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Küche & Essen

Küche Deko: Ideen für Arbeitsplatte, Regal und Wand

Redaktion 51wohnen 22 Minuten Lesezeit
Eine Gruppe auf einem Tablett lässt sich mit einem Griff zum Wischen von der Fläche nehmen.

Was Küchendeko aushalten muss, bevor sie schön ist

Eine Küche ist der Raum, in dem Dekoration am schnellsten Arbeit macht. Dampf, Fett und Hitze setzen sich auf alles, was herumsteht, und die Flächen zum Kochen vertragen davon nur wenig. Wer Küche Deko plant, fragt deshalb zuerst, was ein Stück aushält und ob es dir im Weg ist. Das ganze Themenfeld von der Einrichtung bis zum Esstisch findest du im Bereich Küche und Essen.

Daraus ergibt sich eine einfache Reihenfolge. Frei bleibt, was du täglich zum Kochen brauchst. Dekoriert wird, was entweder benutzt wird, etwa ein Schneidebrett, eine Kaffeemühle oder eine Salatschüssel, oder was sich ohne Aufwand abwischen und abnehmen lässt. Das gilt für die kleine Küche wie für die große, nur hat die kleine weniger Spielraum.

Die Tabelle ordnet die Orte, an denen Küchendeko stehen oder hängen kann, und gibt erste Tipps, wo du lieber nichts hinstellst. Gute Inspiration für die Küchendekoration entsteht oft erst, wenn klar ist, was ein Platz aushält.

Ort in der KücheWas dort funktioniertWorauf du achten musst
ArbeitsplatteZwei bis drei Dinge, die du täglich nutzt: Brett, Schale, KaffeemaschineZwischen Spüle und Kochfeld bleiben rund 90 cm frei, sonst fehlt Platz zum Schneiden.
FliesenspiegelReling mit Küchenhelfern, ein Brett, ein Bild hinter GlasEtwa 30 cm Abstand zum Kochfeld, Fettfilm einplanen, alles muss abwischbar sein.
Wand hinter dem KochfeldMeist nichts außer Fliese oder GlasHitze und Spritzer: Papier, Textil und Geflecht gehören nicht hierher.
Offenes RegalGeschirr für den Alltag, Gläser, eine Pflanze, SchalenAlles dort bekommt Staub und Fett, darum nicht neben dem Herd.
FensterbrettKräutertöpfe, eine kleine VaseÜber einem Heizkörper trocknen die Töpfe schneller aus.
Oberschränke obenaufKörbe, große Platten, selten genutzte SchüsselnFett setzt sich ab; nur Dinge, die du ab und zu waschen darfst, und nie über dem Herd.
Küchentisch oder ThekeNiedrige Vase, Obstschale, TablettMuss sich zum Essen in einem Griff leeren lassen.

Arbeitsplatte und Theke: wenig darauf, aber mit System

Die Arbeitsplatte ist Werkbank und Kulisse zugleich, und die Werkbank hat Vorrang. Als Faustregel aus der Küchenplanung bleiben zwischen Spüle und Kochfeld rund 90 Zentimeter frei, unter 60 Zentimetern wird das Schneiden eng. Alles, was dort dauerhaft steht, nimmt dir diese Fläche weg.

Gruppieren wirkt ruhiger als Verteilen. Ölflasche, Salzschale und Pfeffermühle auf einem Holztablett lesen sich als ein Stück, sieben einzeln verstreute Dinge als Unordnung. Das Tablett hat einen zweiten Vorteil: Mit einem Griff ist die ganze Gruppe zum Wischen von der Fläche.

Auf der Küchentheke darf mehr stehen, weil dort gegessen und nicht geschnitten wird. Eine niedrige Vase, eine Schale mit Obst und eine Leuchte darüber genügen, um die Küchentheke zu dekorieren. Eine Pendelleuchte hängt meist so, dass ihre Unterkante 70 bis 80 Zentimeter über der Platte liegt: Dann blendet sie nicht, und der Blick über die Theke bleibt frei. Welche Leuchtenformen in eine Küche passen, erklärt der Beitrag über Lampen für die Küche.

Küchenwand 300 × 250 cm: Reling und Bild auf der Spülenseite
Unterschrank234DunstabzugOberschrank7RelingBild mitGlasKörbe obenauf55 cm Fliesenspiegel110 cm freie Arbeitsfläche38 cm bis zum Kochfeld250 cm

Der Fliesenspiegel zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank misst hier 55 Zentimeter. Reling und Bild hängen auf der Spülenseite mit gut 30 Zentimetern Abstand zum Kochfeld, und die Körbe obenauf stehen nicht über der Dunstabzugshaube.

  • 1. Unterschrank: 300 × 86 cm
  • 2. Arbeitsplatte: 300 × 4 cm
  • 3. Spüle: 70 × 3 cm
  • 4. Kochfeld: 60 × 3 cm
  • 5. Dunstabzug: 80 × 45 cm
  • 6. Oberschrank: 175 × 70 cm
  • 7. Oberschrank: 35 × 70 cm
  • 8. Reling: 85 × 26 cm
  • 9. Bild mit Glas: 44 × 36 cm
  • 10. Körbe obenauf: 95 × 28 cm
  • 55 cm Fliesenspiegel
  • 110 cm freie Arbeitsfläche
  • 38 cm bis zum Kochfeld

Regale, Schränke und Vorräte: zeigen, was du benutzt

Ein offenes Regal in der Küche folgt demselben Prinzip wie die Arbeitsplatte: Es zeigt, was in Gebrauch ist. Schweres und Alltägliches kommt nach unten und in Griffhöhe, also Teller, Schüsseln und die Gläser für jeden Tag. Ganz oben stehen Körbe, Platten und Dinge, die du selten brauchst, denn dorthin kommst du nur mit der Leiter.

Beim Dekorieren eines Küchenregals brauchen die Bretter Lücken. Eine Pflanze, ein angelehntes Brett, ein Stapel Schalen: Bleibt auf jedem Brett etwa ein Drittel frei, wirkt das Regal sortiert und du kommst an alles heran. Wer ein Regal nur zum Schmücken füllt, hat bald einen Fettfilm auf allem.

Vorratsgläser statt Verpackungen

Mehl, Nudeln, Reis und Haferflocken in Weithalsgläsern mit Dichtung sehen aufgeräumt aus und halten Lebensmittelmotten fern. Gewürze und Öle altern dagegen bei Licht und Wärme schneller. Sie gehören in Schrank oder Schublade, nicht in ein Regal über dem Herd. Eine organisierte Küche erkennst du daran, dass jedes Glas ein Etikett hat und jede Sorte ihren festen Platz.

Küchenschrank dekorieren und richtig einräumen

Den Küchenschrank richtig einzuräumen heißt, die Wege kurz zu halten: Was du täglich greifst, steht zwischen Hüfte und Schulter, schweres Geschirr weiter unten, leichte Dosen weiter oben. Töpfe lagern in der Nähe des Herds, Gläser nahe der Spüle. Hat ein Schrank Glastüren, zeigt er nur Geschirr, das du gern ansiehst; ein LED-Band im Inneren lässt es abends sichtbar werden.

Kochbücher in der Küche unterbringen

Dampf und Spritzer sind für Papier kein guter Ort. Fünf bis zehn Kochbücher, aus denen du häufig kochst, stehen am Regalrand zwischen Buchstützen, am besten mit etwas Abstand zum Kochfeld. Der Rest zieht ins Wohnzimmerregal um und kommt nur bei Bedarf in die Küche.

Wanddeko in der Küche: ausgefallen, aber abwischbar

Die Küchenwand ist eine Fläche, auf der Deko nicht stört, weil sie keine Arbeitsplatte braucht. Der Fliesenspiegel zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank misst meist 50 bis 65 Zentimeter. Das reicht für eine Reling, ein Brett oder ein Bild mittlerer Größe. Mehr freie Wand gibt es oft seitlich oder gegenüber der Küchenzeile.

Papier und Küche vertragen sich schlecht. Fett schwebt als feiner Nebel in der Luft und setzt sich als Film auf der Wand ab. Ein Druck hinter Glas oder Acrylglas lässt sich abwischen, ein Poster ohne Scheibe wellt sich und vergilbt.

Ausgefallene Wanddeko für die Küche entsteht eher durch Gruppen als durch Einzelstücke: Holzbretter in unterschiedlichen Formen nebeneinander, eine Reihe Wandteller, alte Emailleschilder vom Flohmarkt oder eine Fläche zum Beschriften. Wie du mehrere Bilder zu einer Gruppe anordnest, zeigt der Beitrag über Deko für die Wohnzimmerwand, und weitere Beispiele sammelt Wanddeko für die Küche.

WanddekoEignet sich fürGrenze
Bild hinter Glas oder AcrylglasWand gegenüber der Zeile, Fliesenspiegel abseits des KochfeldsPapier ohne Scheibe nimmt Fett an und wellt sich.
Reling mit HakenFliesenspiegel auf der SpülenseiteDie Befestigung bestimmt, was sie trägt; Töpfe und Kellen haben Gewicht.
Wandteller oder Körbe als GruppeFreie Wand am EssplatzGeflecht nimmt Fett auf und gehört nicht in die Nähe des Herds.
Schmale Leiste oder BrettFliesenspiegel, Nische, Wand neben dem FensterEtwa 8 bis 12 cm Tiefe reichen für Gläser und Tassen, ohne die Arbeitsfläche zu verschatten.
Tafel- oder MagnetflächeWand neben dem KühlschrankKreide staubt auf die Fläche darunter.

Holz, Keramik, Metall: Material und Farbe in der modernen Küche

Eine Küche modern zu dekorieren heißt meist: wenig Gegenstände, klare Formen, zwei bis drei Materialien. Weiße Fronten werfen Licht zurück und lassen die Küche größer wirken, aber auch kühler. Küchendeko aus Holz bringt Wärme, ohne eine weitere Farbe zu brauchen: ein Schneidebrett aus Eiche, ein Tablett aus Nussbaum, Holzlöffel in einem Steinguttopf.

Bei einer weißen Küche reicht oft ein einziger Akzent: ein Geschirrtuch in Rostrot, ein Topf in Dunkelgrün, schwarze Rahmen an der Wand. In der Küche kommt man mit einer Grundfarbe, einer Nebenfarbe und einem Akzent aus. Das ist eine Gewohnheit aus der Einrichtungspraxis und kein Gesetz, hilft aber, nicht von jedem schönen Stück etwas zu kaufen.

Massivholz mag Öl und keine Spülmaschine. Dort quillt das Holz auf und reißt beim Trocknen, deshalb reibst du Bretter von Hand mit lebensmittelechtem Öl ein. Wer reduzierte Formen und Naturmaterial mag, findet Anregungen in der Deko im japanischen Stil.

MaterialWirkung in der KüchePflege und Grenze
Holz, geöltWarm, matt, mit sichtbarer MaserungMit lebensmittelechtem Öl pflegen; nicht in die Spülmaschine, nicht dauerhaft nass lassen.
Keramik und SteingutMatte oder glänzende Fläche, in Farbe möglichIn der Glasur können Haarrisse entstehen; Angaben zur Spülmaschine beachten.
GlasLeicht, nimmt Licht aufFett und Fingerabdrücke sieht man sofort, lässt sich aber schnell abwischen.
EdelstahlKühl, spiegeltZeigt Fingerabdrücke; mit einem Mikrofasertuch in Schliffrichtung wischen.
Kupfer und MessingWarmer MetalltonLäuft an. Entweder polieren oder die Patina akzeptieren.
Leinen und BaumwolleWeich, schluckt SchallGeschirrtücher bei 60 Grad waschen, sofern das Etikett es erlaubt.
Korb und RattanGrobe Struktur, hellNimmt Fett und Gerüche auf; nicht in Herdnähe.

Licht, Pflanzen und Kräuter

Eine LED-Leiste unter den Oberschränken leuchtet die Arbeitsplatte aus und hebt gleichzeitig Reling, Brett und Bild an der Wand hervor. Das ist Beleuchtung und Dekoration in einem. Wähle für die ganze Zeile eine Lichtfarbe: Etwa 2700 bis 3000 Kelvin wirken warm, rund 4000 Kelvin neutral und besser zum Schneiden. Gemischtes Licht lässt den Fliesenspiegel fleckig aussehen. Prüf die Angabe auf der Verpackung des Leuchtmittels, bevor du mehrere Leisten kaufst.

Auch eine Leuchte kann Dekoration sein: Eine Pendelleuchte aus Metall oder Rattan über Theke oder Tisch trägt den Raum mit, ohne Platz auf der Fläche zu brauchen. Welche Formen sich eignen, steht im Beitrag über Küchenleuchten und ihre Lichtwirkung.

Pflanzen in der Küche haben es nicht leicht, weil Wärme, Dampf und Zugluft beim Lüften wechseln. Kräuter brauchen viel Licht. Auf einem Fensterbrett nach Süden oder Westen halten sie durch, an einem Nordfenster gehen sie meist ein. Dort kommen Efeutute, Grünlilie oder Bogenhanf besser zurecht, und für Kräuter lohnt sich eine Pflanzenleuchte.

KrautStandortWorauf es ankommt
BasilikumHell und warm, am besten SüdfensterKälte und Zugluft schaden; gleichmäßig feucht halten, aber ohne Wasser im Übertopf.
Thymian und RosmarinSonnigster Platz am FensterWenig gießen, durchlässige Erde, Staunässe vertragen sie nicht.
Schnittlauch und PetersilieHell, auch etwas HalbschattenGleichmäßig feucht, regelmäßig schneiden.
MinzeHell bis halbschattigBraucht viel Wasser und einen eigenen Topf, weil sie andere Pflanzen verdrängt.

Textilien, Geschirr und Tischdeko

Textilien machen eine Küche weicher, denn sie dämpfen Schall und brechen die harten Flächen aus Fliese, Stein und Metall. Geschirrtücher aus Leinen oder Halbleinen trocknen Gläser fusselärmer, Waffelpiqué aus Baumwolle nimmt viel Wasser auf. Häng sie an einen Haken am Schrank, nicht an den Ofengriff, wenn der Ofen heizt, und nie neben das Kochfeld.

Ein Läufer vor der Spüle schont Rücken und Knie, wenn du lange stehst. Er sollte waschbar sein und eine rutschfeste Unterseite haben. Vorhänge am Küchenfenster enden am besten am Fensterbrett oder sind als Raffrollo ausgeführt, damit sie weder in die Spüle hängen noch vom Herd erreicht werden.

Auf dem Küchentisch genügt ein Gedeck aus zwei, drei Teilen: ein Leinenläufer, eine niedrige Vase, ein Windlicht. Blumen sollten niedrig bleiben, etwa 25 bis 30 Zentimeter, damit sich alle am Tisch noch ansehen können. Mehr Ideen für den gedeckten Tisch gibt der Beitrag zur Deko im Esszimmer.

Küchenutensilien als Deko: was offen stehen darf

Die schönsten Dekoartikel in der Küche sind oft die, die du ohnehin nutzt. Ein Schneidebrett an der Wand, ein Topf mit Kellen, eine Kaffeemühle. Gebrauchsspuren und klare Formen sehen gut aus, und nichts davon muss weggeräumt werden. Was du seltener greifst, sieht in der Schublade ruhiger aus. Die Tabelle zeigt, wie du bei den üblichen Küchenutensilien entscheidest, und sie hilft auch beim Aufräumen vor dem Umzug in eine neue Küche.

Wer eine Kaffeestation einrichten möchte, findet im Beitrag zum Kaffeebar-Schrank ein Beispiel, wie Geräte und Tassen als eigene Ecke zusammenstehen. Besondere Geräte und Küchenhelfer, die man gern offen zeigt, stellt der Artikel über coole Küchenutensilien vor.

Checkliste Küchenutensilien für den Start

Wer neu einzieht, braucht nicht alles auf einmal. Als Grundausstattung genügen ein großer Topf, ein Stieltopf, eine Pfanne, ein scharfes Kochmesser, ein Brett, Pfannenwender und Schöpfkelle, ein Sieb, zwei Schüsseln und ein Dosenöffner. Der Rest kommt dazu, sobald du merkst, was dir fehlt. Ein Reibeisen, ein Backblech und ein Messbecher sind meist die nächsten Käufe, ein Spiralschneider oder eine Eismaschine selten.

GegenstandOffen oder wegGrund
Kaffeemaschine, WasserkocherOffen, wenn du sie täglich nutztKabel hinter dem Gerät führen, damit die Fläche ruhig bleibt.
SchneidebretterOffen, an die Wand gelehntSie trocknen dort besser als im Schrank.
Kellen und LöffelOffen im Topf, nicht neben dem KochfeldFett sammelt sich im Topf, darum alle paar Wochen mit auswaschen.
BrotkastenOffenEr sieht gut aus und ist ohnehin täglich im Gebrauch.
GewürzeWeg, im Schrank oder in der SchubladeLicht und Wärme lassen das Aroma schneller nachlassen.
Schäler, Reibe, DosenöffnerWeg, in die SchubladeViele Kleinteile wirken auf der Fläche unruhig.
MesserOffen auf Magnetleiste oder im BlockDie Leiste braucht freie Wand ohne Spritzer und sichere Befestigung.

Offene Küche und kleine Küche: Deko mit Blick von der Sitzecke

In einer offenen Küche sieht man die Zeile vom Sofa aus, und die Deko muss deshalb zum Wohnraum passen. Wiederhole ein Material aus dem Wohnbereich in der Küche, zum Beispiel das Eichenholz des Esstischs als Brett oder Tablett. Dann wirkt die Küche wie ein Teil des Raums und nicht wie ein Fremdkörper. Wie du Küche und Wohnbereich sichtbar oder gar nicht trennst, behandelt der Beitrag über die offene Küche zum Wohnzimmer.

Je weniger Fläche du hast, desto weniger darf draußen stehen. In einer kleinen Küche wandert Deko in die Höhe: Reling statt Gefäßen auf der Platte, ein schmales Brett am Fenster statt einer Schale auf dem Tisch. Dort entscheidet jeder Zentimeter Arbeitsfläche, wie gern du kochst.

Die Küche mit Essplatz kannst du als eine Zone denken. Wer Küche und Essbereich im selben Raum hat, gleicht Lichtfarbe und Materialien an und findet im Artikel zum Wohn-Esszimmer Anregungen für den Übergang.

Küche dekorieren in sechs Schritten

Diese Reihenfolge schützt die Arbeitsfläche und spart Fehlkäufe, weil du erst den Alltag klärst und dann dekorierst.

  1. Arbeitsplatte leer räumen

    Nimm alles von den Flächen und stell es auf den Tisch. Erst jetzt siehst du, wie viel Raum die Küche wirklich hat, und jede weitere Entscheidung fällt dir leichter.

  2. Nur Tägliches zurückstellen

    Kaffeemaschine, Brett, Öl und Salz kommen zurück, alles andere in Schrank oder Schublade. So bleibt zwischen Spüle und Kochfeld die Fläche zum Arbeiten frei.

  3. Wand und Licht festlegen

    Miss den Fliesenspiegel aus und überleg, was dort hängen kann. Eine Leiste unter den Oberschränken macht Licht und Wanddeko zugleich, wie es der Beitrag zu Wanddeko in der Küche beschreibt.

  4. Regal und Schrank ordnen

    Alltagsgeschirr nach unten, Vorräte in Gläser, Gewürze aus dem Licht. Lass auf jedem Brett etwa ein Drittel frei.

  5. Grün und Textil ergänzen

    Ein Kräutertopf am hellsten Fenster, zwei Geschirrtücher und ein Läufer vor der Spüle. Erst das Licht entscheidet, ob eine Pflanze bleibt.

  6. Eine Woche kochen, dann nachlegen

    Koch ein paar Tage normal und beobachte, was dir im Weg steht. Was du verschiebst, gehört nicht auf die Fläche; was fehlt, kaufst du erst jetzt.

Zum Abhaken

  • Zwischen Spüle und Kochfeld sind rund 90 Zentimeter Arbeitsfläche frei.
  • Auf der Arbeitsplatte steht nur, was du täglich benutzt, oder es steht auf einem Tablett.
  • Um das Kochfeld liegen im Umkreis von etwa 30 Zentimetern keine Textilien, kein Papier und keine Kerzen.
  • Bilder an der Küchenwand haben Glas oder Acrylglas.
  • Vorratsgläser stehen nicht über dem Herd und nicht in der Sonne.
  • Kräuter stehen an einem Fenster mit mehreren Stunden Licht am Tag.
  • Unter den Oberschränken gibt es eine Leuchte, und alle Leuchtmittel haben dieselbe Lichtfarbe.

Häufige Fehler

  1. Viele Kleinteile auf der Arbeitsplatte

    Sieben kleine Gefäße sehen zufällig verteilt aus und müssen bei jedem Wischen einzeln bewegt werden. Wenige Gruppen auf einem Tablett ordnen sich selbst.

  2. Papier, Textil und Kerzen neben dem Kochfeld

    Hitze und offene Flammen machen aus Dekoration ein Risiko. Halte rund um das Kochfeld Abstand, in der Praxis ist ein Umkreis von etwa 30 Zentimetern ein sinnvoller Anfang.

  3. Gewürze und Öl im Regal über dem Herd

    Wärme und Licht lassen Aroma und Öl schneller altern. Gewürze lagern in Schublade oder Schrank, das Öl steht in Reichweite, aber nicht direkt am Kochfeld.

  4. Kräuter im dunklen Regal

    Kräuter brauchen Tageslicht, in der Regel mehrere Stunden am Fenster. In einem Regal ohne Licht werden sie lang, hell und gehen ein.

  5. Bilder ohne Glas an der Küchenwand

    Papier nimmt Fett und Feuchtigkeit auf, wellt sich und vergilbt. Glas oder Acrylglas lässt sich abwischen.

  6. Erst kaufen, dann aufräumen

    Neue Dekoartikel auf eine volle Fläche zu stellen, macht das Chaos nur dekorativer. Erst räumst du die Fläche leer, dann entscheidest du, was zurückkommt.

Häufige Fragen

Wie dekoriere ich meine Küche, ohne dass sie voll wirkt?

Räum zuerst alle Flächen leer und stell nur zurück, was du täglich nutzt. Dekoriert wird danach in wenigen Gruppen: ein Tablett mit Öl und Salz, ein Brett an der Wand, ein Kräutertopf am Fenster. Lass auf jedem Regalbrett rund ein Drittel frei. Das wirkt ruhig und bleibt abwischbar.

Was gehört als Küchendeko auf die Arbeitsplatte?

Zwei bis drei Dinge, die du ohnehin benutzt: ein Schneidebrett, eine Kaffeemaschine, eine Schale oder ein Tablett mit Öl, Salz und Pfeffermühle. Zwischen Spüle und Kochfeld sollten rund 90 Zentimeter frei bleiben. Alles, was nur dekoriert und nichts tut, gehört eher an die Wand oder auf ein Regal.

Welche Wanddeko eignet sich für die Küche?

Alles, was Fett und Dampf aushält und sich abwischen lässt: Bilder hinter Glas oder Acrylglas, eine Reling mit Kellen, Holzbretter, Emailleschilder, Wandteller. Papier ohne Scheibe und Geflecht nahe am Herd nehmen Fett auf. Zum Kochfeld halte etwa 30 Zentimeter Abstand. Mehr Ideen findest du in der Übersicht zur Wanddeko in der Küche.

Wie dekoriere ich eine moderne Küche?

Mit wenigen Dingen, klaren Formen und zwei bis drei Materialien. Weiße Fronten wirken mit Holz und einem schwarzen oder farbigen Akzent weicher, ohne dass die Küche unruhig wird. Setz die Dekoartikel in Gruppen zusammen statt einzeln und halte die Arbeitsfläche frei. Mehr Material bedeutet nicht mehr Wirkung.

Wie dekoriere ich ein Küchenregal?

Stell Schweres und Alltägliches nach unten und in Griffhöhe, oben Körbe und selten genutzte Platten. Zwischen dem Geschirr braucht jedes Brett Lücken für eine Pflanze, ein angelehntes Brett oder ein paar Schalen. Etwa ein Drittel Freiraum pro Brett lässt das Regal geordnet wirken. Das Regal sollte nicht direkt neben dem Herd stehen.

Wie dekoriere ich den Küchenschrank und wie räume ich ihn richtig ein?

Was du täglich brauchst, steht zwischen Hüfte und Schulter, schweres Geschirr unten, leichte Dosen oben. Töpfe lagern nahe am Herd, Gläser nahe an der Spüle. Hat der Schrank Glastüren, zeigt er nur Geschirr, das du gern siehst. Ein LED-Band im Inneren hebt es abends hervor.

Wie dekoriere ich eine weiße Küche?

Weiß wirft viel Licht zurück und kann kühl wirken. Holz, Leinen und Keramik in Naturtönen machen sie wärmer, ein einzelner Akzent in Rostrot, Dunkelgrün oder Schwarz gibt Kontur. Bleib bei einem Akzent, sonst verliert die ruhige Fläche ihren Vorteil. Warmweißes Licht von unter den Oberschränken verstärkt die Wärme.

Welche Pflanzen und Kräuter passen in die Küche?

Kräuter wie Basilikum, Thymian, Rosmarin und Schnittlauch brauchen viel Tageslicht und gehören ans hellste Fenster. Wer kaum Licht hat, nimmt Efeutute, Grünlilie oder Bogenhanf, die mehr aushalten. Achte darauf, dass Töpfe nicht über einem Heizkörper austrocknen und kein Wasser im Übertopf steht.

Wohin mit Kochbüchern in der Küche?

Behalte die fünf bis zehn Bücher, aus denen du häufig kochst, im Regal am Rand der Zeile oder auf einem Ständer, mit etwas Abstand zum Kochfeld. Dampf und Spritzer schaden Papier. Alle anderen Kochbücher kannst du im Wohnzimmerregal unterbringen und bei Bedarf in die Küche holen.

Wo finde ich schöne Dekoartikel für die Küche, ohne viel auszugeben?

Oft liegt das Beste schon im Haus: ein Holzbrett, ein Steinguttopf für Kellen, Gläser als Vorratsgefäße. Dazu kommen Flohmarkt, Haushaltswarengeschäft und Online-Shop. Prüfe bei jedem Stück, ob es Fett abwischen lässt und Spülmaschine oder Handwäsche verträgt. Wähle lieber wenige Teile aus einem Material als viele aus verschiedenen.

Wie weit muss Küchendeko vom Herd entfernt sein?

Eine feste Zahl gibt es dafür nicht, aber rund 30 Zentimeter um das Kochfeld herum sind ein sinnvoller Anfang. Papier, Textilien und Kerzen gehören nicht in diesen Bereich, Holzlöffel und Kellen im Topf besser auch nicht. Für den Abzug und die Haube gelten die Angaben des Herstellers.

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