden passen also rund zwölf.

Büromöbel aus dem Fachhandel werden oft in Ordnerhöhen angegeben, abgekürzt OH. Eine Ordnerhöhe ist ein Fach für stehende Ordner, je nach Hersteller rund 38 Zentimeter; ein Schrank mit zwei Ordnerhöhen ist etwa so hoch wie ein Schreibtisch, einer mit fünf reicht bis ungefähr 1,90 Meter.

Die Kabel kommen in eine Kabelwanne unter der Tischplatte, in der auch Steckdosenleiste und Netzteile liegen. Vom Tisch zur Wand führt ein Kabelschlauch, sodass nur ein einziger Strang zu sehen ist. Wie du die Fläche auf dem Schreibtisch selbst ordnest, zeigt der Beitrag mit Ideen für die Ordnung am Schreibtisch.

Was hinein sollFachtiefeFachhöhe innenHinweis
Ordner A4, stehendab 30 cmab 34 cmEin Ordner ist etwa 32 cm hoch und 29 cm tief.
Stehsammler A4ab 25 cmab 32 cmHält lose Blätter und Hefte aufrecht.
Druckerpapierab 30 cmnach StapelhöheLiegend lagern, dann bleibt es glatt.
Taschenbücherab 15 cmab 22 cmFlache Fächer sparen Tiefe im Raum.
Gebundene Bücherab 20 cmab 28 cmDie meisten Romane und Sachbücher passen hier hinein.
Bildbändeab 30 cmab 35 cmLiegend gestapelt brauchen sie weniger Höhe.
DruckerGerätetiefe plus PapierfachGerätehöhe plus offener DeckelMit geöffnetem Scannerdeckel und ausgezogenem Fach messen.

Arbeiten ohne eigenes Zimmer: Wohnzimmer, Esstisch, Schlafzimmer

Ein Büro braucht im eigenen Zuhause nicht unbedingt ein eigenes Zimmer. Es braucht einen festen Platz mit Licht von der Seite, eine Steckdose in Reichweite und einen Ort, an dem die Arbeit abends verschwindet. Wie das aussieht, hängt von dem Raum ab, den du dir mit der Arbeit teilst.

Eine Arbeitsecke im Wohnzimmer

Im Wohnzimmer funktioniert ein Arbeitsplatz am besten in einer Ecke, die vom Sofa aus nicht im Blickfeld liegt, oder hinter einem Regal, das den Raum teilt. Ein Sekretär mit Klappe oder ein Schrank mit Türen, in dem ein schmaler Arbeitsplatz steckt, schließt die Arbeit am Abend weg. Wie sich die Ecke in Wege und Sitzgruppe einfügt, steht bei den Ideen fürs Wohnzimmer.

Ess- und Arbeitszimmer kombinieren

Wer Ess- und Arbeitszimmer kombiniert, arbeitet meist am Esstisch, und der hat oft eine ähnliche Höhe wie ein Schreibtisch. Was fehlt, ist der Stuhl: Ein Sitzkissen und eine Fußstütze gleichen den starren Esszimmerstuhl für einige Stunden aus. Für die Arbeitssachen brauchst du eine Kiste oder einen Rollcontainer, der abends ganz in einem Schrank oder unter der Anrichte verschwindet.

Eine Pendelleuchte, die tief über dem Esstisch hängt, kann sich im Bildschirm spiegeln. Arbeite tagsüber an der Tischseite, an der das Fenster seitlich liegt, und nimm eine Tischleuchte dazu. Wie Essplatz und Küche zusammenspielen, zeigt der Bereich Küche und Essen.

Ein Schreibtisch im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer sollte der Schreibtisch vom Bett aus nicht zu sehen sein, sonst liegt der Arbeitstag beim Einschlafen mit im Raum. Ein Vorhang auf einer Deckenschiene, ein Paravent oder ein hoher Schrank als Raumteiler trennt beides. Wie das auch auf wenig Fläche gelingt, zeigt der Beitrag, wie du Schreibtisch und Bett in einem Raum verbindest; um das Zimmer als Ganzes geht es bei den Ideen rund ums Schlafzimmer.

Wintergarten, Flur und Nische

Ein Wintergarten bekommt mehr Tageslicht als jedes andere Zimmer, heizt sich im Sommer aber auf und blendet ohne Beschattung. Wie er trotzdem das ganze Jahr als Arbeitsplatz taugt, zeigt der Beitrag, wie du einen Wintergarten zum ruhigen Arbeitsplatz machst. Für gelegentliche Arbeit reicht auch eine Nische im Flur mit einem Wandklapptisch; wie du den schmalen Raum sonst nutzt, steht im Bereich Flur und Eingang.

Büroräume in einer Firma einrichten

Für Büroräume in einem Betrieb gelten andere Regeln als für das Arbeitszimmer zu Hause. Wer Beschäftigte hat, muss die Arbeitsstättenverordnung einhalten, und die Technischen Regeln für Arbeitsstätten, kurz ASR, machen daraus konkrete Werte. Für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze nennen sie einen Flächenbedarf von 8 bis 10 Quadratmetern je Arbeitsplatz, Möbel und anteilige Wege eingerechnet, im Großraumbüro 12 bis 15 Quadratmeter.

Am Platz selbst muss eine freie Bewegungsfläche von mindestens 1,5 Quadratmetern bleiben, die an keiner Stelle schmaler als ein Meter ist. Arbeitsräume brauchen in der Regel Tageslicht und eine Sichtverbindung nach draußen. Bei Fragen zu Maßen, Licht und Gefährdungsbeurteilung helfen die Fachkraft für Arbeitssicherheit und die zuständige Berufsgenossenschaft.

Die besten Ideen für die Büroeinrichtung in einer Firma lösen ein Problem, das es zu Hause selten gibt: Alle telefonieren im selben Raum. Eine Telefonecke oder ein kleiner Besprechungsraum mit Tür, Teppiche und gefüllte Regale zwischen den Tischgruppen und große Pflanzen als weiche Raumteiler machen einen offenen Raum ruhiger. Teilen sich mehrere Personen einen Tisch, braucht es höhenverstellbare Tische, Stühle, die sich schnell einstellen lassen, und abschließbare Fächer für persönliche Dinge.

Für Farbe, Material und Licht im Büroraum gelten dieselben Überlegungen wie zu Hause: matte Flächen, Licht von der Seite, ruhige Wände hinter den Bildschirmen. Ein Unterschied bleibt: Was zu Hause Geschmack ist, muss im Betrieb für viele Menschen unterschiedlicher Größe passen, darum lohnt sich verstellbares Mobiliar hier fast immer.

Häufige Fehler

  1. Den Schreibtisch nach dem Foto kaufen

    Ein Tisch mit 50 Zentimetern Tiefe wirkt auf dem Bild luftig. Mit einem externen Bildschirm sitzt du dann zu nah davor, und für Tastatur und Unterarme bleibt kaum Platz. Miss vorher, was auf dem Tisch stehen soll, und plane mit 70 bis 80 Zentimetern Tiefe, sobald ein großer Bildschirm dazukommt.

  2. Nur eine Deckenleuchte

    Licht, das nur von oben kommt, wirft den Schatten von Kopf und Hand auf die Tischplatte und spiegelt sich leicht im Bildschirm. Eine Arbeitsleuchte seitlich am Tisch und eine zweite Lichtquelle im Raum gehören zur Grundausstattung, auch wenn das Zimmer tagsüber hell ist.

  3. Den Esszimmerstuhl zur Dauerlösung machen

    Für eine Stunde am Laptop reicht er. Für ganze Arbeitstage fehlen ihm die einstellbare Höhe, die Stütze im unteren Rücken und eine Lehne, die beim Zurücklehnen mitgeht. Wer jeden Tag zu Hause arbeitet, spart hier am falschen Ende.

  4. Steckdosenleisten hintereinanderstecken

    Mehrere Leisten in Reihe hängen mit allen Geräten an einer einzigen Wandsteckdose, und jede Steckverbindung ist eine Stelle, die warm werden kann. Eine einzelne Leiste mit genug Plätzen, unter der Tischplatte befestigt, ist sicherer und ordentlicher. Reichen die Steckdosen im Zimmer nicht, ist das ein Fall für einen Elektrofachbetrieb.

  5. Glänzende Flächen am Arbeitsplatz

    Eine Hochglanzfront oder eine Glasplatte wirft Fenster und Leuchte zurück und zeigt jeden Fingerabdruck. Matte Oberflächen streuen das Licht, statt es zu spiegeln, und sind für die Augen ruhiger, wenn du stundenlang darauf schaust.

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Häufige Fragen zu diesem Thema

Wie kann ich mein Büro gemütlich einrichten?

Halte die Arbeitsfläche hell und frei und bring die Wärme an die Ränder des Raums: ein Teppich, ein Vorhang, ein Sessel und eine Leuchte mit warmweißem Licht für den Abend. Tischplatten aus geöltem Holz oder Linoleum fühlen sich unter den Unterarmen wärmer an als Glas. Papier verschwindet in geschlossenen Fächern, damit der Raum nach Feierabend nicht nach Arbeit aussieht.

Wie richte ich ein kleines Arbeitszimmer ein?

Stell den Schreibtisch neben das Fenster, sodass das Licht von der Seite kommt, und nutze die Wand ohne Fenster für Stauraum bis unter die Decke. Halte hinter der Tischkante rund einen Meter frei und zeichne ein, wie weit die Tür in den Raum schwingt.

Ein Tisch mit 120 Zentimetern Breite und 70 Tiefe reicht für Bildschirm, Tastatur und eine Ablage. Wie du ein Zimmer von leer bis fertig planst, zeigt der Beitrag, wie du ein Arbeitszimmer einrichtest.

Wie richte ich ein Büro zu Hause ein, wenn ich kein eigenes Zimmer habe?

Such einen festen Platz mit Tageslicht von der Seite und einer Steckdose in Reichweite, etwa eine Ecke im Wohnzimmer, den Esstisch oder eine Nische im Flur. Entscheidend ist, dass die Arbeit abends verschwinden kann: in einem Sekretär, einem Schrank oder einer Kiste. Für lange Arbeitstage brauchst du trotzdem einen verstellbaren Stuhl; was sonst dazugehört, zeigt der Beitrag, wie du ein Homeoffice einrichtest.

Was ist beim Einrichten von Büroräumen in einer Firma anders als zu Hause?

Für Arbeitsplätze von Beschäftigten gelten die Arbeitsstättenverordnung und die Technischen Regeln für Arbeitsstätten. Sie verlangen unter anderem genug Fläche je Arbeitsplatz, freien Bewegungsraum am Platz, Tageslicht und eine Beleuchtung, die zur Aufgabe passt. Zu Hause entscheidest du selbst, im Betrieb trägt der Arbeitgeber die Verantwortung; die Ideen zu Farbe, Material, Licht und Akustik funktionieren in beiden Fällen gleich.

Wie gestalte ich ein Arbeitszimmer modern?

Mit klaren Formen, matten Flächen und Technik, die man nicht sieht: Kabel in einer Wanne unter der Platte, der Drucker im Schrank, eine Leuchte mit schlichter Form. Damit es nicht kühl wirkt, kommt die Wärme über das Material, etwa eine Tischplatte aus Holz oder Linoleum, einen Wollteppich und Vorhänge aus Leinen. Wie das im Ganzen aussehen kann, zeigen Beispiele für moderne Arbeitsräume.

Wie richte ich ein Arbeitszimmer mit Sofa ein?

Stell das Sofa so, dass zwischen seiner Vorderkante und der Tischkante rund ein Meter frei bleibt, sonst stößt der Stuhl an. Ist es ein Schlafsofa, miss die Tiefe im ausgeklappten Zustand, denn je nach Bauart sind es 140 bis über 200 Zentimeter. Tagsüber ist das Sofa ein zweiter Platz zum Lesen oder Telefonieren, und dieser Wechsel lockert lange Tage am Schreibtisch auf.

Wie kann ich mein Büro schön gestalten, ohne viel Geld auszugeben?

Fang mit dem an, was du hast: den Tisch seitlich zum Fenster drehen, eine Leuchte aus einem anderen Zimmer an den Schreibtisch holen, Papier in gleich große Kisten räumen und alles aus dem Blickfeld nehmen, was nicht zur Arbeit gehört. Ein Teppich oder ein Vorhang aus einem anderen Raum zeigt, wie viel ruhiger das Zimmer klingt. Kauf erst, wenn klar ist, was danach noch fehlt.

Welche Deko passt ins Arbeitszimmer?

Deko, die beim Arbeiten nicht ablenkt: wenige größere Bilder statt vieler kleiner, Pflanzen am Fenster, ein paar Bücher oder Objekte in einem offenen Fach. Auf den Schreibtisch selbst gehört wenig, weil jeder Gegenstand dort Fläche kostet. Eine Pinnwand an der Seitenwand hält Zettel in Reichweite, ohne dass sie ständig vor dir hängen; mehr Ideen sammelt der Beitrag zur Deko im Büro.

Kann man Ess- und Arbeitszimmer kombinieren?

Ja, wenn sich die Arbeit abends wegpacken lässt. Der Esstisch hat meist eine ähnliche Höhe wie ein Schreibtisch, aber der Stuhl lässt sich nicht verstellen; ein Sitzkissen und eine Fußstütze helfen für einige Stunden. Arbeite an der Tischseite, an der das Fenster seitlich liegt, und nimm eine Tischleuchte statt der tief hängenden Pendelleuchte, die sich im Bildschirm spiegeln kann.

Welche Wandfarbe passt ins Arbeitszimmer?

Hinter dem Bildschirm passen ruhige, mittlere Töne wie ein gedecktes Grün, ein warmes Hellgrau oder ein Graublau, weil sie neben dem hellen Bildschirm weder blenden noch hart abstechen. In Nordzimmern wirken warme Töne freundlicher als kühle. Dunkle Farben eignen sich für die Wand im Rücken, brauchen aber mehr Lampenlicht; Beispiele zeigt der Beitrag über die Gestaltung der Wände im Büro.

Wie hoch sollte ein Schreibtisch sein?

So hoch, dass deine Unterarme waagerecht aufliegen, wenn du mit flachen Füßen sitzt und die Schultern locker hängen. Feste Schreibtische sind meist 72 bis 76 Zentimeter hoch, was vielen, aber nicht allen passt. Ist der Tisch zu hoch, stell den Stuhl höher und eine Fußstütze unter die Füße; ist er zu niedrig, helfen Erhöhungen unter den Tischbeinen.

Wo sollte der Schreibtisch im Arbeitszimmer stehen?

Seitlich zum Fenster, sodass du an der Fensterfront entlangschaust. Dann fällt das Tageslicht von der Seite auf die Arbeitsfläche, der Bildschirm spiegelt nicht, und du schaust nicht ins Helle. Wer mit rechts schreibt, hat das Fenster am besten links; vor dem Fenster blendet es, und mit dem Fenster im Rücken spiegelt sich das Licht im Bildschirm.

Wie viel Platz braucht ein Arbeitsplatz im Büroraum?

Zu Hause reicht ein Tisch von 120 bis 160 Zentimetern Breite mit rund einem Meter freiem Platz dahinter. Für Büroräume in Betrieben nennen die Technischen Regeln für Arbeitsstätten 8 bis 10 Quadratmeter je Arbeitsplatz, Möbel und anteilige Wege eingerechnet. Am Platz selbst muss eine freie Bewegungsfläche von mindestens 1,5 Quadratmetern bleiben.

Was macht ein Büro stylisch, ohne dass es unpraktisch wird?

Eine kleine, durchgehaltene Auswahl: ein Holzton, ein Metall, ein oder zwei Stoffe und eine Farbe, die sich im Raum wiederholt. Dazu Technik, die man nicht sieht, und eine Leuchte mit klarer Form. Unpraktisch wird ein stylisches Büro, wenn die Optik vor der Funktion steht, etwa bei einer Glasplatte, die spiegelt, oder einem Designerstuhl, der sich nicht einstellen lässt.

Welche Pflanzen passen ins Arbeitszimmer?

Am Fenster gedeihen die meisten Zimmerpflanzen, weiter im Raum eher genügsame Arten wie Zamioculcas, Bogenhanf oder Efeutute, die mit wenig Licht auskommen. Stell sie nicht auf den Schreibtisch, wo Gießwasser an Technik und Papier gelangen kann. Lebt eine Katze im Haushalt, prüf vorher, ob die Pflanze giftig ist; Efeutute und Zamioculcas sind es zum Beispiel.

Wie richte ich ein Arbeitszimmer für zwei Personen ein?

Am einfachsten stehen beide Tische seitlich zum Fenster, entweder gegenüber als Insel oder an zwei Wänden Rücken an Rücken. Gegenüber haben beide gleich gutes Licht, tauchen aber in jeder Videokonferenz des anderen im Hintergrund auf. Rücken an Rücken mit einem Regal dazwischen ist es ruhiger, wenn beide oft telefonieren, und Teppich und Vorhänge dämpfen die Stimmen zusätzlich.

Lohnt sich ein höhenverstellbarer Schreibtisch?

Er lohnt sich, wenn du täglich viele Stunden am Tisch arbeitest oder wenn sich mehrere Menschen unterschiedlicher Größe einen Tisch teilen. Der Gewinn liegt im Wechsel zwischen Sitzen und Stehen, nicht im Stehen allein. Prüf vor dem Kauf, ob der Tisch in Stehhöhe wackelt und ob die Kabel für den ganzen Weg nach oben lang genug sind.

Welches Licht ist am Schreibtisch am besten?

Tageslicht von der Seite und dazu eine Arbeitsleuchte auf der Seite gegenüber der Schreibhand, mit neutralweißem Licht um 4000 Kelvin und einem Schirm, der das Leuchtmittel verdeckt. Der übrige Raum braucht eine zweite Lichtquelle, damit es um den Bildschirm nicht dunkel ist. Arbeitest du oft abends, ist eine Leuchte mit einstellbarer Lichtfarbe angenehmer.

Welcher Teppich passt unter den Bürostuhl?

Ein flach gewebter oder sehr kurzfloriger Teppich, auf dem die Rollen leicht laufen. Hoher Flor bremst den Stuhl und drückt sich mit der Zeit platt. Auf Parkett und Laminat schützt eine Bodenschutzmatte den Boden, und der Stuhl braucht weiche Rollen; auf Teppichboden sind harte Rollen die richtige Wahl.

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