Bettzeug waschen: Bettdecke und Kissen je nach Füllung richtig pflegen
Erst die Füllung, dann das Programm
Zum Bettzeug gehören die Bettdecke, oft auch Oberbett genannt, und die Kopfkissen, also alles, was unter dem Bezug steckt. Anders als die Bettwäsche kommen diese Teile nur ein paar Mal im Jahr in die Maschine, und was sie dort vertragen, hängt fast ganz an der Füllung. Welche Fasern in Decken, Bezügen und Kissen üblich sind und wie sie sich anfühlen, zeigt der Überblick über Textilien im Zuhause.
Für Bezüge und Laken gelten eigene Regeln, nachzulesen im Beitrag über die passende Temperatur für Bettwäsche. Decke und Kissen bestehen dagegen aus einer Hülle, dem Inlett, und einer Füllung aus Kunstfaser, Daunen und Federn, Baumwolle, Schurwolle oder Kamelhaar. Jede dieser Füllungen reagiert anders auf Wasser, Wärme und Bewegung, und daraus folgen Temperatur, Waschmittel und die Art, wie du trocknest.
Die Tabelle nennt die übliche Spanne je Füllung. Verbindlich ist das eingenähte Pflegeetikett, weil es auch Hülle, Nähte und Steppung berücksichtigt: Dieselbe Daune steckt mal in einer Decke, die 60 Grad verträgt, und mal in einer, die nur 40 Grad aushält. Fehlt das Etikett, nimmst du die schonendere Angabe.
Matratzenschoner und Unterbetten mit Kunstfaser behandelst du wie eine Kunstfaserdecke. Matratzen und Topper aus Schaum gehören nicht in die Maschine, nur ihre abnehmbaren Bezüge.
| Füllung | Temperatur und Programm | Waschmittel | Trocknen |
|---|---|---|---|
| Polyester, Hohlfaser, Mikrofaser | meist 60 Grad, Programm für Bettdecken oder Pflegeleicht | Fein- oder Vollwaschmittel, knapp dosiert | Trockner auf niedriger Stufe oder ausgebreitet an der Luft |
| Daunen und Federn | 40 bis 60 Grad laut Etikett, Daunen- oder Schonprogramm | Daunenwaschmittel oder mildes Feinwaschmittel, kein Weichspüler | Trockner auf niedriger Stufe mit Trocknerbällen, oft mehrere Durchgänge |
| Baumwolle | 40 bis 60 Grad laut Etikett, Schonprogramm | Feinwaschmittel | Trockner nur, wenn erlaubt; an der Luft lange und mit häufigem Wenden |
| Schurwolle | nur mit Waschsymbol: Wollprogramm, kalt bis 30 Grad | Wollwaschmittel ohne eiweißlösende Enzyme | liegend an der Luft, nie in den Trockner |
| Kamelhaar | wie Schurwolle, oft ist nur die Reinigung erlaubt | Wollwaschmittel | liegend an der Luft, nie in den Trockner |
Wie oft Decke und Kissen in die Maschine gehören
Der Bezug fängt das meiste von dem ab, was der Körper nachts abgibt: Hautschuppen, Hautfett und Feuchtigkeit. Deshalb wechselst du die Bettwäsche alle ein bis zwei Wochen, während Decke und Kissen mit wenigen Waschgängen im Jahr auskommen. Ganz dicht ist allerdings kein Bezug, und mit jeder Nacht zieht etwas Feuchtigkeit bis in die Füllung.
Kissen brauchen öfter Wasser als die Decke. Kopf und Nacken schwitzen stark, dazu kommen Speichel, Haarpflege und Reste von Gesichtscreme, und all das liegt die ganze Nacht direkt auf dem Kissen. Gelbe Flecken auf dem Inlett zeigen, wie viel davon durch den Bezug dringt.
Die Abstände in der Tabelle sind Erfahrungswerte, keine Vorschrift. Wer stark schwitzt, ein Haustier mit ins Bett nimmt oder auf Hausstaubmilben reagiert, wäscht öfter; mit Kissenschoner und kühlem Schlafzimmer reichen auch längere Abstände.
Zwischen zwei Wäschen hilft Luft, und die kostet nichts. Schlag die Decke morgens zurück und lass das Bett eine Weile offen, am besten bei geöffnetem Fenster: So entweicht die Feuchtigkeit der Nacht, bevor du alles glatt ziehst.
An trockenen Tagen tun Decke und Kissen ein paar Stunden auf dem Balkon gut, im Schatten statt in praller Sonne. Manche Hausordnungen untersagen, Betten über der Brüstung oder aus dem Fenster auszuschütteln; ein Wäscheständer auf dem Balkon ist dann der richtige Platz.
Wenn du auf Hausstaubmilben reagierst
Hausstaubmilben leben dort, wo es warm und feucht ist und Hautschuppen anfallen, und kaum ein Ort bietet das so verlässlich wie ein Bett. Der Stoff, der die Allergie auslöst, steckt vor allem in ihrem Kot; Wasser spült ihn bei jeder Temperatur aus, die Milben selbst überstehen 40 Grad aber oft und sterben erst bei etwa 60 Grad.
Für Allergiker lohnen sich deshalb Decken und Kissen, die laut Etikett 60 Grad vertragen, und kürzere Abstände als in der Tabelle. Ob zusätzlich milbendichte Bezüge sinnvoll sind, klärst du in der ärztlichen Sprechstunde.
| Teil | Übliche Abstände | Öfter, wenn |
|---|---|---|
| Bettwäsche | alle ein bis zwei Wochen | es heiß ist oder jemand krank war |
| Kopfkissen mit Kunstfaser | alle drei bis sechs Monate | du stark schwitzt oder abends Creme und Haaröl benutzt |
| Kopfkissen mit Federn oder Daunen | zwei- bis dreimal im Jahr | das Inlett gelbe Flecken zeigt |
| Bettdecke mit Kunstfaser | zwei- bis viermal im Jahr | du auf Hausstaubmilben reagierst |
| Daunendecke, Oberbett mit Federn | ein- bis zweimal im Jahr | die Decke nach dem Lüften weiter riecht |
| Bettdecke mit Baumwolle | ein- bis zweimal im Jahr | ein Fleck durch den Bezug gegangen ist |
| Schurwolle, Kamelhaar | selten, dazwischen regelmäßig lüften | Flecken sich nicht mehr punktuell entfernen lassen |
Neue Bettdecke: vor dem ersten Gebrauch waschen oder nur lüften?
Eine neue Bettdecke musst du vor dem ersten Gebrauch in aller Regel nicht waschen. Sie kommt sauber aus der Herstellung, und jeder Waschgang beansprucht Füllung und Nähte, Daunen und Wolle stärker als Kunstfaser. Was eine neue Decke braucht, ist Luft.
Der Geruch nach dem Auspacken hat meist eine von zwei Ursachen. Kunstfaserdecken riechen nach Folie und Lager, Daunen und Federn haben einen leichten Eigengeruch, der bei Wärme und Feuchtigkeit stärker wird. Beides lässt nach, wenn die Decke ein bis zwei Tage ausgebreitet am offenen Fenster oder auf dem Balkon liegt.
Vakuumverpackte Decken und Kissen sind nach dem Öffnen flach, weil die Füllung erst wieder Luft ziehen muss. Gib ihnen mindestens einen Tag und schüttle sie zwischendurch auf, bevor du beurteilst, ob sie zu dünn sind.
Waschen lohnt sich vor der ersten Nacht in zwei Fällen: wenn eine Kunstfaserdecke nach dem Lüften weiter streng riecht, und wenn die Decke nicht originalverpackt war, etwa als Ausstellungsstück oder aus zweiter Hand. Ein Eigengeruch von Daunen, der nach Tagen am offenen Fenster nicht schwächer wird, ist dagegen eher eine Frage an den Händler als an die Waschmaschine.
Bei Bettwäsche ist es umgekehrt: Neue Bezüge gehören vor der ersten Nacht in die Maschine, weil sie Reste aus der Ausrüstung und überschüssige Farbe abgeben können. Woran du gute Bettwäsche am Gewebe erkennst, erklärt ein eigener Beitrag.
Passt die Decke in deine Trommel?
Eine Bettdecke wird nur sauber, wenn sie sich in der Trommel bewegen kann. Wasser und Waschmittel müssen bis in die Mitte der Füllung dringen und wieder herausgespült werden; eine zusammengepresste Decke wird innen kaum nass, und die Lauge, die doch hineinkommt, spült die Maschine dort nicht wieder heraus. Die Angabe in Kilogramm hilft dabei wenig: Sie gilt für das Gewicht normaler Wäsche, und eine Decke stößt mit ihrem Volumen an die Grenze, lange bevor ihr Gewicht zählt.
Mach deshalb vor dem Waschen die Trommelprobe mit der trockenen Decke. Leg sie locker hinein, ohne zu drücken: Lässt sich die Tür leicht schließen und bleibt über der Decke etwa eine Handbreit Platz, passt es. Musst du stopfen, ist die Maschine zu klein, auch wenn die Decke irgendwie hineingeht.
Als grobe Orientierung reicht für eine Decke in 135 × 200 Zentimetern meist eine Maschine mit 6 bis 7 Kilogramm, für 155 × 220 Zentimeter und dicke Winterdecken eher eine mit 8 Kilogramm oder mehr. Den Unterschied macht die Bauschhöhe: Eine dünne Sommerdecke passt in eine Trommel, in der eine Winterdecke gleicher Größe keinen Platz mehr findet. Welche Größe zu deinem Bett gehört, zeigt der Überblick über die gängigen Maße einer Bettdecke.
Wasch die Decke allein. Auch dann kann sich die nasse Füllung auf einer Seite der Trommel sammeln, die Maschine erkennt die Unwucht und schleudert schwächer oder gar nicht. Kommt die Decke klatschnass aus dem Programm, verteil sie mit der Hand neu und starte das Schleudern noch einmal.
Bettdecke aus Polyester oder Mikrofaser waschen
Kunstfaser ist die einfachste Füllung für die Waschmaschine. Polyester nimmt kaum Wasser auf: Die Nässe sitzt zwischen den Fasern und nicht in ihnen, darum schleudert die Maschine den größten Teil heraus, und die Decke trocknet deutlich schneller als eine mit Daunen oder Baumwolle. Die meisten Kunstfaserdecken vertragen 60 Grad, also die Temperatur, bei der auch Hausstaubmilben sterben.
Wähl das Programm für Bettdecken, wenn deine Maschine eines hat, sonst Pflegeleicht mit der Temperatur vom Etikett. Dosiere das Waschmittel deutlich knapper als für eine volle Ladung und stell einen zusätzlichen Spülgang ein, denn in der dicken Füllung hält sich Lauge länger als in einem Hemd. Weichspüler lässt du weg: Er legt einen Film auf die Fasern, sie haften aneinander, und die Decke wird flacher statt weicher.
Mikrofaser ist Polyester in besonders feinen Fäden. Bei einer Mikrofaser-Bettdecke besteht meist die Hülle aus diesem dichten, weichen Gewebe, gefüllt ist sie mit Polyesterfasern, und du wäschst sie genauso. Der feine Stoff zieht allerdings Flusen und Tierhaare an, darum gehört er nicht mit neuen Frotteehandtüchern in eine Trommel.
Polyesterdecken fürs Sofa, etwa aus Fleece oder flauschigem Flanell, brauchen weniger Wärme: 30 bis 40 Grad im Schonprogramm reichen. Im Trockner nimmst du nur die niedrige Stufe, weil Polyester ein Kunststoff ist und die flauschige Oberfläche bei Hitze verklebt und hart wird. Reibung an Jeans und Reißverschlüssen raut die Oberfläche auf, deshalb kommen solche Decken mit glatter Wäsche oder allein in die Maschine.
Daunen und Federn: das Oberbett schonend waschen
Eine Daune ist ein flockiges Gebilde aus feinen Ästchen, die Luft zwischen sich festhalten, und diese Luft wärmt. Nass fallen die Flocken zusammen und kleben aneinander, die Decke wird schwer und sieht aus wie ein flacher Sack. Beim Waschen ist das normal und kein Schaden, solange sie danach vollständig trocknet.
Prüf vorher die Hülle. Eine offene Naht oder ein kleines Loch lässt in der Trommel Daunen heraus, die danach im Flusensieb und an der nächsten Wäsche hängen, darum nähst du solche Stellen vor dem Waschen zu.
Wasch die Decke im Daunen- oder Schonprogramm bei der Temperatur auf dem Etikett, mit Daunenwaschmittel oder einem milden Feinwaschmittel. Vollwaschmittel ist zu scharf: Es löst das natürliche Fett aus den Daunen, und ohne dieses Fett werden sie spröde und brechen. Zum Schluss darf die Maschine so kräftig schleudern, wie Etikett und Programm es erlauben, denn was die Trommel herausschleudert, muss später nicht verdunsten.
Ein Oberbett mit Federn behandelst du genauso; die Kiele der Federn machen es etwas fester und schwerer als eine reine Daunendecke, am Programm ändert das nichts. Plane den Waschtag so, dass die Decke direkt aus der Maschine in den Trockner kann und du für die nächsten Stunden in der Nähe bist, um sie aufzuschütteln.
Baumwolldecke, Schurwolle und Kamelhaar
Naturfasern nehmen Wasser in sich auf, statt es nur zwischen sich zu halten, und reagieren deshalb empfindlicher auf Wärme und Bewegung als Kunstfaser. Baumwolle verträgt dabei deutlich mehr als Tierhaar. Bei Schurwolle und Kamelhaar ist die Frage weniger, wie heiß du wäschst, als ob die Decke überhaupt in die Maschine darf.
Baumwolldecke waschen, ohne dass sie einläuft
Mit einer Baumwolldecke ist entweder eine Bettdecke mit Baumwollfüllung gemeint oder eine gewebte Decke aus Baumwolle für Bett und Sofa. Beide vertragen Wasser gut, laufen aber bei Hitze ein: Die Fasern werden bei der Herstellung gestreckt und ziehen sich in warmem Wasser und im heißen Trockner wieder zusammen, am stärksten bei den ersten Wäschen.
Eine gewebte Baumwolldecke wäschst du im Schonprogramm mit 30 bis 40 Grad, kräftige Farben eher mit 30. Zieh sie nach dem Schleudern in Form und lass sie liegend oder über zwei Leinen trocknen. Flecken von Kaffee oder Rotwein behandelst du vorher so, wie du eine Tischdecke aus Baumwolle vorbehandelst und wäschst.
Eine Bettdecke mit Baumwollfüllung saugt sich voll und wird nass sehr schwer, sie braucht also viel Platz in der Trommel und viel Zeit zum Trocknen. Trocknet die Füllung zu langsam, klumpt sie und riecht muffig; der Trockner auf niedriger Stufe hilft, wenn das Etikett ihn erlaubt.
Kamelhaar und Schurwolle: warum sie verfilzen
Wolle und Kamelhaar sind Tierhaare mit einer Oberfläche aus feinen Schuppen. In warmem Wasser quellen die Fasern, die Schuppen stellen sich auf, und kommt Bewegung dazu, verhaken sie sich ineinander: Die Decke verfilzt, wird kleiner und fest wie eine Filzmatte, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Vollwaschmittel verschärft das, weil seine Enzyme Eiweiß abbauen, und Tierhaar besteht aus Eiweiß.
Eine Kamelhaar-Bettdecke oder eine Decke aus Schurwolle wäschst du deshalb nur, wenn das Etikett einen Waschbottich mit Temperatur oder eine Hand im Bottich zeigt. Manche Wolldecken sind filzfrei ausgerüstet und dürfen ins Wollprogramm, kalt oder mit 30 Grad, mit Wollwaschmittel und schonendem Schleudern. Getrocknet wird liegend auf einem Wäscheständer, nie im Trockner und nie auf der Heizung.
Oft ist Waschen gar nicht nötig. Wolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie an trockener Luft wieder ab, und mit ihr verfliegt ein großer Teil der Gerüche, darum bleibt eine Wolldecke, die regelmäßig ein paar Stunden im Schatten liegt, lange frisch. Zeigt das Etikett einen durchgestrichenen Bottich, ist die Textilreinigung der richtige Weg.
Trocknen, bis innen nichts mehr klumpt
Beim Trocknen entscheidet sich, ob die Wäsche gelungen ist. Eine Decke fühlt sich außen oft schon trocken an, während im Kern noch Feuchtigkeit sitzt, und dort vermehren sich Bakterien: Die Decke riecht muffig, im schlimmsten Fall bilden sich Stockflecken. Lieber eine Stunde länger trocknen als eine zu kurz.
Daunen und Federn gehören in den Trockner, auf niedrige Stufe, zusammen mit zwei oder drei Trocknerbällen oder sauberen Tennisbällen. Die Bälle schlagen bei jeder Umdrehung auf die Decke und lösen die Klumpen, die sich beim Waschen gebildet haben. Nimm die Decke nach jedem Durchgang heraus, schüttle sie auf und tast sie ab: Trocken ist sie erst, wenn sie überall gleich dick ist, locker fällt und nicht mehr nach feuchtem Gefieder riecht.
Kunstfaser trocknet auch an der Luft, ausgebreitet über zwei, drei Leinen oder einen großen Wäscheständer. Hängt die nasse Decke nur über einer einzigen Leine, zieht ihr Gewicht die Füllung nach unten, und sie trocknet ungleichmäßig. Dreh und schüttle sie alle paar Stunden und rechne je nach Wetter mit einem Tag oder länger.
Trocknest du in der Wohnung, gibt die Decke viel Wasser an die Raumluft ab. Lüfte das Zimmer mehrmals kurz mit weit geöffnetem Fenster, statt es dauerhaft zu kippen, und häng die Decke nicht in ein Bad ohne Fenster. Dort bleibt die Feuchtigkeit an Fugen und Wänden hängen, wie man an jedem Duschvorhang mit Stockflecken sieht.
Kopfkissen: jede Füllung braucht etwas anderes
Bei Kissen ist die Auswahl an Füllungen größer als bei Decken, und nicht jede verträgt Wasser. Kunstfaser, Faserbällchen, Federn und Daunen dürfen meist in die Maschine. Viskoelastischer Schaum, Latex und Spelz von Dinkel oder Hirse nicht: Schaum saugt sich voll und trocknet innen kaum, Spelz beginnt nass zu schimmeln.
Wasch Kissen am besten zu zweit. Ein einzelnes nasses Kissen liegt auf einer Seite der Trommel, die Maschine erkennt die Unwucht und schleudert schwächer, und das Kissen bleibt nass. Zwei gleich schwere Kissen gleichen sich aus, und du kannst sie zusammen trocknen.
Ob ein Kissen mit Kunstfaser oder Federn ausgedient hat, zeigt sich nach dem Trocknen. Leg es zur Hälfte gefaltet auf den Tisch: Klappt es von selbst wieder auf, trägt die Füllung noch, bleibt es geknickt liegen, ist sie verbraucht. Welche Füllung und welche Höhe zu deiner Schlafhaltung passen, steht im Ratgeber zum passenden Kopfkissen fürs Bett.
| Füllung | In die Maschine? | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Kunstfaser, Faserbällchen | ja, meist bis 60 Grad | zwei Kissen zusammen waschen, im Trockner auf niedriger Stufe |
| Federn und Daunen | ja, 40 bis 60 Grad laut Etikett | mildes Waschmittel, mit Trocknerbällen trocknen, bis kein Klumpen mehr zu spüren ist |
| Schurwolle, Kamelhaar | nur mit Waschsymbol, dann im Wollprogramm | liegend trocknen, nicht in den Trockner |
| Viskoelastischer Schaum | nein, nur der Bezug | Kern lüften, Flecken mit einem feuchten Tuch abtupfen |
| Latex | nein, nur der Bezug | nicht in die Sonne legen, Licht macht Latex spröde |
| Dinkel- oder Hirsespelz | nein, nur der Bezug | Füllung trocken halten, Kissen oft aufschütteln und lüften |
Bettdecke waschen lassen: Waschsalon, Reinigung oder Bettenfachgeschäft
Nicht jede Decke gehört in die eigene Maschine. Ist die Trommel zu klein, fehlt ein Trockner oder schließt das Etikett das Waschen aus, lässt du die Bettdecke waschen oder wäschst sie dort, wo größere Geräte stehen. Welcher Weg passt, hängt von Füllung und Größe ab.
Viele Waschsalons haben neben normalen Geräten auch Maschinen und Trockner mit großer Trommel. Für Kunstfaser- und Daunendecken, die zu Hause nicht locker liegen, ist das oft die einfachste Lösung; frag nach einem Schonprogramm und plane für Daunen mehrere Trocknerdurchgänge ein. Trocknerbälle bringst du selbst mit.
Eine Textilreinigung nimmt Decken an, die nicht ins Wasser dürfen, vor allem Schurwolle und Kamelhaar mit durchgestrichenem Bottich auf dem Etikett. Bettenfachgeschäfte bieten für Daunen und Federn eine Bettfedernreinigung an, bei der die Füllung gereinigt und in ein neues Inlett gefüllt wird. Was das kostet, hängt von Größe, Füllung und Umfang ab; frag vorher auch, ob fehlende Füllung ergänzt wird.
Manchmal lohnt keine Reinigung mehr. Bleibt eine Decke nach dem Waschen flach, hat sie Schimmelflecken oder riecht sie nach einem Wasserschaden modrig, ist eine neue die bessere Wahl. Wechselst du dabei die Größe, braucht auch der Bezug ein anderes Maß; welche Bezüge zu welcher Decke gehören, zeigt der Überblick über die Größen von Bettwäsche.
| Situation | Was passt | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Kunstfaserdecke liegt in der eigenen Maschine nicht locker | Waschsalon mit großer Trommel | Temperatur vom Etikett, danach gleich in den großen Trockner auf niedriger Stufe |
| Daunendecke, aber kein Trockner zu Hause | im Waschsalon waschen und trocknen | Trocknerbälle mitnehmen und Zeit für mehrere Durchgänge einplanen |
| Schurwolle oder Kamelhaar mit durchgestrichenem Waschbottich | Textilreinigung | vorher fragen, ob Bettdecken aus Tierhaar angenommen werden |
| Daunendecke ist trocken, bleibt aber flach und dünn | Bettfedernreinigung im Bettenfachgeschäft | Preis vorher erfragen und mit dem einer neuen Decke vergleichen |
| Ein einzelner Fleck auf einer sonst sauberen Decke | nur die Stelle auswaschen | Füllung zur Seite schieben, Stoff abbinden, danach gründlich trocknen |
| Schimmelflecken oder modriger Geruch nach einem Wasserschaden | ersetzen statt waschen | Sporen sitzen in der Füllung, wo Waschen sie nicht sicher erreicht |
So wäschst du eine Bettdecke zu Hause
Die Reihenfolge gilt für Kunstfaser, Daunen, Federn und Baumwolle; Wolle und Kamelhaar wäschst du nur, wenn das Etikett es ausdrücklich erlaubt.
- Etikett lesen
Das eingenähte Etikett nennt die Höchsttemperatur und zeigt, ob die Decke in den Trockner darf; es gilt vor jeder Faustregel, weil es auch Hülle und Nähte berücksichtigt. Ein durchgestrichener Waschbottich heißt nicht waschen, ein Kreis mit Buchstaben heißt professionell reinigen. Die übrigen Zeichen erklärt der Beitrag über Pflegesymbole und Temperaturen bei Bettwäsche, auf Decken stehen dieselben.
- Hülle prüfen
Such Nähte und Stoff nach offenen Stellen ab und näh sie vorher zu. Ein Loch wird in der Trommel größer, weil die nasse, schwere Füllung von innen gegen den Stoff drückt.
- Trommelprobe machen
Leg die trockene Decke locker in die Trommel. Bleibt eine Handbreit Platz und schließt die Tür ohne Drücken, kann es losgehen; sonst gehört die Decke in eine größere Maschine, weil eine gepresste Füllung innen nicht sauber wird.
- Programm und Waschmittel wählen
Nimm das Programm für Bettdecken oder Daunen, sonst Schon- oder Pflegeleichtwäsche, mit der Temperatur vom Etikett. Dosiere das passende Waschmittel knapp und lass den Weichspüler weg, denn alles, was in der dicken Füllung zurückbleibt, macht sie flacher.
- Zusätzlich spülen und kräftig schleudern
Ein zusätzlicher Spülgang holt Waschmittelreste aus der Füllung, die sonst Schmutz anziehen und die Haut reizen können. Geschleudert wird so stark, wie das Etikett es erlaubt, Wolle nur im schonenden Wollprogramm: Weniger Wasser in der Decke heißt kürzer trocknen.
- Bis in den Kern trocknen
Daunen und Federn kommen sofort in den Trockner, auf niedrige Stufe und mit Trocknerbällen; Kunstfaser darf auch ausgebreitet an die Luft. Schüttle die Decke zwischendurch auf und tast sie ab: Erst wenn kein Klumpen und keine kühle, feuchte Stelle mehr zu fühlen ist, ist sie fertig.
- Auslüften, dann beziehen
Lass die Decke noch einige Stunden ausgebreitet liegen, damit die letzte Feuchtigkeit verdunstet, bevor der Bezug sie wieder einschließt. Danach kommt sie zurück ins Bett; wie du ein Bett beziehst, ohne mit dem Bezug zu ringen, zeigt eine eigene Anleitung.
Zum Abhaken
- Das Etikett erlaubt Maschinenwäsche, und du kennst die Höchsttemperatur.
- Hülle und Nähte haben keine offene Stelle.
- Über der trockenen Decke bleibt in der Trommel eine Handbreit Platz.
- Das Waschmittel passt zur Füllung und ist knapp dosiert, Weichspüler bleibt weg.
- Ein zusätzlicher Spülgang ist eingestellt.
- Für Daunen und Federn liegen zwei oder drei Trocknerbälle bereit.
- Beim Durchkneten ist kein Klumpen und keine feuchte Stelle mehr zu spüren.
- Die Decke kommt erst in den Bezug, wenn sie ganz trocken ist.
Häufige Fehler
Weichspüler in der Decke
Weichspüler legt einen Film auf Fasern und Daunen. Daunen verkleben dadurch, Kunstfasern haften aneinander, und die Decke verliert an Höhe und damit an Wärme. Weich wird eine Decke durch gründliches Ausspülen und Aufschütteln.
Waschmittel wie für eine volle Ladung
Eine Decke ist selten stark verschmutzt, hält Lauge aber in ihrer dicken Füllung fest. Zu viel Waschmittel lässt sich nicht vollständig ausspülen, zieht später Schmutz an und kann auf der Haut jucken. Knapp dosieren und einmal mehr spülen.
Eine Daunendecke auf der Leine trocknen
An der Luft trocknen Daunen so langsam, dass sie im Kern tagelang feucht bleiben, verklumpen und zu riechen beginnen. Ohne die Bewegung im Trockner lösen sich die Klumpen auch nicht von selbst. Fehlt ein Trockner, ist der Waschsalon die bessere Wahl.
Wolle mit Vollwaschmittel waschen
Vollwaschmittel enthält Enzyme, die Eiweißflecken lösen, und Tierhaar besteht selbst aus Eiweiß. Die Fasern werden angegriffen und brechen, und mit Wärme und Bewegung verfilzt die Decke zusätzlich. Für Wolle und Kamelhaar kommt nur Wollwaschmittel infrage.
Die Decke noch feucht beziehen
Im Bezug kann die Restfeuchte kaum entweichen, und unter einem warmen Körper wird es darin noch feuchter. So entstehen Geruch und im schlimmsten Fall Stockflecken, die sich kaum noch auswaschen lassen. Ein halber Tag mehr auf dem Wäscheständer ist die günstigere Lösung.
Ein Visco-Kissen in die Maschine stecken
Viskoelastischer Schaum saugt Wasser auf wie ein Schwamm und gibt es nur sehr langsam wieder ab. Im Kern bleibt er lange feucht, und in der Trommel kann der Block einreißen. Wasch nur den Bezug und lüfte den Kern.
Die Daunendecke ausklopfen
Klopfen bricht die feinen Ästchen der Daunen, und mit ihnen geht die Fähigkeit verloren, Luft zu halten. Die Decke wird mit der Zeit dünner und staubiger. Schüttle sie stattdessen an zwei Ecken kräftig auf, damit sich die Füllung verteilt.
Häufige Fragen
Wie wasche ich Bettzeug richtig?
Schau zuerst aufs Etikett, dann auf die Füllung. Kunstfaser verträgt meist 60 Grad und Pflegeleicht, Daunen und Federn 40 bis 60 Grad mit mildem Daunenwaschmittel, Wolle und Kamelhaar höchstens das Wollprogramm. Wasch jedes Teil mit Platz in der Trommel, knapp dosiert und mit einem zusätzlichen Spülgang, und trockne es vollständig, bevor es wieder in den Bezug kommt.
Sollte man eine neue Bettdecke vor Gebrauch waschen?
Meist nicht. Neue Decken sind sauber, und jeder Waschgang beansprucht die Füllung.
Pack sie aus, schüttle sie auf und lass sie ein bis zwei Tage am offenen Fenster liegen, dann verfliegt der Geruch nach Verpackung. Waschen lohnt sich nur, wenn eine Kunstfaserdecke danach weiter riecht oder die Decke nicht originalverpackt war.
Bei wie viel Grad wasche ich eine Bettdecke aus Polyester?
Die meisten Bettdecken aus Polyester vertragen 60 Grad, das Etikett sagt es genau. Diese Temperatur reicht auch gegen Hausstaubmilben. Nimm das Programm für Bettdecken oder Pflegeleicht, wenig Waschmittel und keinen Weichspüler; im Trockner wählst du die niedrige Stufe, weil Kunstfaser große Hitze schlecht verträgt.
Wie wasche ich eine Mikrofaser-Bettdecke?
Wie eine Decke aus Polyester, denn Mikrofaser ist Polyester in sehr feinen Fäden: meist mit 40 bis 60 Grad laut Etikett, mit wenig Waschmittel und ohne Weichspüler. Wasch sie allein oder mit glatter Wäsche, weil der feine Stoff Flusen von Handtüchern anzieht, und trockne sie auf niedriger Stufe oder ausgebreitet an der Luft.
Kann man eine Kamelhaar-Bettdecke waschen?
Nur, wenn das Etikett es erlaubt. Kamelhaar verfilzt wie Schafwolle, sobald Wärme, Wasser und Bewegung zusammenkommen.
Zeigt das Etikett einen Waschbottich mit Temperatur oder eine Hand im Bottich, wäschst du im Wollprogramm, kalt oder mit 30 Grad und mit Wollwaschmittel, und trocknest liegend. Sonst bringst du die Decke in eine Textilreinigung und lüftest sie dazwischen regelmäßig.
Wie wasche ich eine Baumwolldecke, ohne dass sie einläuft?
Mit niedriger Temperatur und ohne große Hitze beim Trocknen. Eine gewebte Baumwolldecke kommt mit 30 bis 40 Grad ins Schonprogramm, danach ziehst du sie in Form und lässt sie liegend oder über zwei Leinen trocknen. Den Trockner nutzt du nur, wenn das Etikett ihn erlaubt, und dann auf niedriger Stufe.
Wie oft sollte man ein Oberbett waschen?
Ein Oberbett mit Daunen oder Federn kommt üblicherweise ein- bis zweimal im Jahr in die Maschine, eine Decke mit Kunstfaser zwei- bis viermal. Dazwischen reicht es, das Bett morgens offen zu lassen und die Decke ab und zu im Schatten zu lüften. Wer auf Hausstaubmilben reagiert oder stark schwitzt, wäscht öfter.
Wo kann ich meine Bettdecke waschen lassen?
Im Waschsalon wäschst du selbst, aber mit großen Maschinen und Trocknern, was für Kunstfaser- und Daunendecken oft reicht. Eine Textilreinigung übernimmt Decken aus Wolle und Kamelhaar, die nicht ins Wasser dürfen. Bettenfachgeschäfte bieten für Daunen und Federn eine Bettfedernreinigung an, bei der die Füllung gereinigt und in ein neues Inlett gefüllt wird.
Welche Waschmaschine brauche ich für eine Bettdecke in 135 × 200?
Für eine Decke in 135 × 200 Zentimetern reicht meist eine Maschine mit 6 bis 7 Kilogramm, für dicke Winterdecken und 155 × 220 Zentimeter eher eine mit 8 Kilogramm oder mehr. Entscheidend ist die Trommelprobe: Die trockene Decke muss locker hineinpassen, und über ihr bleibt eine Handbreit Platz.
Wie bekomme ich gelbe Flecken aus dem Kopfkissen?
Die gelben Flecken entstehen aus Schweiß und Hautfett, die sich mit der Zeit verfärben. Reib die Stellen vor dem Waschen mit Gallseife oder etwas Flüssigwaschmittel ein, lass das eine halbe Stunde einwirken und wasch das Kissen dann mit der höchsten Temperatur, die das Etikett erlaubt. Alte Flecken verblassen oft nur, das Kissen ist danach trotzdem sauber.
Was tun, wenn die Daunendecke nach dem Waschen klumpt?
Weiter trocknen. Klumpen sind fast immer Daunen, die noch feucht sind und aneinanderkleben.
Gib die Decke mit zwei oder drei Trocknerbällen zurück in den Trockner auf niedriger Stufe, schüttle sie nach jedem Durchgang auf und zieh größere Klumpen vorsichtig mit den Fingern auseinander. Erst wenn die Decke überall gleich dick ist, ist sie trocken.
Kann ich einen Fleck aus der Bettdecke entfernen, ohne die ganze Decke zu waschen?
Ja, bei Daunen- und Federdecken ist das sogar schonender als eine ganze Wäsche. Schieb die Füllung von der Stelle weg, bind den leeren Stoff mit einem Haargummi ab und wasch nur diesen Zipfel mit lauwarmem Wasser und etwas Gallseife oder Feinwaschmittel aus. Spül gründlich nach, trockne den Stoff mit dem Föhn auf kühler Stufe und schüttle die Füllung erst danach zurück.
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