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Praktisch wohnen, ruhig leben

Praktisch

Ordnung & Stauraum: aussortieren, verstauen und Ordnung halten

Ordnung entsteht weniger durch neue Boxen als durch eine feste Reihenfolge: erst aussortieren, dann Gleiches zusammenlegen, dann jedem Ding einen Platz dort geben, wo du es benutzt, und erst zum Schluss messen und kaufen. Was du täglich brauchst, gehört zwischen Hüfte und Schulter, Schweres nach unten, Seltenes nach oben. Fang mit einer einzigen Schublade an, die du jeden Tag öffnest.

Offenes Eichenregal im Flur mit Körben unten, Büchern und Schlüsselschale in Griffhöhe und grauen Boxen oben
Schweres unten, Tägliches in Griffhöhe, Seltenes oben: Die Aufteilung folgt dem Körper, nicht dem Möbelstück.

Zu viel, falsch verteilt oder ohne festen Platz: woran es bei dir hakt

Ein Flur, in dem sich Schuhe und Taschen stapeln, ein Schrank, aus dem beim Öffnen ein Pullover rutscht, ein Keller voller Kartons: Das sieht nach demselben Problem aus, hat aber meist eine von drei Ursachen. Entweder besitzt du mehr, als der vorhandene Platz fassen kann. Oder der Platz ist da, liegt aber an der falschen Stelle, in der falschen Höhe oder in einer Tiefe, in der Dinge verschwinden.

Die dritte Ursache fällt am wenigsten auf: Dinge ohne festen Ort wandern jeden Tag ein Stück weiter, vom Esstisch auf die Kommode und von dort auf den Stuhl. Ein neues Regal löst keine der drei Ursachen von allein. Bei zu viel Bestand verschiebt es das Problem um ein paar Wochen, bei schlecht verteiltem Stauraum hilft oft schon das Umsetzen von Fachböden, und wo feste Plätze fehlen, braucht es eine Ablage an der richtigen Stelle statt einer weiteren Kiste.

Die Tabelle hilft dir, dein Muster zu erkennen, bevor du Ordnung schaffst. Ist vor allem der Kleiderschrank voll, lies nach dem Aussortieren, wie du ihn so einräumst, dass du jedes Teil siehst. Wohnst du auf wenigen Quadratmetern, hilft dir der Überblick über das Einrichten kleiner Räume, weil dort Grundriss, Möbelmaße und Stauraum zusammen geplant werden.

Woran du es merkstDie eigentliche UrsacheWomit du anfängst
Der Schrank ist voll, getragen wird immer dasselbezu viel Bestand, nicht zu wenig Platzaussortieren, bevor du Einsätze oder Boxen kaufst
Zwei Tage nach dem Aufräumen sind die Flächen wieder vollDinge ohne festen Platz oder mit einem Platz weit weg vom Gebraucheine Ablage dort einrichten, wo die Dinge ohnehin landen
Du kaufst Dinge doppelt, weil du sie nicht findestdieselbe Sorte an mehreren Orten, Kisten ohne Aufschriftalles einer Sorte an einem Ort sammeln und beschriften
Unten stapelt es sich, oben ist LuftFachhöhen passen nicht zum InhaltFachböden umsetzen, Zwischenböden oder Regaleinsätze nutzen
Hinten im Schrank liegt VergessenesFächer, deren hintere Hälfte du nicht siehstAuszüge, Körbe zum Herausziehen oder flachere Regale
Im Keller stehen Kartons, die seit dem Umzug zu sindvertagte EntscheidungenKartons öffnen, aussortieren, den Rest mit Datum versehen
Kabel und Ladegeräte liegen in jedem ZimmerTechnik ohne festen Ladeplatzeinen Ladeplatz einrichten, Netzteile beschriften

Die Reihenfolge, die hält: aussortieren, zuordnen, messen, kaufen

Die häufigste Abkürzung beim Aufräumen ist der Kauf von Boxen. Er fühlt sich nach Fortschritt an, aber wer vor dem Aussortieren kauft, kauft für einen Bestand, den es bald nicht mehr gibt, und in Maßen, die selten zum Fach passen. Die Reihenfolge, die funktioniert, ist für eine Schublade dieselbe wie für einen ganzen Keller.

Zuerst entscheidest du, was bleibt. Dann legst du Gleiches zu Gleichem, denn eine Gruppe lässt sich verstauen, zwanzig verstreute Einzelteile nicht. Danach bekommt jede Gruppe einen Platz dort, wo du sie benutzt, und in einer Höhe, die dazu passt, wie oft du sie brauchst.

Erst jetzt misst du Fächer und Schubladen innen aus und kaufst, was noch fehlt. Das ist meist weniger, als du am Anfang gedacht hast, weil nach dem Aussortieren Platz frei wird. Dieselbe Logik gilt beim Einrichten, vom leeren Zimmer bis zur Deko; dazu passt der Überblick, in welcher Reihenfolge du eine Wohnung einrichtest.

Nach Räumen oder nach Kategorien?

Du kannst Raum für Raum vorgehen oder Kategorie für Kategorie, also erst die gesamte Kleidung der Wohnung, dann alle Bücher, dann alle Papiere. Der zweite Weg ist der Kern der Aufräummethode von Marie Kondo und hat einen praktischen Grund: Erst wenn alle Scheren auf einem Tisch liegen, siehst du, dass es fünf sind. Raum für Raum passt besser, wenn du nur einzelne Abende hast, weil am Ende jedes Abends ein Bereich fertig ist.

Wie viel auf einmal

Plane in Einheiten, die du an einem Stück abschließt: eine Schublade, ein Fach, ein Regal. Ein halb ausgeräumter Schrank, dessen Inhalt über Nacht auf dem Bett liegt, ist der Moment, an dem viele aufgeben. Fang dort an, wo du das Ergebnis jeden Tag siehst, etwa bei der Schublade neben dem Herd oder der Ablage im Flur.

SchrittWas du tustWarum an dieser Stelle
1. Aussortierenjede Kategorie einmal ganz durchgehenErst danach weißt du, wie viel Platz du brauchst.
2. GruppierenGleiches zu Gleichem: Werkzeug, Kabel, Papiere, GeschenkpapierEine Gruppe bekommt einen Platz, Einzelteile verteilen sich.
3. Plätze verteilenjede Gruppe dorthin, wo sie benutzt wird, in passender HöheEin Platz am Ort des Gebrauchs wird auch im Alltag eingehalten.
4. MessenFächer, Nischen und Schubladen innen ausmessenBehälter, die nicht passen, verschenken Platz an den Rändern.
5. Kaufennur, was jetzt noch fehltVorher kaufst du für Dinge, die du gerade aussortierst.
6. BeschriftenEtiketten auf Kisten und FachkantenSo wissen auch andere im Haushalt, wo etwas zurückgehört.

Aussortieren: Fragen, die beim Entscheiden helfen

Ob du etwas brauchst, beantwortest du fast immer mit Ja, weil man fast alles irgendwann brauchen könnte. Hilfreicher sind Fragen mit einer überprüfbaren Antwort: Wann hast du es zuletzt benutzt, würdest du es heute noch einmal kaufen, und wüsstest du, wo es liegt, wenn du es morgen brauchst?

Die verbreitete Ein-Jahres-Regel, nach der gehen darf, was zwölf Monate unbenutzt war, ist eine Gewohnheit, kein Gesetz. Sie funktioniert bei Kleidung und Küchengeräten, weil ein Jahr jede Jahreszeit und die meisten Anlässe einmal abdeckt. Für Werkzeug, Notfallsachen, Dokumente und Erinnerungsstücke taugt sie nicht.

Fang mit dem an, woran wenig hängt: Handtücher, Vorräte, alte Ladekabel. Dabei übst du das Entscheiden, bevor du bei Fotos und Briefen ankommst. Für Unentschiedenes hilft eine Kiste mit Datum, denn was darin ein halbes Jahr lang niemand vermisst hat, darf gehen, ohne dass du noch einmal hineinschaust.

Bei Kleidung bringt ein einfacher Test Klarheit: Häng alle Bügel verkehrt herum auf und dreh jeden erst um, wenn du das Teil getragen hast. Was nach einer Saison noch verkehrt hängt, hast du nicht vermisst; wie es danach weitergeht, zeigt die Anleitung, den Kleiderschrank Teil für Teil auszumisten.

Papiere: was bleibt und wie lange

Bei Papieren entscheidet eine Frist, nicht der Geschmack. Urkunden, Zeugnisse und Nachweise für die Rente bewahrst du dauerhaft auf, Versicherungspolicen so lange, wie der Vertrag läuft. Kaufbelege brauchst du, solange die Gewährleistung gilt, bei neuer Ware in der Regel zwei Jahre, und Rechnungen von Handwerkern für Arbeiten an Wohnung oder Haus musst du auch als Privatperson zwei Jahre aufheben.

Kassenbons auf Thermopapier verblassen, darum fotografierst du wichtige gleich nach dem Kauf. Für Steuerunterlagen und Verträge gelten je nach Lage unterschiedliche Fristen; im Zweifel fragst du bei einer Steuerberatung oder Verbraucherzentrale nach, bevor du etwas vernichtest.

Was gehen darfWohin damitWorauf du achtest
Tragbare Kleidung und SchuheSecondhandladen, Kleiderkammer, Altkleidercontainergewaschen abgeben, Schuhe paarweise zusammenbinden
Kaputte Textilienje nach Gemeinde Textilsammlung oder Restmülldie örtliche Abfallberatung sagt, was bei dir gilt
ElektrogeräteWertstoffhof, Rücknahme im Handelherausnehmbare Batterien und Akkus vorher entfernen
Batterien und AkkusSammelbox im Handel, WertstoffhofPole von Lithium-Akkus mit Klebeband abkleben
Bücheroffener Bücherschrank, Antiquariat, Verkaufnur weitergeben, was sauber und lesbar ist
Möbelverschenken, verkaufen, SperrmüllSperrmüll meist vorher anmelden
Papiere mit persönlichen DatenAktenvernichter, dann AltpapierKontoauszüge und Briefe mit Adresse nie im Ganzen wegwerfen
Medikamenteje nach Gemeinde Restmüll, Schadstoffsammlung oder Apothekenie in Toilette oder Spüle

Ein fester Platz für jedes Ding: nah am Gebrauch, in der richtigen Höhe

Ein Platz funktioniert, wenn er dort liegt, wo du das Ding benutzt, und wenn du es mit einem Handgriff erreichst. Die Schere gehört in die Küchenschublade neben das Schneidebrett, nicht in die Bastelkiste im Flur, und der Schlüssel braucht eine Schale direkt an der Wohnungstür. Je weiter der Weg zum richtigen Platz, desto öfter bleibt etwas dort liegen, wo es gerade benutzt wurde.

Die Höhe entscheidet mit. Zwischen Hüfte und Schulter, bei Erwachsenen um 1,70 Meter also etwa 80 bis 140 Zentimeter über dem Boden, greifst du ohne Bücken und ohne Strecken; dorthin gehört, was du täglich brauchst. Schweres steht unten, weil du es aus Kniehöhe sicherer hebst als über dem Kopf, und oben bleibt Platz für Leichtes, das du selten holst.

Bist du kleiner oder größer, verschieben sich die Grenzen ungefähr um so viel, wie du von 1,70 Metern abweichst. Die dritte Regel betrifft die Zahl der Handgriffe: Was du täglich nimmst, liegt nicht unter einem Stapel und nicht hinter einem Deckel. Bei Dingen, die du einmal im Jahr holst, stört eine Box mit Deckel dagegen nicht.

Höhe (Erwachsene um 1,70 m)Was dorthin gehörtWarum
über 180 cmKoffer, Saisondeko, Erinnerungskisten, Ersatzdeckennur mit Tritt erreichbar und schlecht einsehbar, darum nur Leichtes, das du selten holst
140 bis 180 cmGläser, Bücher, Vorräte, was du jede Woche brauchstin Augenhöhe gut zu sehen, über Schulterhöhe hebst du aber nur Leichtes bequem
80 bis 140 cmTeller, Tassen, Pullover, Unterwäsche, Ladekabelzwischen Hüfte und Schulter greifst du ohne Bücken und ohne Strecken
40 bis 80 cmTöpfe, Schuhe, Ordner, Bettwäschemit leichtem Bücken erreichbar; Schubladen sind hier praktischer als Türen, weil sie den Inhalt nach vorn holen
unter 40 cmGetränkekisten, Werkzeugkoffer, Vorratskisten, Spielzeug für kleine KinderSchweres hebst du aus der Hocke sicherer als von oben, und für Kleinkinder ist das die eigene Griffhöhe
Regal 110 × 220 cm: welche Höhe wofür
Schwer und seltenSchwer und oftTäglichWöchentlichSelten und leicht80 bis 140 cm täglichab 180 cm mit Tritt250 cm

Die Zonen gelten für Erwachsene um 1,70 Meter. Zwischen 80 und 140 Zentimetern liegt, was du täglich greifst, Schweres steht in den unteren Fächern, und über 180 Zentimetern bleibt nur, was leicht ist und selten gebraucht wird.

  • 1. Schwer und selten: 110 × 40 cm
  • 2. Schwer und oft: 110 × 40 cm
  • 3. Täglich: 110 × 60 cm
  • 4. Wöchentlich: 110 × 40 cm
  • 5. Selten und leicht: 110 × 40 cm
  • 80 bis 140 cm täglich
  • ab 180 cm mit Tritt

Stauraum, den du schon hast, aber nicht nutzt

Bevor ein neues Möbelstück dazukommt, lohnt der Blick auf Flächen, die schon da sind und nichts aufnehmen. In vielen Schränken steht über dem Pulloverstapel eine Handbreit Luft, in vielen Regalen ist ein Fach doppelt so hoch wie das, was darin steht. Die meisten Regale und Schränke haben Lochreihen, in denen du Fachböden ohne Werkzeug umsetzt, und ein Regaleinsatz macht aus einem hohen Fach zwei.

Tiefe ist das zweite Thema. Ein 60 Zentimeter tiefer Unterschrank hat eine hintere Hälfte, an die du nur auf Knien kommst, und dort steht, was du vergessen hast. Auszüge, Körbe zum Herausziehen oder ein flacheres Regal holen diese Hälfte nach vorn.

Dann gibt es Flächen, die gar nicht nach Stauraum aussehen: das Wandstück über der Zimmertür, die Innenseite von Schranktüren, die Lücke zwischen Schrank und Decke, der Boden unter dem Bett. Für Rollboxen unter dem Bett misst du die freie Höhe unter dem Rahmen und ziehst zwei Zentimeter ab: So hoch darf die Box höchstens sein, damit sie nicht klemmt. In Nischen und unter Dachschrägen passt selten ein fertiges Möbelstück, dort lohnt ein Regal nach Maß.

OrtWas dort Platz findetWorauf du achtest
Über der Zimmertürein durchgehendes Brett für Bücher und Kisten mit selten GebrauchtemKonsolen in eine tragfähige Wand dübeln, über dem Brett Luft für die Kisten lassen
Innenseite von Schrank- und ZimmertürenHaken und flache Körbe für Deckel, Gürtel, Putzmitteldie Tür muss trotzdem ganz schließen, Fachkanten dahinter mitmessen
Auf dem SchrankKoffer und Kisten mit Saisonkleidunggeschlossene Boxen gegen Staub, gleich hohe Kisten sehen ruhiger aus
Unter dem BettBettwäsche, Saisonkleidung, Geschenkpapierfreie Höhe messen, Rollboxen mit Deckel gegen Staub
Nische, Ecke, DachschrägeRegal oder Schrank nach Maßfertige Möbel passen selten, Selbstbau oder Schreiner prüfen
Wand über Schreibtisch oder ArbeitsplatteLeisten, Wandregale, Magnetleistenur, was du dort benutzt, sonst wird die Wand zur Ablage

Fachtiefen und Fachhöhen: was wo hineinpasst

Viele Ordnungsprobleme in Schränken sind Maßprobleme. Ein Fach, das deutlich tiefer ist als sein Inhalt, lädt zur zweiten Reihe ein, und was in der zweiten Reihe steht, siehst du nicht mehr. Ein Fach, das zu niedrig ist, zwingt dich, Dinge hinzulegen statt hinzustellen, und das unterste Teil eines Stapels ziehst du dann nur noch mit einem Ruck heraus.

Die Tabelle nennt übliche Maße, nach denen du Fachböden einstellst oder ein neues Möbelstück aussuchst. Miss deine eigenen Dinge trotzdem nach, denn Teller, Ordner und Schuhe weichen je nach Hersteller um einige Zentimeter ab. Als Faustregel lässt die Fachtiefe dem Inhalt ein paar Zentimeter Luft, die Fachhöhe so viel, dass deine Hand über das Teil greifen kann.

Wer neu kauft, vergleicht Innenmaße, nicht Außenmaße, denn Rückwand, Seiten und Türen nehmen bei einem Schrank zusammen mehrere Zentimeter. Wie du vor dem Kauf erst die Situation klärst und dann das Möbelstück wählst, zeigt die Kaufberatung fürs Zuhause.

Was du verstaustÜbliche GrößeFachtiefeLichte Fachhöhe
Kleidung auf Bügeln, Stange querBügel 40 bis 45 cm breitinnen um 55 cm, Schränke außen meist um 60 cmkurze Teile um 100 cm, Mäntel und lange Kleider 140 bis 170 cm
Kleidung auf einer AuszugsstangeBügel hängen hintereinanderab etwa 35 cm, innen mindestens 45 cm breitwie bei der Stange quer
Gefaltete Pullover und Shirtsgefaltet etwa 25 bis 30 cm breit35 bis 40 cmStapelhöhe plus eine Handbreit
SchuheErwachsene rund 25 bis 32 cm langRegal 30 bis 35 cm, Schuhkipper oft unter 30 cmHalbschuhe 15 bis 20 cm, Stiefeletten 25 bis 30 cm, hohe Stiefel 45 bis 55 cm
Romane und Taschenbücher12 bis 16 cm breitum 20 cm22 bis 26 cm
Bildbände24 bis 30 cm breit30 bis 35 cmum 35 cm
Aktenordnerrund 29 cm tief und 32 cm hochmindestens 30 cm33 bis 35 cm
Esstellermeist 26 bis 28 cm, große gut 30 cmab 30 cm, für große Teller 35 cmStapelhöhe plus eine Handbreit
Dosen und Vorratsgläser7 bis 10 cm Durchmesser15 bis 20 cm für eine Reihe, tiefer nur mit Auszug20 bis 25 cm
GetränkekistenGrundfläche meist 40 × 30 cm40 cm, am besten auf dem Bodenum 35 cm
Handgepäckkofferum 55 × 40 × 20 cmauf dem Schrank 40 cmliegend unter dem Bett ab etwa 25 cm

Kleidung: Schrank, Kommode oder offene Stange

Kleidung ist in den meisten Wohnungen der größte Posten, und sie stellt die meisten Ansprüche. Hemden, Blusen, Kleider, Sakkos und Mäntel hängst du, damit sie nicht knittern. Strick legst du, weil das Gewicht eines Pullovers auf dem Bügel an den Schultern zieht und Beulen hinterlässt.

In Schubladen hilft es, gefaltete Teile hochkant hintereinanderzustellen, statt sie zu stapeln. Dann siehst du von oben jedes Teil, und das unterste Shirt kommt genauso oft dran wie das oberste. Wie du Stangen, Fächer und Schubladen aufteilst, damit diese Ordnung bleibt, steht im Beitrag über die Ordnung im Kleiderschrank.

Ein Schrank ist nicht die einzige Lösung. Eine offene Kleiderstange zeigt alles auf einen Blick und braucht keinen Raum für aufschwingende Türen, staubt aber ein und verlangt einen Bestand, den du gern ansiehst. Eine Kommode reicht für alles Gefaltete, und ein Vorhang vor einer Nische macht aus Stange und Brettern einen Schrank, der in einer Mietwohnung ohne großen Umbau auskommt.

Welche Variante zu deinem Zimmer passt, hängt vor allem vom Platz davor ab, den die Tabelle mitnennt. Passt gar kein Schrank ins Zimmer, lohnt der Blick darauf, was statt eines Kleiderschranks infrage kommt.

VarianteGut fürPlatz davorWas du in Kauf nimmst
Schrank mit Drehtürenviel Kleidung, staubfrei hinter Türenrund 1 m, damit die Tür aufgeht und du davorstehen kannstTüren brauchen Schwenkraum, ein enges Zimmer wird enger
Schrank mit Schiebetürenschmale Zimmer, Schrank direkt neben dem Bett60 bis 70 cm zum Davorstehenimmer nur ein Teil offen, die Schienen müssen sauber bleiben
KommodeGefaltetes, Unterwäsche, AccessoiresSchubladentiefe plus Platz zum Stehen, zusammen etwa 90 cmnichts zum Aufhängen, die Fläche oben wird gern zur Ablage
Offene Kleiderstangekleiner Bestand, Teile, die du oft trägst60 bis 70 cm zum DurchsehenKleidung staubt ein, alles ist immer sichtbar
Vorhang vor einer NischeMietwohnung, Nische oder Raumecke, kleines Budgetkaum, der Vorhang schwingt nicht aufStoff hält Staub nur zum Teil ab
Haken und GarderobenleisteGetragenes, das noch nicht in die Wäsche musskaum, mit Jacke steht ein Haken rund 30 cm abmehr als zwei Teile pro Haken, und keiner findet etwas

Kleine Dinge: Schuhe, Taschen, Schmuck und Kabel

Kleine Dinge machen einen großen Teil der sichtbaren Unordnung aus, weil sie viele verschiedene Formen haben und sich in jeder Ecke sammeln. Für alle gilt dasselbe Prinzip: kleine, unterteilte Plätze, auf denen jedes Teil sichtbar liegt. Eine große Kiste für alles ist hier der sicherste Weg, Dinge zu verlieren.

Schuhe

Schuhe räumst du erst weg, wenn sie trocken sind, sonst bleiben Feuchtigkeit und Geruch im Schrank. Im Flur stehen nur die Paare, die du gerade trägst, der Rest der Saison wandert in Boxen unter das Bett oder auf den Schrank. Ist der Flur schmal, helfen flache Lösungen, mit denen Schuhe auch auf wenig Platz unterkommen.

Taschen

Handtaschen aus Leder behalten ihre Form, wenn sie stehend lagern und mit Seidenpapier oder einem alten Schal ausgestopft sind. Dauerhaft am Henkel aufgehängt, ziehen schwere Taschen ihre Griffe lang, und in Plastikhüllen kann sich Feuchtigkeit stauen, während ein Staubbeutel aus Baumwolle Luft durchlässt. Ideen für die Aufbewahrung von Handtaschen zeigen, wie sie dabei griffbereit bleiben.

Schmuck

Silber läuft an, weil es mit Schwefelverbindungen aus der Luft reagiert; in einem kleinen, gut schließenden Beutel oder einer Dose bleibt es länger hell. Ketten hängen besser, als dass sie liegen, sonst verknoten sie sich, und Ringe und Ohrstecker brauchen kleine Fächer oder Schlitze, in denen sie einzeln liegen. Wie das auf wenig Fläche aussieht, zeigen die Ideen zur Schmuckaufbewahrung.

Kabel und Ladegeräte

Ladekabel verteilen sich, weil Geräte dort geladen werden, wo gerade eine Steckdose frei ist. Ein fester Ladeplatz, an dem Telefon, Kopfhörer und Powerbank liegen, bündelt das an einer Stelle, und ein Streifen Klebeband mit Aufschrift am Netzteil verrät noch Jahre später, welches Kabel zu welchem Gerät gehört. Damit der Ladeplatz nicht selbst zum Kabelsalat wird, hilft es, Kabel hinter Möbeln und an der Wand verschwinden zu lassen.

Boxen, Körbe und Einsätze: welcher Behälter wofür taugt

Ein Behälter hat zwei Aufgaben: Er hält eine Gruppe zusammen, und er schützt sie vor Staub, Feuchtigkeit oder Blicken. Welche Aufgabe wichtiger ist, hängt vom Ort ab. Im Wohnzimmerregal zählt, dass du schnell hineingreifst und der Inhalt nicht unruhig aussieht, im Keller, dass nichts Feuchtigkeit zieht.

Durchsichtige Aufbewahrungsboxen zeigen den Inhalt, wirken in einem offenen Regal aber schnell bunt. Geschlossene Körbe sehen ruhig aus und verbergen, was darin liegt, darum funktioniert ein Korb am besten mit genau einer Kategorie. Miss das Fach innen, bevor du kaufst: Zwei Boxen, die zusammen zwei Zentimeter zu breit sind, passen nicht nebeneinander.

Gleiche Behälter in einer Reihe wirken aufgeräumter als fünf verschiedene, auch wenn der Inhalt derselbe ist. Das ist Geschmack, keine Regel. Wer lieber mit Vorhandenem anfängt, nimmt Schuhkartons, Gläser und Dosen und tauscht sie später aus, wenn klar ist, welche Größen sich bewährt haben.

Beschrifte die Seite, die du im Regal siehst, nicht den Deckel. Gestapelt sind Deckel unsichtbar, und eine Aufschrift, die du erst nach dem Herunterheben liest, hilft beim Suchen nicht.

BehälterGut fürWeniger gut fürWorauf du achtest
Kunststoffbox mit DeckelKeller, Dachboden, Saisonkleidung, alles, was staubfrei bleiben sollDinge, die du täglich brauchst: Der Deckel ist ein Handgriff zu vieldurchsichtig oder beschriftet, Deckel stapelfest
KartonUmzug, kurze Lagerung in trockenen RäumenKeller: Pappe zieht Feuchtigkeit, wird weich und lockt Papierfischchen annie direkt auf den Boden stellen
Korb aus Rattan, Seegras oder Filzoffene Regale, Decken, Spielzeug, ZeitschriftenKleinteile, die nach unten rutscheneine Kategorie pro Korb, weil du den Inhalt nicht siehst
StoffboxKleidung, Textilien, KinderzimmerSchweres, feuchte Räumemit fester Einlage, sonst sackt sie zusammen
SchubladeneinsatzBesteck, Kabel, Kosmetik, SchreibkramInhalt, der oft wechseltSchublade innen messen, auch die Höhe
VakuumbeutelKleidung und Decken, die monatelang liegenDaunen und Wolle über lange Zeit, sie können danach schlechter aufbauschennur sauber und ganz trocken einpacken
Glas mit SchraubdeckelMehl, Reis, Nudeln, Nüssehohe Fächer, weil es schwer und zerbrechlich istdicht verschlossen kommen Lebensmittelmotten weder hinein noch hinaus

Keller, Dachboden und Abstellraum: was wo lagern darf

Lagerräume unterscheiden sich weniger in der Größe als im Klima, und das Klima entscheidet, was dort heil bleibt. Ein Keller im Altbau ist kühl und oft feucht, ein Dachboden im Sommer heiß und im Winter kalt, ein Abstellraum in der Wohnung so warm und trocken wie die Zimmer daneben. Was empfindlich ist, gehört deshalb nicht dorthin, wo gerade Platz ist, sondern dorthin, wo es trocken und gleichmäßig temperiert ist.

Im Keller stellst du nichts direkt auf den Boden. Ein unterstes Regalfach etwa 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden schützt vor Bodenfeuchte und vor Wasser, falls einmal etwas ausläuft, und an Außenwänden lassen 5 bis 10 Zentimeter Luft hinter dem Regal die Wand abtrocknen. Gelüftet wird ein kühler Keller im Sommer nachts oder früh am Morgen, weil warme Tagesluft an den kalten Wänden kondensiert und den Keller feuchter macht statt trockener.

In einem Mehrfamilienhaus gelten Hausordnung und Brandschutz: Kellergänge sind oft Fluchtweg und bleiben frei, und Gasflaschen für den Grill gehören nie in den Keller, weil Flüssiggas schwerer ist als Luft und sich am Boden sammelt. Ist das Abteil schon voll, hilft eine Anleitung, wie du einen Keller in Etappen aufräumst.

LagerortKlimaGut aufgehobenBesser nicht dort
Keller im Altbaukühl, oft feucht, im Sommer Kondenswasser an kalten WändenGetränke, Konserven, Werkzeug, Gartengeräte, Dinge aus Kunststoff und GlasKleidung, Polster, Matratzen, Leder, Papier, Fotos, Elektronik
Keller im Neubaumeist trockener und gleichmäßigerdas meiste in geschlossenen KunststoffboxenUnersetzliches wie Fotos und Originaldokumente
Dachbodentrocken, im Sommer heiß, im Winter kaltKoffer, Kisten mit Spielzeug, Deko ohne WachsKerzen, Fotos, Elektronik und Akkus, Wandfarbe und Lacke, Lebensmittel
Abstellraum in der Wohnungwarm, trocken, gleichmäßigPapiere, Elektronik, Textilien, VorräteReifen, Gartengeräte und alles, was Erde oder Geruch mitbringt
Garagestaubig, starke TemperaturschwankungenReifen, Fahrräder, Gartengeräte, WerkzeugTextilien, Matratzen, Polster, Papier

Regale und Schränke: selbst bauen, kaufen und sicher befestigen

Ein Regal selbst zu bauen lohnt sich dort, wo fertige Maße nicht passen: in Nischen, unter Dachschrägen, über Türen oder wenn du eine ungewöhnliche Tiefe brauchst, etwa 20 Zentimeter für eine Reihe Bücher im schmalen Flur. Für Standardmaße ist ein gekauftes Regal meist schneller aufgebaut. Anregungen dafür sammeln die Ideen für Regale, die du selbst baust.

Ob gekauft oder gebaut, ein Regalbrett biegt sich unter Last durch, und zwar mit wachsender Spannweite überproportional. Bei gleichmäßig verteilter Last wie einer Reihe Bücher bedeutet die doppelte Spannweite rund die sechzehnfache Durchbiegung, ein doppelt so dickes Brett dagegen nur ein Achtel davon.

Spanplatte gibt unter Dauerlast mit den Jahren zusätzlich nach, Massivholz und Multiplex deutlich weniger. Ein langes Bücherbrett bekommt deshalb eine Mittelstütze, eine hochkant geleimte Leiste unter der Vorderkante oder mehr Stärke.

Hohe Regale und Schränke sicherst du an der Wand, auch wenn sie stabil wirken. Kippen kann ein Möbelstück, wenn oben Schweres steht, mehrere Schubladen gleichzeitig offen sind oder ein Kind daran hochklettert. In einer Mietwohnung gelten Dübellöcher für Regale und Kippsicherungen in üblichem Umfang in aller Regel als normaler Gebrauch der Wohnung; ob du sie beim Auszug schließen musst, regelt der Mietvertrag.

Ordnung halten: Gewohnheiten, die wenig Zeit kosten

Ordnung hält nicht durch eine große Aktion im Jahr, sondern durch Plätze, an denen Dinge wie von selbst landen. Der wichtigste liegt an der Wohnungstür: eine Schale für Schlüssel, ein Haken für die Tasche, ein Fach für Post. Was dort ankommt, verteilt sich sonst auf Esstisch, Kommode und Sofa.

Viele Haushalte kommen mit zwei Gewohnheiten weit. Bei „eins rein, eins raus“ geht für jedes neue Teil ein altes, damit der Bestand nicht wieder wächst. Eine kurze Runde am Abend bringt zurück, was tagsüber liegen geblieben ist, und sie bleibt kurz, solange jedes Ding einen Platz hat.

Ordnung und Putzen hängen zusammen: Freie Flächen wischst du in einem Zug, volle erst nach dem Abräumen, und darum werden sie seltener sauber. Wie ein Putzplan für die ganze Wohnung aussehen kann, nach Räumen oder nach Tätigkeiten, steht im Bereich Reinigung und Pflege.

Bettwäsche im Kreislauf

Bettwäsche lässt sich als Set lagern: Bezug und Laken gefaltet in den passenden Kissenbezug, dann liegt beim Wechseln alles zusammen, und im Schrank gibt es keine losen Einzelteile. Mit zwei Garnituren pro Bett ist eine im Schrank, während die andere auf dem Bett oder in der Wäsche ist. Wie die Decke ohne Gezerre in den Bezug kommt, zeigt die Anleitung, wie du ein Bett beziehst.

Häufige Fehler

  1. Boxen kaufen, bevor aussortiert ist

    Wer zuerst kauft, kauft für einen Bestand, der gleich kleiner wird, und in Maßen, die er noch nicht kennt. Am Ende stehen halbleere Boxen im Schrank, oder sie passen um zwei Zentimeter nicht ins Fach.

  2. Tiefe Fächer ohne Auszug vollstellen

    Was in der zweiten Reihe steht, siehst du nicht mehr, und was du nicht siehst, kaufst du doppelt. Ein Auszug, ein Korb zum Herausziehen oder ein flacheres Regal hält alles in einer Reihe.

  3. Dieselbe Sorte an mehreren Orten aufbewahren

    Batterien in drei Schubladen, Klebeband in Küche, Flur und Arbeitszimmer: So weißt du nie, wie viel da ist, und suchst trotzdem. Eine Sorte an einem Ort spart Suchen und Nachkaufen.

  4. Den Keller als Lager für Unentschiedenes nutzen

    Was nach unten wandert, um später entschieden zu werden, bleibt meist dort, bis Feuchtigkeit und Staub die Entscheidung abnehmen. Entscheide vor dem Tragen und versieh Unentschiedenes mit einem Datum.

  5. Ein Ordnungssystem, das mehr Handgriffe braucht als die Unordnung

    Musst du für tägliche Dinge einen Deckel abnehmen, eine Box herunterheben und ein Etikett suchen, legst du sie bald wieder obendrauf. Tägliches braucht offene Plätze, Deckel und Stapel sind für Seltenes.

  6. Hohe Möbel ohne Kippsicherung aufstellen

    Ein Regal oder Schrank kann kippen, wenn oben Schweres steht, mehrere Schubladen offen sind oder ein Kind daran hochklettert. Eine Befestigung an der Wand kostet ein paar Dübel und verhindert das.

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Häufige Fragen zu diesem Thema

Wie schaffe ich Ordnung in meiner Wohnung, wenn alles voll ist?

Fang nicht mit der ganzen Wohnung an, sondern mit einem Bereich, den du täglich siehst, etwa der Ablage im Flur oder einer Küchenschublade. Dort sortierst du aus, legst Gleiches zusammen und gibst jeder Gruppe einen Platz nah am Gebrauch. Erst wenn das hält, kommt der nächste Bereich dran, und gekauft wird ganz am Schluss.

Wie bekomme ich mehr Stauraum, ohne neue Möbel zu kaufen?

Am meisten Platz entsteht durch Aussortieren. Danach stellst du Fachböden so ein, dass sie zum Inhalt passen, und teilst hohe Fächer mit einem Einsatz. Türinnenseiten nehmen an Haken flache Dinge auf, das Wandstück über der Zimmertür trägt ein Brett für Seltenes, und unter dem Bett finden Rollboxen Platz.

Wie halte ich dauerhaft Ordnung?

Mit festen Plätzen, die nah am Ort des Gebrauchs liegen und mit einem Handgriff erreichbar sind. Dazu kommen zwei einfache Gewohnheiten: Für jedes neue Teil geht ein altes, und am Abend bringst du in wenigen Minuten zurück, was liegen geblieben ist. Eine Ablage an der Wohnungstür fängt Schlüssel, Post und Taschen ab, bevor sie sich verteilen.

Wie entscheide ich beim Ausmisten, was weg kann?

Frag nicht, ob du etwas brauchen könntest, sondern wann du es zuletzt benutzt hast und ob du es heute noch einmal kaufen würdest. Was du nicht entscheiden kannst, kommt in eine Kiste mit Datum; vermisst du daraus ein halbes Jahr lang nichts, kann der Inhalt gehen. Erinnerungsstücke nimmst du dir zuletzt vor.

Wie oft sollte man ausmisten?

Eine feste Regel gibt es nicht. Viele sehen ihre Kleidung zweimal im Jahr durch, wenn sie Sommer- und Wintersachen tauschen, weil sie die Teile dann ohnehin in der Hand haben. Küche und Bad lassen sich nebenbei aussortieren, wenn etwas leer wird, Keller und Dachboden einmal im Jahr.

Wie organisiere ich meinen Kleiderschrank?

Erst aussortieren, dann nach Kategorien ordnen: Hängendes nach Art und Länge, Gefaltetes hochkant in Schubladen, damit du jedes Teil siehst. Was du täglich trägst, liegt zwischen Hüft- und Schulterhöhe, Saisonales oben. Die Aufteilung von Stangen, Böden und Schubladen erklärt der Ratgeber, wie du deinen Kleiderschrank organisierst.

Was kann man statt eines Kleiderschranks nehmen?

Eine offene Kleiderstange, eine Kommode für alles Gefaltete, einen Vorhang vor einer Nische mit Stange und Brettern oder eine Reihe Haken für Getragenes. Welche Lösung passt, hängt davon ab, wie viel du aufhängen musst und ob dich sichtbare Kleidung stört. Mehr Varianten findest du bei den Alternativen zum Kleiderschrank.

Was ist die Aufräummethode von Marie Kondo?

Marie Kondo räumt nicht Raum für Raum auf, sondern nach Kategorien in fester Reihenfolge: Kleidung, Bücher, Papiere, Kleinkram und zuletzt Erinnerungsstücke. Behalten wird, was dir Freude macht, und Kleidung wird so gefaltet, dass sie in der Schublade steht. Wie das im Einzelnen abläuft, beschreibt der Beitrag über Marie Kondo und ihre Methode.

Wie bewahrt man Bettwäsche platzsparend auf?

Als Set: Bettbezug und Laken gefaltet in einen der dazugehörigen Kissenbezüge stecken. So liegt beim Wechseln alles beisammen, und im Schrank gibt es keine losen Einzelteile, die umkippen. Zwei Garnituren pro Bett reichen den meisten, eine im Schrank und eine auf dem Bett oder in der Wäsche.

Welche Boxen eignen sich für den Keller?

Geschlossene Kunststoffboxen mit Deckel, am besten durchsichtig oder gut beschriftet. Pappkartons ziehen im Keller Feuchtigkeit, werden weich und locken Papierfischchen an. Stell die Boxen in ein Regal statt auf den Boden, mit dem untersten Fach etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch, damit auslaufendes Wasser sie nicht erreicht.

Was darf man nicht im Keller lagern?

Gasflaschen gehören nie in den Keller, weil Flüssiggas schwerer ist als Luft und sich am Boden sammelt. In feuchten Kellern leiden Kleidung, Polster, Matratzen, Leder, Papier, Fotos und Elektronik. In Mehrfamilienhäusern regelt die Hausordnung, was in Abteilen und Gängen stehen darf, und fürs Sortieren eines vollen Abteils gibt es eine eigene Anleitung zum Aufräumen im Keller.

Wie tief sollte ein Bücherregal sein?

Für Romane und Taschenbücher reichen etwa 20 Zentimeter, für Bildbände und Aktenordner brauchst du 30 bis 35. Tiefer ist selten besser: In einem 40 Zentimeter tiefen Regal entsteht hinter den Büchern eine Lücke, in der Kleinkram verschwindet, oder eine zweite Reihe, die du nicht mehr siehst.

Wie verstaue ich Schuhe bei wenig Platz?

Im Flur bleiben nur die Paare, die du gerade trägst, alles andere wandert nach Saison in Boxen unter das Bett oder auf den Schrank. Ein flacher Schuhkipper kommt mit weniger als 30 Zentimetern Tiefe aus, weil die Schuhe darin schräg stehen. Für enge Flure gibt es weitere Wege, Schuhe bei wenig Platz zu verstauen.

Wie bewahre ich Schmuck auf, damit er nicht anläuft?

Silber läuft an, weil es mit Schwefelverbindungen aus der Luft reagiert. Ein kleiner, gut schließender Beutel oder eine Dose verlangsamt das, ein trockener Ort ebenfalls, darum ist das Bad ein ungünstiger Platz. Ketten hängen besser, als dass sie liegen; Ideen für Ringe, Ketten und Ohrringe sammelt der Beitrag zur Aufbewahrung von Schmuck.

Wie verstecke ich Kabel, ohne zu bohren?

Kabelkanäle mit Klebestreifen führen Leitungen an der Wand entlang, ein Kabelschlauch bündelt mehrere Kabel zu einem Strang, und eine Kabelbox nimmt die Steckdosenleiste auf. Unter dem Schreibtisch hält eine Kabelwanne alles vom Boden fern; sie wird an die Tischplatte geschraubt, nicht an die Wand. Ist Bohren erlaubt, gibt es noch mehr Möglichkeiten, Kabel zu verstecken.

Lohnt es sich, ein Regal selbst zu bauen?

Vor allem dann, wenn fertige Maße nicht passen: in Nischen, unter Dachschrägen, über Türen oder bei einer ungewöhnlichen Tiefe. Für Standardgrößen ist ein gekauftes Regal meist schneller aufgebaut. Plane bei Bücherbrettern die Spannweite mit, denn ein langes Brett biegt sich überproportional durch; Anregungen findest du bei den Ideen zum Regal selber bauen.

Wie bekomme ich Ordnung in meine Papiere?

Mit einem Eingangskorb, in dem alles Neue landet, und einem festen Termin pro Woche, an dem du ihn leerst: wegwerfen, erledigen oder ablegen. Abgelegt wird in Ordnern nach Lebensbereichen, etwa Wohnen, Arbeit, Gesundheit, Finanzen und Versicherungen. Kaufbelege hebst du auf, solange die Gewährleistung läuft, Handwerkerrechnungen für die Wohnung zwei Jahre.

Wohin mit Erinnerungsstücken?

Eine Kiste pro Person ist ein guter Rahmen: Was hineinpasst, bleibt, und wenn sie voll ist, wählst du aus. Große Dinge wie Kinderzeichnungen, Pokale oder Kleidungsstücke mit Geschichte kannst du fotografieren und nur ein, zwei Stücke behalten. Erinnerungsstücke kommen beim Aussortieren zuletzt, weil die Entscheidungen dort am schwersten fallen.

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