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Deko nach Jahreszeit

Deko nach Weihnachten: Winterdeko für Januar und Februar

Redaktion 51wohnen 29 Minuten Lesezeit
Drei Höhen auf einer Fläche: hohe Zweige hinten, Kerzen in der Mitte, das flache Tablett vorn, so verdeckt nichts das andere.

Welche Deko nach Weihnachten bleiben darf

Um den 6. Januar stehen in vielen Wohnungen die Kisten bereit, und mit ihnen die Frage, was hineingehört. Wer alles abräumt, sitzt in den dunklen Wochen nach den Feiertagen in einer kahlen Wohnung, und wer zu viel stehen lässt, hat im Februar noch Weihnachten auf dem Sideboard. Wie sich Deko über das ganze Jahr wandelt, zeigt der Überblick zur Deko nach Jahreszeit.

Beim Sortieren hilft eine Frage: Erzählt das Stück von einem Datum oder von einer Jahreszeit? Kugeln, Sterne, Engel, Krippe und der Adventskranz mit seinen vier Kerzen gehören zu einem Fest, das vorbei ist, darum wirken sie im Januar wie übrig geblieben. Zapfen, Zweige, Holz, Wolle und Kerzenlicht zeigen dagegen den Winter, und der dauert bis in den März.

Bei Farben ist es ähnlich: Rot, Grün und Gold zusammen sind das Erkennungszeichen von Weihnachten, jede Farbe für sich ist es nicht. Eine rostrote Wolldecke oder ein Krug mit Hagebutten wirkt im Januar winterlich, solange keine Goldschleife und keine Kugel danebenliegt. Wann die Festdeko weichen sollte, ist eher Brauch als Regel; die üblichen Termine von Neujahr bis Lichtmess erklärt der Beitrag darüber, wann Weihnachtsdeko auf- und abgebaut wird.

StückNach WeihnachtenWarum, und was daraus wird
Kugeln, Sterne, Engel, Krippein die KisteDiese Stücke verweisen auf das Fest selbst. Ein Stern im Fenster darf bis zum 6. Januar bleiben, weil er für den Stern der Heiligen Drei Könige steht.
Adventskranz, Gestecke mit KerzenabbauenVier Kerzen zählen die Adventssonntage. Den Strohrömer kannst du mit Eukalyptus oder Kiefer neu binden.
Silvesterdeko mit Gold und Glitzernach Neujahr wegKonfetti, Goldfolie und Glücksbringer gehören zu der einen Nacht und wirken am 2. Januar wie Reste.
Echter Baumraus, sobald er nadeltTrockene Nadeln brennen schnell. Zur Abholung muss er ganz abgeschmückt sein.
Künstlicher Baumkann als Winterbaum bleibenNur mit warmweißer Lichterkette und ein paar Zapfen wirkt er winterlich. Neben den ersten Tulpen passt er nicht mehr.
LichterkettenbleibenIm Januar wird es schon am späten Nachmittag dunkel. Ruhiges Warmweiß wirkt winterlich, bunte und blinkende Ketten wirken festlich.
Kerzen und WindlichterbleibenWeiß, Creme, Grau und Naturtöne passen bis Februar. Rote Kerzen nur ohne Tannengrün und Gold daneben.
Zapfen, Holz, Rinde, MoosbleibenDas Material zeigt den Winter und hält in der Heizungsluft. Moos sprühst du alle paar Tage mit Wasser an.
Tannengrün in der Vasebleibt, solange es frisch istBiegt sich eine Nadel, ist der Zweig noch gut. Bricht sie, kommt er raus.
Kissenhüllen mit WeihnachtsmotivtauschenHüllen in Strick, Wolle oder Cord ohne Motiv tragen bis März.
Weihnachtsstern, Amaryllis, GlückskleebleibenDas sind Pflanzen, keine Deko auf Zeit. Hell, ohne Zugluft und nicht über der Heizung blühen und treiben sie weiter.

Baum, Kranz und Tannengrün: woran du Trockenheit erkennst

Echtes Grün trocknet in der Wohnung schneller, als es aussieht. Winterluft, die draußen bei null Grad feucht wirkt, enthält so wenig Wasser, dass sie auf 20 Grad erwärmt nur noch auf 20 bis 30 Prozent relative Feuchte kommt. Kochen, Duschen und Atmen heben den Wert etwas an, trotzdem geben Nadeln in dieser Luft ständig Wasser ab, und ein Zweig ohne Vase kann nichts nachziehen.

Zwei Proben zeigen, wie weit es ist. Knick eine Nadel zwischen zwei Fingern: Biegt sie sich, ist der Zweig noch frisch, bricht sie mit einem leisen Knacken, ist er trocken. Streich dann einmal gegen die Wuchsrichtung über den Zweig, und wenn dabei Nadeln rieseln, hat das Grün seine Zeit hinter sich.

Wie schnell das geht, hängt von der Art ab. Fichte beginnt in warmer Luft oft schon nach etwa einer Woche zu nadeln, Nordmanntanne und Kiefer halten deutlich länger. Frisch angeschnittene Zweige bleiben in Wasser am längsten grün; wie du sie anschneidest und arrangierst, steht im Beitrag über Tannenzweige in der Vase.

Für den echten Baum gibt es einen praktischen Termin: Viele Städte und Gemeinden sammeln Weihnachtsbäume im Januar an festen Tagen ein, die im Abfallkalender stehen. Mitgenommen wird nur ein Baum ohne Lametta, Haken und Lichterkette, weil er gehäckselt und verwertet wird. Klein geschnitten passt er in vielen Orten auch in die Biotonne, für den Kaminofen taugt er dagegen nicht, weil frisches, harziges Holz qualmt und den Schornstein verrußt.

Am Adventskranz ist der Januar die heikelste Zeit. Nach Wochen im Warmen sind Grün und Gesteck trocken, und die Kerzen sind oft so weit heruntergebrannt, dass die Flamme dicht über den Nadeln steht. Nimm die Kerzen ab und heb den Strohrömer auf, er lässt sich neu binden; Anregungen für den nächsten Advent sammelt der Beitrag mit Ideen für den Adventskranz.

Winterdeko nach Weihnachten: Licht, Holz und Wolle

Dass eine Wohnung nach dem Abräumen kahl wirkt, liegt selten an den fehlenden Figuren. Im Dezember sind Lichterketten, Kerzen und beleuchtete Sterne dazugekommen, also viele kleine Lichtpunkte, die am späten Nachmittag einen großen Teil des Lichts im Raum ausmachen. Räumst du sie mit dem Rest weg, fehlt plötzlich Licht, und das fällt stärker auf als jede Kugel.

Lass deshalb das Licht stehen und nimm nur weg, was festlich daran ist. Eine Lichterkette in ruhigem Warmweiß um einen kahlen Ast in der Bodenvase ist Winterdeko, dieselbe Kette in Bunt am Fenster bleibt Weihnachten. Steht auf der Packung „extra warmweiß“, sind meist um die 2200 Kelvin gemeint, näher am Kerzenlicht als gewöhnliches Warmweiß mit 2700 bis 3000 Kelvin.

Was den Winter sonst trägt, sind Materialien mit Struktur: grobe Wolle, Strick, Filz, Holz mit sichtbarer Maserung, Keramik mit rauer Glasur, ein Schaffell auf dem Stuhl am Fenster. Bei Lampenlicht werfen solche Oberflächen feine Schatten, und der Raum wirkt bewohnt, auch wenn wenig herumsteht. Glatte, glänzende Flächen spiegeln die Lampe dagegen nur als hellen Fleck, und ein Raum voller Hochglanz wirkt im Januar kühler.

Für die Farben gibt es zwei Richtungen. Warm und erdig mit Creme, Rost, Cognac, Tannengrün und Holz gewinnt unter Lampenlicht, weil warmes Licht diese Töne noch verstärkt. Hell und kühl mit Weiß, Silber und Eisblau wirkt tagsüber frisch, abends unter warmem Licht dagegen schnell grau; mit Holz und Grün daneben bleibt es wärmer.

Auf dem Couchtisch reicht dafür oft ein Tablett mit drei Kerzen in unterschiedlicher Höhe, ein paar Zapfen und ein Zweig. Mehr Anregungen für diese Fläche sammelt der Beitrag zur Deko auf dem Wohnzimmertisch.

Tischdeko im Januar: niedrig und mit einem Griff abgeräumt

Im Dezember durfte der Esstisch voll sein, im Januar wird an ihm wieder gegessen, gearbeitet und gespielt. Tischdeko nach Weihnachten muss deshalb vor allem eines können: in einem Zug verschwinden. Stell alles auf ein Holzbrett, ein Tablett oder einen flachen Holzkasten, dann hebst du die Deko vor dem Essen als Ganzes beiseite, statt sechs Teile einzeln zu tragen.

Wer am Tisch sitzt, hat die Augen ungefähr eine Unterarmlänge über der Platte, bei Erwachsenen meist 40 bis 50 Zentimeter. Was auf dem Brett unter etwa 30 Zentimetern bleibt, verdeckt beim Reden kein Gesicht. Hängt eine Pendelleuchte über dem Tisch, in der Regel 60 bis 70 Zentimeter über der Tischfläche, würde ein hoher Zweig in den Raum zwischen Tisch und Leuchte ragen und Schatten auf die Teller werfen.

Eine winterliche Tischdeko im Januar kommt mit wenig aus: ein Läufer aus Leinen oder Filz, darauf drei kleine Töpfe mit Hyazinthen oder Christrosen, dazwischen Moos, Zapfen und zwei Windlichter. Weiß, Grün und Holz tragen bis Februar, und eine einzige Farbe dazu, etwa das Violett einer Hyazinthe, reicht als Akzent. Wie der Tisch im Dezember festlich wird, zeigt der Beitrag zur Weihnachtsdeko für den Tisch, und klare, reduzierte Varianten für jede Jahreszeit sammelt die Seite über moderne Tischdeko.

Esstisch von der Seite: Höhe der Deko, Blickhöhe und Leuchte
StuhlEsstisch 90 tiefDekoStuhlPendelleuchtebis 30 cm60 bis 70 cmAugen im Sitzen um 120 cm220 cm

Im Sitzen liegen die Augen etwa 120 Zentimeter über dem Boden. Bleibt die Deko unter 30 Zentimetern, siehst du dein Gegenüber ganz, und zwischen Deko und Pendelleuchte bleibt Luft.

  • 1. Stuhl: 45 × 90 cm
  • 2. Esstisch 90 tief
  • 3. Deko: 40 × 25 cm
  • 4. Stuhl: 45 × 90 cm
  • 5. Pendelleuchte: 50 × 18 cm
  • bis 30 cm
  • 60 bis 70 cm
  • Augen im Sitzen um 120 cm

Blumendeko im Winter: Zwiebelblumen und Zweige

Im Januar übernehmen Blüten nach und nach den Platz des Tannengrüns, und die meisten kommen aus Zwiebeln oder von Zweigen, die im Warmen austreiben. Für alle gilt: Je kühler sie stehen, desto länger halten sie. Wärme beschleunigt den Stoffwechsel der Blüte, sie öffnet sich schneller und welkt früher, und trockene Heizungsluft zieht zusätzlich Wasser aus Blättern und Blütenblättern.

Ein Platz über der Heizung ist deshalb der schlechteste, ein kühles Fensterbrett im Schlafzimmer oder im Flur oft der beste. Stell Schnittblumen nicht neben die Obstschale: Reifendes Obst wie Äpfel und Bananen verströmt Ethylen, und dieses Gas beschleunigt auch das Welken von Blüten.

Zwiebelblumen: Hyazinthe, Amaryllis, Tulpe

Hyazinthen im Zwiebelglas sind die einfachste Januar-Deko: Die Zwiebel sitzt im Hals des Glases, und nur die Wurzeln reichen ins Wasser, denn berührt die Zwiebel selbst das Wasser, fault sie. Eine Amaryllis braucht einen schweren Topf, weil der lange Stiel mit mehreren großen Blüten leicht kippt. Als Schnittblume steht sie in wenig Wasser, und ein Streifen Klebeband um das Stielende verhindert, dass es sich aufrollt.

Schnitttulpen legen in der Vase noch einige Zentimeter zu und neigen die Köpfe zur hellsten Seite, oft schon am zweiten Tag. Eine hohe Vase, die zwei Drittel des Stiels stützt, und kaltes Wasser halten sie aufrechter. Frisch angeschnittene Narzissen sondern einen Saft ab, der die Leitbahnen anderer Stiele verstopft; gib ihnen deshalb einen halben Tag eine eigene Vase und stell sie erst danach ohne neuen Schnitt zu den Tulpen.

Zweige, die im Warmen blühen

Zweige von Forsythie, Kirsche, Zierquitte oder Hasel, die nach ein paar Frostnächten geschnitten werden, blühen in der warmen Wohnung nach etwa zwei bis drei Wochen. Schneid die Enden schräg an und stell sie in lauwarmes Wasser; erneuerst du es jeden zweiten oder dritten Tag, bleiben die Leitbahnen frei von Bakterien. Rote Hartriegelzweige blühen nicht, bringen aber Farbe in eine Wohnung ohne Kugeln; mehr Ideen mit Zweigen sammelt der Beitrag zur Ast-Deko.

Weidenkätzchen behalten ihre silbrige Form, wenn sie ohne Wasser trocknen. In der Natur gehören sie zu den ersten Futterquellen für Bienen, schneid sie also im eigenen Garten oder kauf sie. Aus der freien Landschaft darfst du Zweige ohnehin nur in kleiner Menge für den eigenen Bedarf mitnehmen, in Schutzgebieten gar nicht.

PflanzeHält bei Zimmerwärme etwaBester PlatzHinweis
Hyazinthe im Glas oder Topfein bis zwei Wochen Blütehell und kühlduftet kräftig, Zwiebel ist giftig
Amaryllis im Topfzwei bis drei Wochen Blütehell, nicht über der Heizungschwerer Topf, alle Teile giftig
Amaryllis als Schnittblumeetwa zwei Wochenkühl, in wenig WasserStielende mit Klebeband umwickeln
Tulpe als Schnittblumefünf bis sieben Tage, kühl längerweg von Heizung und Obstwächst in der Vase weiter
Narzisse als Schnittblumeetwa eine Wochekühlerst einen halben Tag allein stellen
Christrose im Topfmehrere Wochen, wenn sie kühl stehthell und kühl, gern draußennach dem Verblühen auspflanzen, giftig
Forsythie, Kirsche, ZierquitteBlüte nach zwei bis drei Wochenwarm, in viel WasserWasser alle paar Tage wechseln
Hartriegel, Birke, Korkenzieherhaselunbegrenzt, auch trockenüberallHartriegel bildet im Wasser manchmal Wurzeln
Eukalyptuszwei bis drei Wochen frisch, dann trocken weiternicht über der Heizungduftet frisch, wenn du ihn berührst
Weidenkätzchentrocken mehrere Monateüberallohne Wasser, sonst stäuben die Kätzchen

Landhaus, rustikal oder hell: Deko im Januar nach Stil

Ein Landhaus wirkt im Januar winterlich, wenn das Rot zurücktritt und Leinen, Holz und Emaille übernehmen. Auf dem Küchentisch kann das so aussehen: ein Holzbrett mit drei Tontöpfen voller weißer Hyazinthen, dazwischen Moos, daneben eine Laterne aus weiß lackiertem Metall und ein Krug mit Kiefernzweigen. Bei Karos lohnt ein zweiter Blick: Rot-weiß kariert neben Tannengrün und Kugeln wirkt weihnachtlich, neben Grau, Blau und Holz eher bäuerlich, und so passt es bis in den Februar.

Rustikal heißt im Januar: grobe Oberflächen, die nach Wald und Werkstatt aussehen. Holzscheiben als Untersetzer, ein Holzscheit mit gerader Seite als Unterlage für drei Windlichter, Zapfen in einer Schale aus Steingut, ein Fell auf der Bank. Ausgefallene, rustikale Weihnachtsdeko, die du selber gemacht hast, darf oft einfach bleiben: Ein Kranz aus Birkenreisig oder ein Windlicht auf einer Baumscheibe ist ohne Schleife und Stern schon Winterdeko.

In hellen, skandinavisch eingerichteten Räumen tragen Weiß, Birke und Grün, mit Schwarz als dünner Linie in einem Kerzenhalter oder Bilderrahmen. Modern und reduziert wirkt ein einzelner großer Zweig in einer schweren Vase stärker als zehn kleine Dinge, nur muss die Vase so viel wiegen, dass der Ast sie nicht umzieht. Wie Äste standfest und in passender Höhe stehen, zeigt der Beitrag zum Thema Vasen mit Ästen dekorieren.

Wenn du so wohnstWas im Januar passtWorauf du achten musst
LandhausLeinen in Natur, Emaille, Tontöpfe, Körbe, Laternen, Karo in Grau oder BlauRot nur einzeln, nicht zusammen mit Tannengrün und Gold
RustikalHolzscheiben, Rinde, Zapfen, Fell, grobe Wolle, Laternen aus dunklem MetallDunkles Holz und Fell schlucken Licht, plane eine Leuchte mehr ein
Skandinavisch hellWeiß, Birke, helles Holz, frisches Grün, schwarze KerzenhalterViel Weiß wirkt an trüben Tagen grau, Holz und Grün wärmen es auf
Modern und reduziertein großer Zweig, Glas, Keramik in einer Farbe, schlichte KerzenDie Vase braucht Gewicht, sonst kippt der Ast
Kleine Wohnungein oder zwei Plätze mit Deko, etwa Esstisch und FensterbrettAuf viele Flächen verteilt wirkt Deko in kleinen Räumen unruhig
Mit Katze oder kleinen KindernZweige, Zapfen, Moos, LED-KerzenAmaryllis, Christrose, Weihnachtsstern und Hyazinthenzwiebeln sind giftig, echte Kerzen nur hoch und im Glas

Deko im Januar selber machen und basteln

Für Deko im Januar musst du wenig kaufen, weil das meiste Material schon da ist: der Strohrömer vom Adventskranz, Zapfen aus der Weihnachtskiste, Gläser aus dem Vorratsschrank, Zweige aus dem Garten oder vom Blumenhändler. Keine dieser Ideen braucht Vorkenntnisse, und bis auf die Eislichter, die eine Frostnacht brauchen, ist jede an einem Nachmittag fertig.

Am schnellsten geht ein Moosteller. Stell zwei oder drei Töpfe mit Hyazinthen oder kleinen Narzissen ohne Übertopf in eine flache Schale und füll die Lücken mit Moos. Gieß direkt auf die Erde und sprüh das Moos alle paar Tage an, dann bleibt es grün.

Einen Winterkranz auf den alten Strohrömer binden

Zieh das trockene Grün vom Römer und leg Bündel aus drei, vier Zweigen Eukalyptus, Kiefer oder Buchs von etwa 15 Zentimetern Länge bereit. Leg das erste Bündel schräg auf den Ring, wickle es mit Bindedraht fest und setz das nächste so darüber, dass es die Drahtstelle verdeckt, immer in dieselbe Richtung wie Dachziegel. Ohne Schleife und Kerzen hängt der Kranz bis Februar an der Tür oder liegt als Tischkranz um drei Windlichter.

Eislichter für Stufen und Fensterbank draußen

Füll einen Eimer mit Wasser und stell einen kleineren, mit Steinen beschwerten Becher hinein, sodass ringsum zwei bis drei Zentimeter Wasser bleiben; Hagebutten oder Efeublätter darin frieren mit ein. Weil Wasser von außen nach innen gefriert, steht bei Dauerfrost nach einer Nacht bis einem Tag eine feste Wand, während der Kern noch flüssig ist. Gieß ihn aus, tauch die Form kurz in warmes Wasser, damit sich das Eis löst, und stell ein Teelicht hinein.

Schneeflocken aus Papier mit Kindern basteln

Echte Schneeflocken haben sechs Arme, viele gebastelte Papiersterne acht, und das sieht man. Falte ein quadratisches Blatt diagonal zum Dreieck, teile es von der Mitte der langen Kante aus in drei gleiche Teile, leg diese übereinander und falte das Ganze noch einmal in der Mitte. Schneid Zacken und Bögen in die Kanten, falte auf und kleb die Flocken mit rückstandsfrei lösbarem Klebefilm ans Fenster; sie passen den ganzen Winter, weil sie Wetter zeigen und kein Fest.

IdeeWas du brauchstZeitHält
Moosteller mit Zwiebelblumenflache Schale, Moos, zwei bis drei Töpfe Hyazinthen oder Narzisseneine halbe StundeBlüte ein bis zwei Wochen, danach neue Töpfe
Winterkranz auf altem RömerStrohrömer, Bindedraht, Eukalyptus, Kiefer oder Buchsein bis zwei Stundendraußen bis Februar, drinnen trocknet er langsam
EislichterEimer, Becher, Steine, Wasser, Hagebutten oder Efeuzehn Minuten und eine Frostnachtsolange der Frost anhält
Schneeflocken aus PapierPapier, Schere, Klebefilmwenige Minuten pro Flockebis in den März
Windlichter auf dem HolzscheitHolzscheit mit gerader Seite, drei Gläser, Kerzeneine Viertelstundeden ganzen Winter

Haustür nach Weihnachten: Kranz, Laterne und Töpfe

Draußen bleibt Tannengrün viel länger frisch als in der Wohnung, weil kalte, feuchte Luft den Nadeln kaum Wasser entzieht. Ohne Schleife, Kugeln und Sterne, dafür mit ein paar Zapfen oder Hagebutten, wird der Türkranz aus dem Advent deshalb zur Haustür-Deko nach Weihnachten, die bis Februar hängen kann. Wie ein Kranz außen hält, ohne dass du bohrst, steht im Beitrag zur Weihnachtsdeko außen an der Haustür.

Neben der Tür ersetzt eine Laterne den Weihnachtsschmuck am besten, denn sie beleuchtet den Eingang, wenn es am späten Nachmittag dunkel wird. Echte Kerzen gehen im Wind oft aus, eine LED-Kerze mit Zeitschaltung leuchtet zuverlässiger, auch wenn Batterien bei Frost schneller nachlassen. Was im Advent auf Stufen und Podest stand und was davon bleiben kann, beschreibt der Beitrag über Weihnachtsdeko vor der Haustür.

Für Töpfe neben der Tür eignen sich Pflanzen, die Frost vertragen und im Winter etwas zeigen: Christrosen, Schneeheide, Skimmien mit roten Knospen, Scheinbeeren und kleine Kiefern. Im Topf friert der Wurzelballen von allen Seiten durch, darum stehen Kübel besser auf Füßen, und Terrakotta muss frostfest sein, sonst sprengt gefrierendes Wasser den Ton. An frostfreien Tagen brauchen immergrüne Pflanzen einen Schluck Wasser, weil sie auch im Winter über die Blätter Feuchtigkeit verlieren.

Der Weg muss frei bleiben, damit du Schnee räumen und streuen kannst, ohne Töpfe zu verschieben. Im Mehrfamilienhaus regelt die Hausordnung, was im Treppenhaus stehen darf, denn es ist ein Fluchtweg.

In vielen Gegenden schreiben die Sternsinger um den 6. Januar ihren Segen mit Kreide oder als Aufkleber über die Tür. Er bleibt nach altem Brauch bis zum nächsten Jahr, und Kreide lässt sich beim Auszug feucht abwischen.

Deko im Februar: der Übergang zum Frühling

Im Februar ändert sich das Licht spürbar. Ende des Monats ist es in der Mitte Deutschlands rund drei Stunden länger hell als kurz vor Weihnachten, und am Fenster wird das Licht kräftiger. Die Deko darf dem folgen: weniger Kerzen am Nachmittag, mehr Blüten und mehr Farbe.

Die Dekoration im Januar und Februar unterscheidet sich vor allem in der Farbe. Im Januar tragen Weiß, Grün und Holz, im Februar kommen das Gelb von Narzissen und Mimosen, zartes Rosa von Ranunkeln und Tulpen und das Silbergrau von Weidenkätzchen dazu. Wer die Krippe nach altem Brauch bis Lichtmess am 2. Februar stehen lässt, räumt sie jetzt weg, und damit verschwindet der letzte Rest Weihnachten aus der Wohnung.

Textilien bleiben noch winterlich, denn kalt ist es oft bis in den März. Tauschen lassen sich Kleinigkeiten: eine Kissenhülle in Senfgelb oder Salbei statt Rost, ein heller Leinenläufer statt Filz, eine Vase mit Kätzchenzweigen statt Kiefer. So geht die Wohnung mit dem Licht mit, ohne dass schon Osterdeko auf dem Tisch steht.

In sechs Schritten von der Weihnachtsdeko zur Winterdeko

Diese Reihenfolge spart Wege und verhindert, dass halb abgebaute Ecken wochenlang stehen bleiben.

  1. Mit einer Kiste durch alle Räume

    Nimm eine Kiste und geh Raum für Raum durch die Wohnung, einmal, aber gründlich. Hinein kommt alles, was auf das Fest verweist: Kugeln, Sterne, Figuren, Schriftzüge, Gold und Glitzer. Wer in einem Durchgang sammelt, sieht danach auf einen Blick, was übrig bleibt.

  2. Das Grün prüfen

    Mach an Baum, Kranz und Zweigen den Knicktest und entsorg alles, was trocken ist. Trockenes Grün nadelt bei jeder Berührung und brennt schnell, und je länger es steht, desto mehr Nadeln trägst du später aus dem Teppich. Nadeln, die sich im Teppich verhakt haben, streichst du vor dem Saugen mit einem feuchten Gummihandschuh heraus.

  3. Flächen leer räumen und putzen

    Räum Esstisch, Fensterbrett und Sideboard ganz leer und wisch sie ab. Wachs auf der Tischdecke löst sich, wenn du Küchenpapier darauflegst und mit dem lauwarmen Bügeleisen darüberfährst; auf Holz lässt du es hart werden und hebst es mit einer Plastikkarte ab. Auf leeren Flächen erkennst du, wie viel Deko der Raum im Januar wirklich braucht.

  4. Die Weihnachtsdeko sicher verpacken

    Kugeln liegen in Eierkartons sicher, Lichterketten wickelst du um ein Stück Pappe, und aus LED-Kerzen und Ketten nimmst du die Batterien, bevor sie auslaufen. Sortier die Kugeln nach Farbe, dann geht das Schmücken des Tannenbaums im nächsten Dezember schneller. Kerzen gehören nicht auf den Dachboden, wo sie im Sommer weich werden, und Papier oder Holz nicht in einen feuchten Keller.

  5. Die Grundausstattung zurückstellen

    Stell zuerst zurück, was jede Jahreszeit trägt: Tablett, Vasen, Windlichter, Läufer und die Lichterketten in Warmweiß. Diese Stücke bilden die festen Plätze, an denen später die Natur dazukommt. Zwei oder drei solcher Plätze in der Wohnung reichen, mehr verteilt die Deko nur.

  6. Natur und eine Farbe dazu

    Ergänze Zweige, Zapfen, Moos und die ersten Zwiebelblumen und wähle eine einzige Akzentfarbe, etwa Rost, Senfgelb oder Violett. Die Natur kommt zuletzt, weil du erst jetzt siehst, wo etwas fehlt, und weil frische Blumen beim Abräumen nur im Weg stünden. Im Februar tauschst du an denselben Plätzen Kiefer gegen blühende Zweige.

Zum Abhaken nach dem Umdekorieren

  • Nirgends steht mehr ein Stern, ein Engel oder ein Weihnachtsschriftzug.
  • Alles echte Grün hat den Knicktest bestanden.
  • Der Baum ist abgeschmückt und zur Abholung oder in die Biotonne gebracht.
  • Die Tischdeko steht auf einem Brett oder Tablett und ist niedriger als etwa 30 Zentimeter.
  • Kein Topf und keine Vase steht über der Heizung.
  • Alle Lichterketten leuchten in ruhigem Warmweiß.
  • Aus LED-Kerzen und Lichterketten in den Kisten sind die Batterien entfernt.
  • Vor der Haustür bleibt der Weg zum Schneeräumen frei.

Häufige Fehler

  1. Alles an einem Abend in Kisten packen

    Wer an einem Abend alles einpackt, packt meist auch Lichterketten, Windlichter und Kerzenhalter mit ein, die im Januar gebraucht würden, und holt sie ein paar Tage später wieder heraus. Was kein Weihnachtsmotiv trägt, bleibt deshalb gleich draußen, und nur das Festliche wandert in die Kiste.

  2. Kerzen am trockenen Kranz noch einmal anzünden

    Nach Wochen in der Heizungsluft sind Nadeln und Harz so trocken, dass eine heruntergebrannte Kerze das Gesteck in Sekunden entzünden kann. Ein Kranz, der seit dem Advent steht, bekommt nur noch LED-Kerzen oder gar keine.

  3. Blumen und Zweige über die Heizung stellen

    Warme, trockene Luft lässt Blüten schneller aufgehen und verwelken und zieht Wasser aus Zweigen und Moos. Auf einem kühlen Fensterbrett ohne Heizkörper darunter halten Hyazinthen und Tulpen deutlich länger.

  4. Eisblau und Silber unter warmem Lampenlicht

    Kühle Winterfarben sehen bei Tageslicht frisch aus, doch im Januar siehst du die Deko meist am Abend. Bei warmweißem Licht verlieren Blau und Silber ihre Frische und wirken grau. Wer kühle Töne mag, kombiniert sie mit Holz und Grün oder stellt sie dorthin, wo tagsüber Licht hinkommt.

  5. Feuchtes Moos direkt auf Holz legen

    Moos bleibt nur grün, solange es feucht ist, und genau diese Feuchtigkeit zieht in geölte oder gewachste Holzflächen ein und hinterlässt dunkle Ränder. Leg einen Teller, eine flache Schale oder ein Stück Folie darunter, bevor das Moos auf Tisch oder Sideboard kommt.

  6. Weihnachtsdeko feucht oder heiß lagern

    Im feuchten Keller setzen Papiersterne, Holzfiguren und Stoffe Stockflecken an, auf dem Dachboden verbiegen sich Kerzen in der Sommerhitze. Ein trockener Schrank oder eine Kammer in der Wohnung ist für Deko meist der bessere Ort, auch wenn dort weniger Platz ist.

Häufige Fragen

Welche Deko passt nach Weihnachten?

Alles, was den Winter zeigt und nicht das Fest: Lichterketten in Warmweiß, Kerzen, Holz, Zapfen, Wolle, Felle, Zweige und frisches Grün, solange es nicht nadelt. Kugeln, Sterne, Engel, Krippe und den Adventskranz räumst du weg. Ab Januar kommen Zwiebelblumen wie Hyazinthen und Amaryllis dazu und Zweige, die im Warmen aufblühen.

Wann sollte die Weihnachtsdeko weg sein?

Einen festen Termin gibt es nicht. Viele räumen nach Neujahr oder am Dreikönigstag am 6. Januar ab, nach altem Brauch hat die Krippe Zeit bis zum 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmess. Echtes Grün bestimmt den Termin oft selbst: Sobald die Nadeln beim Knicken brechen, gehören Baum, Kranz und Zweige hinaus, weil sie dann nadeln und leicht brennen.

Was kann man im Januar dekorieren?

Im Januar passen Zweige, Zapfen, Moos, Kerzen und Lichterketten, dazu die ersten Blüten: Hyazinthen im Glas, Amaryllis, Christrosen und Tulpen. Gute Plätze sind der Esstisch, ein Fensterbrett ohne Heizung darunter und die Haustür. Als Farben tragen Weiß, Grün und Holz, mit einem Akzent in Rost, Senfgelb oder Violett.

Wie dekoriere ich den Tisch im Januar?

Stell alles auf ein Brett oder Tablett, damit du die Deko vor dem Essen mit einem Griff wegheben kannst. Darauf passen kleine Töpfe mit Hyazinthen oder Christrosen, Moos, Zapfen und zwei, drei Windlichter. Mit weniger als etwa 30 Zentimetern Höhe bleibt das Gegenüber sichtbar, und Kerzen brennen am sichersten im Glas, nicht neben trockenem Moos.

Welche Deko kann ich im Januar selber machen?

Einfach und schnell sind ein Winterkranz auf dem alten Strohrömer vom Adventskranz, ein Moosteller mit Zwiebelblumen, Windlichter auf einem Holzscheit und Schneeflocken aus Papier fürs Fenster. Bei Dauerfrost lohnen sich Eislichter für die Stufen vor der Tür: Wasser mit einem Becher in der Mitte gefrieren lassen, den flüssigen Kern ausgießen, ein Teelicht hineinstellen.

Welche Deko passt im Januar zum Landhausstil?

Leinen in Naturfarbe, Emaille, Tontöpfe, Körbe, Holzbretter und Laternen tragen den Landhausstil durch den Januar. Rot-weißes Karo wirkt nur dann weihnachtlich, wenn Tannengrün und Kugeln danebenliegen; mit Grau, Blau und Holz kombiniert passt es bis Februar. Weiße Hyazinthen in Tontöpfen mit etwas Moos sind ein schlichter Mittelpunkt für den Küchentisch.

Was hängt man nach Weihnachten an die Haustür?

Oft reicht der Adventskranz selbst, denn draußen bleibt Tannengrün in der kalten, feuchten Luft lange frisch. Nimm Schleife, Kugeln und Sterne ab und ergänze Zapfen oder Hagebutten. Wer neu anfangen möchte, hängt einen schlichten Kranz aus Birkenreisig, Weide oder Eukalyptus auf; daneben passt eine Laterne mit LED-Kerze.

Welche Blumen eignen sich im Winter als Deko?

Hyazinthen, Amaryllis, Tulpen, Narzissen, Ranunkeln und Christrosen gibt es im Januar und Februar, und sie halten am längsten, wenn sie kühl und nicht über der Heizung stehen. Dazu kommen Zweige von Forsythie, Kirsche oder Zierquitte, die im Warmen nach zwei bis drei Wochen blühen. Lebt eine Katze im Haushalt, stell Amaryllis, Christrose und Hyazinthen außer Reichweite, alle drei sind giftig.

Wie lange darf Winterdeko nach Weihnachten stehen bleiben?

Winterdeko darf bleiben, solange draußen Winter ist, also bis in den März. Meteorologisch endet der Winter Ende Februar, astronomisch beginnt der Frühling um den 20. März. Praktisch merkst du den Zeitpunkt daran, dass Kiefer und Zapfen neben den ersten Tulpen und Narzissen schwer wirken; dann tauschst du Stück für Stück gegen Blüten und hellere Stoffe.

Was dekoriert man im Februar?

Im Februar wandert die Deko von Grün und Weiß zu den ersten Farben: Narzissen und Mimosen in Gelb, Tulpen und Ranunkeln in Rosa, Weidenkätzchen in Silbergrau. Kerzen werden weniger, weil es am Nachmittag länger hell ist. Kissen, Decken und Felle bleiben noch, denn kalt ist es oft bis in den März.

Darf ein künstlicher Weihnachtsbaum als Winterbaum stehen bleiben?

Das ist Geschmackssache. Ohne Kugeln und Sterne, nur mit einer warmweißen Lichterkette und ein paar Zapfen, wirkt ein künstlicher Baum eher winterlich als festlich. Spätestens wenn im Februar die ersten Blüten auf dem Tisch stehen, passt er meist nicht mehr dazu, und der Platz in der Ecke ist frei für einen großen Zweig in der Bodenvase.

Wie bewahre ich Weihnachtsdeko auf, damit sie heil bleibt?

Kugeln kommen in Eierkartons oder Fächerboxen, Lichterketten werden auf Pappe gewickelt, und aus allen LED-Teilen nimmst du die Batterien, damit nichts ausläuft. Lagere alles trocken und ohne große Hitze, also eher im Schrank als im feuchten Keller oder auf dem Dachboden. Beschrifte die Kisten nach Raum, dann findest du im Advent sofort, was du brauchst, wenn du wieder weihnachtlich dekorieren möchtest.

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