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Bei Textilien entscheidest du am besten in einer festen Reihenfolge: erst die Aufgabe, dann das Maß, dann das Material, zuletzt Farbe und Muster. Im Raum kommen die großen Stoffflächen wie Vorhang, Teppich und Bettwäsche zuerst, Kissen und Plaids zuletzt, weil sie sich am leichtesten tauschen lassen. Am Bett zählen Größe und Waschtemperatur, am Fenster Höhe, Länge und Stoffmenge, auf dem Sofa ein Gewebe, das Reibung aushält.

Textilien sind die weichen Flächen einer Wohnung: Vorhänge, Bettwäsche, Kissen, Decken, Teppiche und Handtücher. Sie bestimmen mit, wie hell ein Raum am Morgen wird, wie laut er klingt und ob du abends unter der Decke warm wirst oder fröstelst. Anders als Möbel lassen sie sich mit wenig Aufwand tauschen, und genau deshalb lohnt es sich, sie bewusst auszuwählen statt nebenbei.
Bei Heimtextilien tauchen fast immer dieselben drei Fragen auf: Welche Größe passt, welches Material fühlt sich richtig an, und wie wird es gepflegt? Am Bett geht es um Maße, Füllungen und darum, bei wie viel Grad Bettwäsche gewaschen wird. Am Fenster zählen Höhe und Länge, auf dem Sofa Kissen, die zusammenpassen, ohne gleich auszusehen.
Die Tabelle ordnet die Wohnung nach Bereichen und zeigt, was die Stoffe dort verändern. Viele Probleme, die nach neuen Möbeln aussehen, lassen sich mit Textilien lösen: ein Wohnzimmer, das hallt, ein Schlafzimmer, das morgens zu früh hell wird, ein Flur, in dem jeder Schritt klappert.
| Bereich | Textilien | Was sie dort verändern |
|---|---|---|
| Fenster | Gardinen, Vorhänge, Stores, Raffrollos | Tageslicht, Sichtschutz, Nachhall, nachts die Kälte am Glas |
| Bett | Bettwäsche, Bettdecke, Kopfkissen, Spannbettlaken, Tagesdecke | Schlafklima und Hygiene, im Schlafzimmer die größte Farbfläche |
| Sofa und Sessel | Dekokissen, Plaids, Überwürfe | Sitzkomfort und Farbe, schneller Wechsel nach Jahreszeit |
| Boden | Teppiche, Läufer, Badematten | Trittschall, warme Füße, Zonen in offenen Räumen |
| Wand | Wandteppiche, Stoffbehänge, Makramee | Nachhall, eine weiche Fläche statt eines gerahmten Bildes |
| Tisch | Tischdecken, Tischläufer, Sets, Servietten | leiseres Abstellen, Schutz der Platte, Farbe am Esstisch |
| Bad | Handtücher, Badetücher, Duschvorhang | Hygiene und Feuchtigkeit, Farbe in einem Raum voller harter Flächen |
Die häufigste Frage beim Einrichten mit Stoffen lautet: Womit anfangen? Bewährt hat sich eine Reihenfolge, in der jede Stufe die nächste eingrenzt.
Im Raum gilt eine zweite Reihenfolge, von der größten Stofffläche zur kleinsten. Vorhänge, Teppich und im Schlafzimmer die Bettwäsche bestimmen den Grundton, Kissen und Plaids setzen danach Akzente und dürfen mit der Jahreszeit wechseln. Wer mit den Kissen anfängt, kauft passend zu einem Raum, der sich danach noch verändert.
Die Tabelle geht vom Problem aus und nennt das Textil, das es löst. Selten ist das die teuerste Lösung, und in einer Mietwohnung ist es fast immer die einfachste.
| Was du lösen willst | Was hilft | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Der Raum hallt | großer Teppich, bodenlange Vorhänge mit vielen Falten, Polster | Es zählt die Fläche: Ein Teppich, der den halben Raum bedeckt, bringt mehr als mehrere kleine Läufer. |
| Morgens zu früh hell | Verdunkelungsvorhang oder Rollo mit Vorhang davor | Stange breiter und höher als das Fenster, sonst fällt an den Rändern Licht herein. |
| Einblick von der Straße, Licht soll bleiben | Store oder Gardine aus Voile, im Erdgeschoss auch Scheibengardinen | Helle Stoffe schützen tagsüber besser als dunkle; abends braucht es zusätzlich etwas Dichtes. |
| Nachts zu warm | Bettwäsche aus Leinen oder Perkal, eine leichtere Decke | Kunstfaser nimmt kaum Feuchtigkeit auf und fühlt sich bei Schweiß klamm an. |
| Kalter Boden | Teppich aus Wolle oder mit dichtem Flor, Läufer am Bett | Auf glattem Boden eine rutschhemmende Unterlage darunterlegen. |
| Hausstauballergie | Bettwäsche, Kissen und Decken, die 60 Grad vertragen; milbendichte Matratzenbezüge | Schwere Dekostoffe, die selten gewaschen werden, sparsam einsetzen. |
| Haustiere | dicht und glatt gewebte Stoffe wie Mikrofaser oder fester Baumwollcanvas | Bouclé und Schlingengewebe ziehen an Krallen Fäden. |
| Mietwohnung, nicht bohren | Klemmstange, Klemmträger am Fensterflügel, Klebehaken für leichte Stoffe | Schwere Vorhänge brauchen eine feste Montage; Kleber hält sie nicht dauerhaft. |
Ob ein Stoff kühl oder warm wirkt, hängt weniger an seiner Dicke als an der Faser. Baumwolle, Leinen und Wolle nehmen Feuchtigkeit auf, Polyester kaum, darum fühlt sich ein Kissenbezug aus Kunstfaser nach einer warmen Nacht klamm an. Leinen nimmt Feuchtigkeit schnell auf und gibt sie ebenso schnell wieder ab, deshalb wirkt es im Sommer kühl.
Wolle ist ein Sonderfall. Sie bindet viel Wasserdampf, ohne sich nass anzufühlen, und wärmt dabei weiter; Gerüche nimmt sie schlecht an und gibt sie an der frischen Luft wieder ab, sodass Lüften oft das Waschen ersetzt. Für Plaids, Teppiche und Winterdecken ist sie deshalb die naheliegende Wahl.
Kunstfasern haben trotzdem ihren Platz. Polyester knittert kaum, trocknet schnell und verträgt Sonne besser als viele Naturfasern, darum bestehen viele Gardinen und Outdoorkissen daraus; als Füllung lässt es sich meist bei 60 Grad waschen und trocknet schneller als Daune, was bei einer Hausstauballergie zählt. Welche Faser sich am Bett bewährt, beantwortet der Beitrag welches Material für Bettwäsche taugt.
Bei zwei Begriffen lohnt ein genauer Blick. Viskose wird aus Zellulose gewonnen, fällt weich und nimmt Farbe kräftig an, verliert nass aber an Festigkeit und will schonend gewaschen werden. Samt ist keine Faser, sondern ein Gewebe mit kurzem Flor, das es aus Baumwolle, Viskose oder Polyester gibt, und je nach Faser verhält er sich beim Sitzen und Waschen ganz unterschiedlich.
| Faser | Wie sie sich verhält | Pflege | Gut für |
|---|---|---|---|
| Baumwolle | weich, nimmt viel Feuchtigkeit auf, trocknet langsam | meist bis 60 Grad, läuft ungewaschen etwas ein | Bettwäsche, Handtücher, Bezüge |
| Leinen | kühl und griffig, nimmt Feuchtigkeit schnell auf und gibt sie schnell ab | 40 bis 60 Grad, knittert, feucht aufhängen | Sommerbettwäsche, Vorhänge, Tischwäsche |
| Wolle | warm, bindet Wasserdampf, ohne sich nass anzufühlen | lüften; wenn waschen, dann Wollprogramm bis 30 Grad | Plaids, Teppiche, Winterdecken |
| Seide | glatt und leicht, nimmt Feuchtigkeit gut auf | Handwäsche oder Seidenprogramm bis 30 Grad | Kissenbezüge, leichte Sommerdecken |
| Viskose | weich und fließend, im nassen Zustand empfindlich | schonend bis 30 Grad, nicht wringen | Vorhänge, Samtkissen, Überwürfe |
| Polyester, Mikrofaser | nimmt kaum Feuchtigkeit auf, trocknet schnell, knittert kaum | meist 30 bis 60 Grad, Mikrofaser ohne Weichspüler | Gardinen, Outdoorkissen, Füllungen |
Zwei Bezüge aus derselben Baumwolle können sich völlig verschieden anfühlen, weil die Fäden anders verkreuzt sind. In der Leinwandbindung liegt jeder Faden abwechselnd oben und unten, das ergibt eine matte, griffige Oberfläche. In der Satinbindung laufen die Fäden über mehrere Kreuzungen hinweg obenauf, darum glänzt Satin leicht und gleitet über die Haut.
Renforcé und Perkal sind beide in Leinwandbindung gewebt. Für Perkal werden feinere Garne dichter verwebt, darum ist er glatter und fühlt sich kühler an; was ihn sonst ausmacht, steht unter Perkal und seine Eigenschaften. Jersey ist gestrickt statt gewebt, dehnt sich und braucht kein Bügeleisen, Biber ist angeraut und für kalte Nächte gemacht.
Wer nachts schnell warm wird, liegt in Perkal oder Leinen angenehmer, wer leicht friert, greift im Winter zu Satin, Jersey oder Biber. Suchst du Bettwäsche vor allem nach Farbe und Stimmung aus, findest du Ideen unter Bettwäsche im Aesthetic-Look. Wie sie sich nachts anfühlt, entscheidet trotzdem das Gewebe aus der Tabelle.
| Gewebe | Wie es gemacht ist | Wie es sich anfühlt | Gut für |
|---|---|---|---|
| Renforcé | Baumwolle in Leinwandbindung, mittlere Dichte | matt, robust, etwas fester | Alltag, Gästebett, Kinderbett |
| Perkal | feine Baumwollgarne, dicht in Leinwandbindung | matt, glatt, kühl und frisch | warme Schläfer, ganzjährig |
| Satin, auch Mako-Satin | Satinbindung, lange Fäden liegen oben | glatt, leicht glänzend, wärmer | Übergangszeit und Winter |
| Jersey | gestrickt, oft mit etwas Elasthan | dehnbar, weich, bügelfrei | Spannbettlaken, alle, die nicht bügeln wollen |
| Biber und Flanell | Baumwolle mit angerauter Oberfläche | flauschig, warm | kalte Schlafzimmer, Winter |
| Seersucker | Streifen mit unterschiedlicher Fadenspannung, dadurch gekräuselt | luftig, liegt nur stellenweise auf | Sommer, ohne Bügeln |
| Leinen und Halbleinen | Leinenfaser rein oder mit Baumwolle gemischt | kühl, griffig, knittert sichtbar | Sommer, natürlicher Look |
In Deutschland ist 135 × 200 Zentimeter das Standardmaß für Bettdecke und Bezug, dazu gehört ein Kopfkissen mit 80 × 80 oder 40 × 80 Zentimetern. Der Bezug hat immer dasselbe Nennmaß wie die Decke: Ein größerer lässt die Füllung darin verrutschen, ein kleinerer drückt sie zusammen. Alle Formate vom Kinderbett bis zum Boxspringbett stehen in der Übersicht, welche Bettwäschegröße zu welchem Bett passt.
Ab etwa 1,80 bis 1,85 Meter Körpergröße wird eine 200 Zentimeter lange Decke knapp, denn bis zum Kinn gezogen lässt sie die Füße frei. Dann lohnt die Überlänge 135 × 220 oder das Komfortmaß 155 × 220, das auch schätzt, wer sich gern einwickelt.
Für Paare haben zwei Decken einen Vorteil gegenüber einer gemeinsamen: Jeder wählt seine eigene Wärme, und niemand zieht nachts die Decke weg. Wann sich trotzdem eine große Bettdecke in Übergröße lohnt, hängt vor allem an der Bettbreite.
Beim Spannbettlaken zählt neben Länge und Breite die Steghöhe, also wie weit der Rand mit dem Gummizug um die Matratze greift. Miss Matratze und Topper zusammen und nimm ein Laken, dessen Steghöhe einige Zentimeter darüber liegt. Damit so ein Laken nicht als Knäuel im Schrank landet, hilft die Anleitung Spannbettlaken sauber falten.
| Matratze | Bettdecke und Bezug | Kopfkissen | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 70 × 140, Kinderbett | 100 × 135 | 40 × 60 | eigenes Format, Erwachsenenbettwäsche passt nicht |
| 90 × 200 oder 100 × 200 | 135 × 200, für große Menschen 135 × 220 oder 155 × 220 | 80 × 80 oder 40 × 80 | 135 × 200 ist in Deutschland der Standard |
| 140 × 200 | 155 × 220 für eine Person, für zwei eher zweimal 135 × 200 | 80 × 80 oder 40 × 80 | für zwei Personen eher knapp |
| 160 × 200 | zweimal 135 × 200 oder eine Decke 200 × 200 | zweimal 80 × 80 oder 40 × 80 | zwei Decken lassen jedem seine Wärme |
| 180 × 200 | zweimal 135 × 200 oder 155 × 220, alternativ eine Decke 200 × 220 | zweimal 80 × 80 oder 40 × 80 | Decken mit 155 cm Breite überlappen in der Mitte |
| 200 × 200, auch Boxspringbett | zweimal 155 × 220 oder eine Decke 240 × 220 | zweimal 80 × 80 oder 40 × 80 | Steghöhe für Matratze plus Topper messen |
Bei der Waschtemperatur stehen sich Hygiene und Schonung gegenüber. Was direkt auf der Haut liegt, also Bettwäsche, Kissenbezüge und Handtücher aus Baumwolle, verträgt meist 60 Grad, und bei dieser Temperatur lösen sich Hautfett und Schweiß, auch Hausstaubmilben überleben sie nicht. Vorhänge, Wolle, Seide und Viskose leiden unter Hitze und kommen mit 30 bis 40 Grad im Schonwaschgang aus.
Bettwäsche wechselst du am besten alle ein bis zwei Wochen, im Sommer und bei Krankheit öfter. Decken und Kissen selbst kommen seltener in die Maschine, brauchen dafür aber eine große Trommel: Gequetschte Füllung wird weder gleichmäßig nass noch sauber. Wie Daune, Kunstfaser und Wolle jeweils behandelt werden, zeigt der Beitrag Decken und Kissen je nach Füllung waschen.
Irgendwann hilft auch Waschen nicht mehr. Eine Decke, die nach dem Aufschütteln flach bleibt, oder ein Kissen, das zusammengeklappt nicht zurückspringt, hat seine Stützkraft verloren. Woran du das erkennst und welche Zeiträume üblich sind, steht unter wann Bettdecke und Kissen ausgetauscht werden.
| Textil | Temperatur | Wie oft | Worauf es ankommt |
|---|---|---|---|
| Bettwäsche aus Baumwolle | meist 60 Grad, laut Etikett | alle ein bis zwei Wochen | auf links drehen, Reißverschluss und Knöpfe schließen |
| Spannbettlaken aus Jersey | 40 bis 60 Grad | mit der Bettwäsche | nicht heiß trocknen, das Elasthan leidet |
| Kissen und Decken mit Kunstfaser | oft 60 Grad | mehrmals im Jahr, Kissen öfter als Decken | große Trommel, gründlich trocknen |
| Daunen und Federn | 40 bis 60 Grad laut Etikett, Daunenwaschmittel | ein- bis zweimal im Jahr, dazwischen lüften | mit zwei, drei Bällen trocknen, bis keine Klumpen mehr zu fühlen sind |
| Wolle und Kamelhaar | Wollprogramm kalt bis 30 Grad oder Reinigung | selten, dafür regelmäßig lüften | Wärme und Reibung lassen Wolle verfilzen |
| Gardinen und Vorhänge | 30 bis 40 Grad, Schonwaschgang | ein- bis zweimal im Jahr, in der Küche öfter | kurz schleudern, feucht aufhängen |
| Dekokissen | Bezug meist 30 bis 40 Grad | nach Bedarf | Füllung herausnehmen, sie wird seltener gewaschen |
| Handtücher | 60 Grad | spätestens nach einer Woche | ohne Weichspüler, sonst saugen sie schlechter |
Wie ein Vorhang wirkt, entscheidet sich zuerst an der Stange und erst danach am Stoff. Sitzt sie 10 bis 15 Zentimeter über dem Fensterrahmen oder direkt unter der Decke und ragt sie 15 bis 30 Zentimeter zu jeder Seite hinaus, hängen die geöffneten Bahnen neben dem Glas statt davor. Das Fenster wirkt größer, es fällt mehr Licht herein, und beim Verdunkeln dringt an den Rändern weniger Licht herein.
Wie du dabei misst und montierst, zeigt die Anleitung Gardinen in der richtigen Höhe aufhängen. Für die Länge gibt es drei Möglichkeiten: 1 bis 2 Zentimeter über dem Boden, was beim Saugen am praktischsten ist, genau aufstehend oder einige Zentimeter aufliegend, was weich aussieht, aber Staub sammelt.
Steht unter dem Fenster ein Heizkörper, staut ein geschlossener bodenlanger Vorhang die warme Luft zwischen Stoff und Glas. Dort ist ein Vorhang bis knapp über die Fensterbank oder ein Schal, der nur nachts zugezogen wird, die bessere Lösung.
Beim Stoff rechnest du mit dem Anderthalb- bis Zweieinhalbfachen der Stangenbreite: Ösen und Schlaufen kommen mit weniger aus, Kräuselband braucht mehr. Ist der Stoff zu knapp bemessen, hängt der Vorhang zugezogen glatt wie eine Plane. Ideen für Stoffe, Farben und Kombinationen am großen Fenster sammelt die Seite Gardinen fürs Wohnzimmer.
Die Stange sitzt 15 cm über dem Fensterrahmen und reicht auf jeder Seite 25 cm über ihn hinaus. Geöffnet hängen die Schals deshalb neben dem Glas, und der Heizkörper unter dem Fenster bleibt frei.
Dekokissen sind die kleinsten Stoffflächen im Raum und die, die am schnellsten wechseln. Ein Dreisitzer verträgt drei bis fünf Kissen, etwa zwei große in den Ecken und davor ein oder zwei kleinere oder ein längliches Rückenkissen. Gängige Formate sind 40 × 40, 45 × 45, 50 × 50 und 60 × 60 Zentimeter, dazu Rechtecke wie 30 × 50 oder 40 × 60.
Prall sieht ein Kissen aus, wenn das Inlett etwa fünf Zentimeter größer ist als der Bezug, dann füllt es auch die Ecken. Federn lassen sich knicken und springen zurück, Polyesterwatte bleibt formstabil, wird mit den Jahren aber klumpig. Wie Größen, Farben und Muster auf dem Sofa zusammenspielen, zeigt die Seite Sofakissen nach Farbe, Größe und Muster kombinieren.
Auf dem Bett gilt ein anderes Maß, denn jedes Kissen, das tagsüber dekoriert, braucht abends einen Platz. Zwei Schlafkissen und ein bis drei Zierkissen davor sind eine handliche Menge; Größen und Anordnungen zeigt der Beitrag über Dekokissen auf dem Bett.
Ein Plaid über der Sofalehne oder am Fußende bringt eine zweite Oberfläche dazu, am besten mit anderer Struktur als die Kissen: grober Strick zu glattem Samt, Waffelpikee zu Leinen. Fransen und locker gestrickte Garne bleiben allerdings gern an Reißverschlüssen und Krallen hängen.
Putz, Glas, Fliesen und Parkett werfen Schall fast vollständig zurück. In einem Raum mit wenig Stoff klingen Stimmen und Schritte deshalb nach, in Altbauten mit hohen Decken ebenso wie in Neubauten mit großen Glasflächen. Poröse Textilien schlucken einen Teil davon, vor allem die mittleren und hohen Töne, also Stimmen, Geschirrklappern und das Klacken von Absätzen.
Wie viel ein Stoff schluckt, hängt an Dicke, Dichte und Fläche. Ein Vorhang in vielen Falten wirkt stärker als ein glatt gespannter, weil mehr Stoff im Raum hängt und zwischen Stoff und Wand Luft bleibt. Ein großer Teppich und bodenlange Vorhänge bringen zusammen mehr als ein einzelnes schweres Stück.
Ein Wandteppich verbindet beides, er dämpft und ersetzt ein Bild. Damit er glatt hängt und sich nicht verzieht, wird sein Gewicht über die ganze Breite verteilt, etwa mit einer Holzleiste und Klettband oder einem Tunnel mit Stange; worauf es dabei ankommt, steht unter einen Wandteppich ohne Schaden aufhängen. Weitere Ideen für Wände mit Stoff, Bildern und Objekten sammelt der Bereich Deko und Wandgestaltung.
Textilien sind der einfachste Weg, Farbe in einen Raum zu bringen, ohne zu streichen. Damit es nicht unruhig wird, hilft eine Gewohnheit aus der Einrichtungspraxis: Die größte Stofffläche, meist Vorhang oder Teppich, gibt den Grundton vor, und kleinere Stücke greifen Farben auf, die schon im Raum sind, etwa vom Holz des Tisches oder vom Sofa. Welche Töne zusammenpassen, zeigt der Bereich Farben und Farbkombinationen.
Bei Mustern hilft die Größe des Rapports, also der Abstand, in dem sich ein Motiv wiederholt. Ein großes Muster, ein kleines und eine einfarbige Fläche mit Struktur lassen sich fast immer verbinden, zwei große Muster nebeneinander dagegen konkurrieren.
Schau Stoffproben außerdem abends unter deiner eigenen Leuchte an. Warmweißes Lampenlicht macht Rot und Senf kräftiger und Blau stumpfer, und ein Stoff, der im Laden kühl wirkte, kann zu Hause gelblich aussehen; mehr zu Lichtfarben steht im Bereich Licht und Lampen.
Mit den Jahreszeiten wechseln Stoffe leichter als Möbel: im Sommer Leinen, Baumwolle und helle Töne, im Winter Wolle, Samt, Strick und dunklere, wärmere Farben. Eine kleine Kiste mit Kissenbezügen und einem zweiten Plaid reicht, um in wenigen Minuten umzudekorieren; Anregungen für jede Saison gibt es unter Deko nach Jahreszeit.
Bei Textilien sagt die Verarbeitung mehr als der Name auf dem Etikett. Dreh ein Stück um und schau auf die Innenseite: Doppelt genähte Säume, gerade Nähte und ein verdeckt liegender Reißverschluss sprechen für Sorgfalt. Bei Bettwäsche zählt die Faser mehr als der Glanz, denn langstapelige, gekämmte Baumwolle ergibt glatte, feste Garne, die weniger fusseln und länger halten.
Zwei Angaben auf der Packung lohnen einen Blick. Das Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter zeigt bei Handtüchern, Vorhängen und Plaids, wie viel Material im Stoff steckt; bei gleicher Faser heißt mehr Gewicht mehr Saugkraft oder ein schwererer Fall.
Die Fadendichte von Bettwäsche steht in Deutschland als Fäden pro Quadratzentimeter auf der Packung, im englischen Sprachraum als Thread Count pro Quadratzoll. Die beiden Zahlen lassen sich nicht direkt vergleichen, und eine hohe Zahl allein sagt wenig über die Qualität des Garns.
Siegel helfen bei Fragen, die man dem Stoff nicht ansieht. OEKO-TEX Standard 100 heißt, dass das fertige Textil auf Schadstoffe geprüft wurde, GOTS steht für Bio-Fasern und Anforderungen an die ganze Verarbeitung. Was Bettwäsche wirklich luxuriös macht, ist das Zusammenspiel aus Faserlänge, Dichte und Verarbeitung, nicht der Glanz allein.
Vorhangstoff nur so breit wie die Stange
Ein Vorhang ohne Zugabe hängt zugezogen glatt wie eine Folie und lässt an den Rändern Licht durch. Erst mit dem Anderthalb- bis Zweieinhalbfachen der Stangenbreite legt sich der Stoff in Falten, die Licht und Schall schlucken.
Die Stange endet am Fensterrahmen
Dann hängt der geöffnete Vorhang vor dem Glas und nimmt Tageslicht weg, bei schmalen Fenstern einen großen Teil davon. Ragt die Stange auf jeder Seite 15 bis 30 Zentimeter über den Rahmen, bleibt die Scheibe frei.
Neue Textilien ungewaschen benutzen
Rückstände aus der Ausrüstung machen neue Bettwäsche steif, und überschüssige Farbe kann auf helle Laken abfärben. Eine erste Wäsche für sich oder mit ähnlichen Farben löst beides und zeigt, ob der Stoff einläuft, bevor du ihn kürzt oder beziehst.
Weichspüler für Handtücher und Mikrofaser
Weichspüler legt einen Film um die Fasern. Frottee saugt danach schlechter, Mikrofaser verliert ihre Reinigungswirkung, und Daunen verkleben. Weicher werden Handtücher durch kräftiges Ausschütteln und ein paar Minuten im Trockner.
Kissen genau in der Farbe des Sofas
Ein Kissen im selben Ton wie der Bezug geht optisch im Sofa unter. Ein Ton heller oder dunkler, eine andere Oberfläche oder eine Farbe aus dem Teppich setzt es ab, ohne dass es fremd wirkt.
Die Bettdecke nach dem Bett statt nach dem Schlaf kaufen
Die Breite des Betts sagt wenig darüber, welche Decke du brauchst. Entscheidend sind Körpergröße, ob du nachts schwitzt oder frierst und ob du allein schläfst; danach richten sich Länge, Füllung und die Frage, ob es eine oder zwei Decken werden.
Elegant wirken Gardinen im Wohnzimmer, wenn die Stange höher und breiter sitzt als das Fenster, der Saum knapp über dem …
Für Bettwäsche aus Baumwolle sind im Alltag zwei Temperaturen richtig: 60 Grad mit Vollwaschmittel in Pulverform für Weißes, 40 Grad …
Die Größe der Bettwäsche richtet sich nach der Bettdecke und dem Kissen, nicht nach der Matratze. Normal sind 135x200 cm …
Perkal ist keine eigene Faser, sondern ein Baumwollgewebe: feines Garn in Leinwandbindung, dicht gewebt, matt und glatt. Es fühlt sich …
Das Standardmaß einer Bettdecke ist 135 × 200 Zentimeter und passt zu einem Einzelbett und zu Menschen bis etwa 180 …
Auf ein Bett gehören drei Sorten Kissen: Schlafkissen, Lehnkissen und Zierkissen. Als Orientierung gelten zwei Schlafkissen in 80 × 80 …
Ein Spannbettlaken lässt sich glatt falten, wenn du zuerst die vier Eckentaschen ineinander steckst und erst danach in Dritteln legst …
Gute Bettwäsche erkennst du an vier Dingen: einer Faser, die zu deinem Schlafklima passt, einem dichten, gleichmäßigen Gewebe, sauberer Verarbeitung …
Kissen passen zusammen, wenn sie sich vom Sofa sichtbar unterscheiden und untereinander verwandt bleiben: im Unterton der Farbe, bei zwei …
Bettdecken und Kissen mit Kunstfaser dürfen meist mit 60 Grad in die Maschine, Daunen und Federn mit 40 bis 60 …
Aesthetic Bettwäsche ist ein Bett, dessen Teile zusammengehören: Bezug, Laken, Kissen und Decke teilen sich eine Hauptfarbe, höchstens drei Materialien …
Hänge die Stange etwa 10 bis 20 Zentimeter über den Fensterrahmen und lass sie links und rechts je 15 bis …
Bettwäsche, also Bezug, Kissenbezug und Spannbettlaken, kommt etwa alle ein bis zwei Wochen in die Wäsche, der Kissenbezug eher wöchentlich …
Einen Wandteppich hängst du am besten an eine Leiste, an der ein Klettband das Gewicht über die ganze Oberkante verteilt …
Luxuriöse Bettwäsche entsteht aus fünf Dingen: langer Faser, dem passenden Gewebe, sauberer Verarbeitung, einem Farbton, der im Lampenlicht ruhig bleibt …
Zu den Heimtextilien zählen alle Stoffe, die in der Wohnung gebraucht werden und nicht zur Kleidung gehören: Bettwäsche, Bettdecken und Kopfkissen, Gardinen und Vorhänge, Dekokissen und Plaids, Teppiche, Tischwäsche, Handtücher und Duschvorhänge. Auch Möbelbezüge und Wandteppiche gehören dazu. Im Handel heißen sie auch Wohntextilien.
Im Alltag werden beide Wörter oft gleich benutzt. Genau genommen ist eine Gardine aus leichtem, durchscheinendem Stoff und bleibt tagsüber vor dem Fenster, während ein Vorhang dichter ist und zugezogen wird, wenn Licht, Blicke oder Kälte draußen bleiben sollen. Viele Fenster haben beides: eine Gardine vor dem Glas und seitliche Schals, die abends geschlossen werden.
Bettwäsche aus Baumwolle, Leinen oder Satin wäschst du meist bei 60 Grad, sofern das Etikett das erlaubt. Bei dieser Temperatur lösen sich Hautfett und Schweiß, und Hausstaubmilben sterben ab. Seide und Viskose brauchen 30 Grad im Schonwaschgang; Einzelheiten zu Programm und Schleudern stehen unter die passende Waschtemperatur für jedes Gewebe.
In Deutschland ist 135 × 200 Zentimeter das Standardmaß für Bettdecke und Bezug, dazu passt ein Kopfkissen mit 80 × 80 oder 40 × 80 Zentimetern. Wer größer als etwa 1,80 Meter ist, liegt unter der Überlänge 135 × 220 oder dem Komfortmaß 155 × 220 bequemer. Kinderbettwäsche misst 100 × 135 Zentimeter mit einem Kissen von 40 × 60.
Oberbett ist ein anderes Wort für die Bettdecke, unter der du schläfst, im Unterschied zum Unterbett, einer gepolsterten Auflage auf der Matratze. Regional heißt es auch Federbett, Deckbett oder Zudecke. Für das Oberbett gelten dieselben Größen wie für jede Bettdecke; eine Übersicht bietet die Seite zu den gängigen Maßen für Bettdecken.
Im Sommer reicht eine leichte Decke mit wenig Füllung, im Winter braucht, wer leicht friert, mehr Füllung oder Daune. Eine Vierjahreszeitendecke besteht aus einer leichten und einer mittleren Decke, die du mit Druckknöpfen oder Bändern verbindest: einzeln für Sommer und Übergang, zusammen für den Winter. Bezüge aus Leinen oder Perkal fühlen sich im Sommer zusätzlich kühler an.
Alle ein bis zwei Wochen ist eine gute Faustregel, im Sommer, bei Krankheit oder wenn ein Haustier mit im Bett schläft, eher jede Woche. Kopfkissenbezüge nehmen besonders viel Hautfett und Rückstände von Haarpflege auf und dürfen öfter gewechselt werden als der Rest. Decke und Kissen selbst wäschst du seltener, je nach Füllung mehrmals im Jahr.
Ja, das ist sinnvoll. Neue Textilien tragen oft Rückstände aus der Ausrüstung, die den Stoff steif machen, und überschüssige Farbe, die in der ersten Wäsche ausläuft. Wasch neue Bettwäsche deshalb einmal für sich oder mit ähnlichen Farben; dabei wird sie weicher und läuft, falls sie das tut, schon vor dem ersten Beziehen ein.
Üblich sind 10 bis 15 Zentimeter über dem oberen Fensterrahmen. Hängt die Stange direkt unter der Decke, wirkt der Raum höher, und der Vorhang fällt in einer langen Linie. Zur Seite ragt die Stange 15 bis 30 Zentimeter über den Rahmen hinaus, damit der geöffnete Stoff neben dem Glas hängt; Schritt für Schritt erklärt das die Anleitung Gardinen richtig aufhängen.
Bodenlange Vorhänge enden meist 1 bis 2 Zentimeter über dem Boden, dann schleifen sie nicht und bleiben beim Saugen sauber. Wer einen weichen, großzügigen Fall mag, lässt sie einige Zentimeter aufliegen und wäscht dafür öfter. Steht unter dem Fenster ein Heizkörper, ist ein Vorhang bis knapp über die Fensterbank die bessere Wahl, weil er die warme Luft nicht staut.
Ein- bis zweimal im Jahr reicht in den meisten Räumen. In der Küche, in Raucherhaushalten und an Fenstern zu einer viel befahrenen Straße setzen sich Fett und Staub schneller fest, dort lohnt sich eine Wäsche alle paar Monate. Wasch Gardinen bei 30 bis 40 Grad im Schonwaschgang, schleudere nur kurz und häng sie feucht wieder auf, dann zieht ihr Eigengewicht die Falten heraus.
Auf einem Dreisitzer wirken drei bis fünf Kissen meist ausgewogen, auf einem Zweisitzer zwei bis drei. Mehr werden schnell lästig, weil sie beim Sitzen im Weg sind und dann auf dem Boden landen. Mische zwei Größen und wiederhole eine Farbe, die im Raum schon vorkommt; wie das im Einzelnen aussieht, zeigt die Seite wie Kissen auf dem Sofa zusammenpassen.
Dicht und glatt gewebte Stoffe halten Krallen und Haaren am besten stand, etwa Mikrofaser oder fester Baumwollcanvas. Haare lassen sich davon mit einer feuchten Hand oder einer Fusselrolle abnehmen. Bouclé, Schlingengewebe und grob gestrickte Plaids sind dagegen heikel, weil Krallen sich darin verhaken und einzelne Fäden herausziehen.
Hart werden Handtücher meist durch Kalk und Waschmittelreste, die in den Schlingen bleiben, und durch das Trocknen an der Luft. Dosiere das Waschmittel nach der Wasserhärte, schüttle die Tücher vor dem Aufhängen kräftig aus und gib ihnen, wenn möglich, ein paar Minuten im Trockner. Weichspüler macht sie zwar weicher, aber auch weniger saugfähig.
Das Siegel OEKO-TEX Standard 100 bedeutet, dass das fertige Textil mit allen Bestandteilen, also auch Nähgarn, Knöpfen und Reißverschluss, auf Schadstoffe geprüft wurde. Über den Anbau der Faser und die Arbeitsbedingungen sagt es nichts. Wer darauf Wert legt, achtet zusätzlich auf GOTS, das Bio-Fasern und Anforderungen an die gesamte Verarbeitung abdeckt.
Leichte Wandteppiche halten an einer schmalen Holzleiste, die du mit starken Klebestreifen oder Klebenägeln an der Wand befestigst; der Stoff wird per Klettband mit der Leiste verbunden. Prüf vorher, wie viel Gewicht der Kleber trägt, und plane Reserve ein. Schwere Stücke aus Wolle brauchen Schrauben; mehr zur Montage steht unter einen Wandteppich sicher befestigen.
Lagere Textilien nur sauber und ganz trocken, am besten in Baumwollbeuteln oder Kisten mit Deckel und nicht in Plastik, in dem sich Feuchtigkeit sammelt und Stockflecken entstehen. Motten suchen Wolle mit Hautschuppen und Schweißresten, darum hilft sauberes Einlagern mehr als Lavendel oder Zedernholz. Spannbettlaken passen gefaltet besser in den Schrank; wie das geht, zeigt die Anleitung ein Spannbettlaken ordentlich zusammenlegen.