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Praktisch wohnen, ruhig leben

Praktisch

Wohnung einrichten: Reihenfolge, Maße und Ideen für jeden Raum

Richte eine Wohnung von den schweren zu den leichten Entscheidungen ein: erst messen und einen Grundriss mit Fenstern, Türen und Heizkörpern zeichnen, dann die großen Möbel stellen, danach Licht, Wandfarbe, Textilien und zuletzt Deko. In dieser Reihenfolge passt der Teppich zur Sitzgruppe und die Farbe zum Licht, und kaum etwas muss zurück. Den ersten Schritt machst du ohne Kauf: mit Zollstock, Papier und Malerkrepp.

Leerer Wohnraum mit Dielenboden, darauf ein gezeichneter Grundriss, ein Zollstock und Malerkrepp
Ein Grundriss auf Papier und ein paar Streifen Malerkrepp kosten fast nichts und ersparen manchen Fehlkauf.

Einrichten: Wo stehst du gerade?

Einrichten bedeutet für jeden etwas anderes. Die eine hat gerade den Schlüssel für eine leere Wohnung bekommen, der andere lebt seit Jahren zwischen denselben Möbeln und möchte, dass sich etwas ändert. Wieder andere suchen eine Antwort für ein einzelnes Zimmer, eine Ecke oder die Fensterbank.

Hast du gerade den Schlüssel bekommen, kommt das Einrichten erst an zweiter Stelle. Fotografiere vorher jeden Raum, jede Wand und jeden Zählerstand, denn was bei der Wohnungsübergabe zu beachten ist, kann beim Auszug über die Kaution entscheiden. Was in den ersten Tagen wirklich da sein muss und was warten kann, steht in der Checkliste für die erste eigene Wohnung.

Wohnst du schon und willst etwas ändern, fang nicht beim Kaufen an. Die meisten Räume gewinnen mehr durch eine andere Anordnung, besseres Licht und freie Flächen als durch neue Möbel; wie das Schritt für Schritt geht, zeigt der Beitrag zum Umgestalten eines Zimmers. Wer zuerst Beispiele sehen will, findet sie bei den Ideen für die Wohnungseinrichtung, und ist die Wohnung eher klein, hilft der Bereich zu kleinen Räumen weiter.

Deine SituationDie erste FrageWomit du anfängst
Neue, leere WohnungWo stehen Bett, Sofa und Tisch?Grundriss zeichnen und Fenster, Heizkörper, Türen und Steckdosen eintragen
Wohnung neu einrichten, die Möbel sind schon daWas bleibt, was geht?Jedes große Möbelstück einzeln prüfen: Passt es zum Raum und zu deinem Alltag?
Haus mit mehreren EtagenWas verbindet die Räume?Eine Farbfamilie und einen Holzton festlegen, die auf allen Etagen wiederkehren
Einzimmerwohnung oder ApartmentWie trennst du Schlafen, Wohnen und Essen?Bereiche mit Licht, Teppich und Regal abgrenzen
Ein Zimmer wirkt nicht, obwohl alles da istLiegt es am Licht, an der Anordnung oder an der Farbe?Abends alle Leuchten einschalten und ansehen, welche Ecken dunkel bleiben
Kinderzimmer, Gästezimmer, BüroWer nutzt den Raum, und wann?Die Hauptaufgabe festlegen und die Möbel danach planen
Wenig BudgetWas kostet nichts?Umstellen, ausräumen, Leuchten umsetzen, erst danach kaufen

In welcher Reihenfolge du eine Wohnung einrichtest

Vor dem Sofa, der Wandfarbe und dem Teppich steht eine andere Frage: Was kommt zuerst? Die Antwort folgt einer einfachen Logik, die für jede Wohneinrichtung gilt. Was schwer zu ändern ist, kommt früh, was sich leicht austauschen lässt, kommt spät; ein Boden bleibt Jahre, ein Kissen eine Saison.

Am Anfang steht das Maßband. Zeichne den Raum auf Papier, im Maßstab 1:50 sind das zwei Zentimeter pro Meter, und trag alles ein, was fest ist: Fenster mit Öffnungsrichtung, Heizkörper, Türen mit ihrem Schwenkbereich, Steckdosen und Deckenauslässe. Wie du dabei vorgehst und wo beim Messen die typischen Fehler passieren, steht im Beitrag zum Ausmessen von Räumen.

Dann kommen die großen Möbel, weil sie die Wege festlegen. Erst wenn Bett, Sofa, Schrank und Tisch auf dem Plan stehen, weißt du, wo eine Leuchte hängen muss, wie groß der Teppich wird und welche Wand Farbe bekommt. Die Wandfarbe wählst du deshalb nach Sofa und Boden aus, streichst aber, bevor die Möbel kommen.

Wird renoviert, gilt die Regel von oben nach unten: Decke, Wände, Boden und zum Schluss die Sockelleisten, damit keine Farbe auf dem neuen Boden landet. Was sich bei größeren Arbeiten lohnt, zeigen die Ideen zum Renovieren von Haus und Wohnung.

Wenn die Möbel schon da sind

Beim Umgestalten gilt dieselbe Reihenfolge, nur beginnt sie mit dem Ausräumen. Trag alles Kleine aus dem Zimmer, bis nur die großen Möbel stehen, und prüf bei jedem, ob es am besten Platz steht. Oft reicht es, das Sofa um 90 Grad zu drehen oder das Bett an eine andere Wand zu stellen; Pläne und Varianten dafür zeigt der Beitrag Zimmer umstellen.

Danach kommt das Umdekorieren mit dem, was du hast: Leuchten aus anderen Räumen, ein Teppich aus dem Flur, Bilder, die im Schrank liegen. Erst wenn klar ist, was dann noch fehlt, lohnt sich ein Kauf. Wie du mit wenig Geld weit kommst, steht in den Tipps zum günstigen Einrichten.

SchrittWarum an dieser StelleWas dafür feststehen muss
1. Messen und Grundriss zeichnenOhne Zentimeter ist jeder Kauf geratenRaummaße, Fenster, Türen, Heizkörper, Steckdosen
2. Große Möbel stellenBett, Sofa und Schrank legen Wege und Blickrichtungen festGrundriss und die Stellen, an denen Tageslicht hinfällt
3. Licht planenLeuchten folgen den Plätzen, an denen du sitzt, liest und isstMöbelplan
4. Wandfarbe wählenFarbe wirkt neben Sofa und Boden und unter Lampenlicht andersMöbel, Boden, Licht
5. Teppich und VorhängeDie Größe ergibt sich aus der Möbelstellung und den FenstermaßenPosition von Sofa, Bett und Esstisch
6. DekoErst im fertigen Raum siehst du, wo wirklich etwas fehltAlles andere

Abstände und Maße, die beim Einrichten zählen

Ob ein Raum angenehm ist, entscheidet sich weniger an den Möbeln als an den Zentimetern dazwischen. Ein Weg, auf dem du seitlich gehen musst, oder eine Schranktür, die gegen das Bett stößt, stört jeden Tag aufs Neue. Die Werte in der Tabelle ergeben sich aus Körpermaßen und Bewegungen, sie sind Richtwerte und keine Vorschrift.

Wer größer ist als der Durchschnitt, mit Kindern lebt oder einen Rollator nutzt, plant großzügiger. Für Wohnungen, die uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar sein sollen, nennt die DIN 18040-2 Bewegungsflächen von 150 × 150 cm, damit er sich drehen lässt. In einer normalen Wohnung ist das kein Muss, aber ein guter Maßstab für den Flur und das Bad.

Viele Fehlkäufe beginnen mit einem Möbelstück, das im Laden kleiner wirkte. Kleb seine Grundfläche vor dem Kauf mit Malerkrepp auf den Boden und geh ein paar Tage darum herum. Was du vor größeren Anschaffungen sonst noch prüfen kannst, sammelt die Kaufberatung für Möbel und Wohnzubehör.

Bei der Lieferung zählt die engste Stelle, nicht das Zimmer: Haustür, Kurve im Treppenhaus, Aufzug, Wohnungstür. Vergleiche ihre Breite mit Tiefe und Höhe des Möbelstücks, denn getragen wird meist auf der Seite oder hochkant. Abnehmbare Füße und Armlehnen bringen oft die entscheidenden Zentimeter.

WoRichtwertWarum
Hauptweg durch den Raum80 bis 90 cmDu gehst aufrecht hindurch, auch mit einem Wäschekorb
Nebenweg, etwa zum Fenstermindestens 60 cmDarunter gehst du seitlich
Vor einem Schrank mit Drehtüren90 bis 100 cmDie Tür schwenkt auf, und du stehst trotzdem noch davor
Vor einem Schrank mit Schiebetüren60 bis 70 cmEs braucht nur Platz zum Davorstehen
Neben dem Bett, auf der Seite zum Aufstehen60 bis 70 cmAufstehen, Bett machen, anziehen
Zwischen Sofa und Couchtisch30 bis 45 cmDie Knie haben Platz, die Tasse bleibt in Reichweite
Esstisch pro Person60 cm TischbreiteTeller, Besteck und Ellenbogen
Hinter einem Esstischstuhl70 bis 80 cm, mit Durchgang rund 100 cmStuhl zurückschieben und aufstehen, ohne an die Wand zu stoßen
Zwischen Sitzfläche und Tischplatterund 27 bis 30 cmDie Beine passen darunter, die Unterarme liegen entspannt auf
Pendelleuchte über dem Esstisch60 bis 70 cm über der PlatteLicht auf dem Tisch, keine Blendung im Sitzen
Bildmitte an der Wandetwa 145 bis 160 cm über dem BodenUngefähr Augenhöhe im Stehen

Ein Raum für alles: Einzimmerwohnung und Essplatz auf wenig Fläche

In einer 1-Zimmer-Wohnung mit 20 qm bleiben nach Bad, Flur und Kochnische oft nur 13 bis 15 qm für Schlafen, Wohnen, Essen und Arbeiten. Der Grundriss unten zeigt einen solchen Raum mit rund 15 qm. Das Bett steht in der Ecke, die am weitesten von der Tür entfernt ist, denn wer hereinkommt, sieht dann zuerst Sofa und Tisch und nicht das ungemachte Bett.

Jeder Bereich braucht eine Grenze, die wenig oder nichts kostet: ein Teppich unter der Sitzgruppe, eine Leuchte über dem Tisch, ein offenes Regal am Fußende des Bettes. Ein Regal ohne Rückwand trennt, ohne dem Bett das Licht zu nehmen. Ein Vorhang an einer Deckenschiene lässt das Bett tagsüber ganz verschwinden.

Für einen Essplatz mit wenig Platz ist die Form wichtiger als die Größe. Ein runder Tisch mit 80 bis 90 cm Durchmesser reicht für zwei Personen und zur Not für vier, und ohne Ecken kommst du leichter vorbei. In einem schmalen Esszimmer oder einem langen, rechteckigen Wohnzimmer spart eine Bank an der Wand den Platz hinter den Stühlen, weil man sie nicht zurückschiebt.

Eine gemütliche Essecke entsteht dort, wo Licht und Sitzen zusammenpassen: eine Pendelleuchte knapp über Kopfhöhe der Sitzenden, eine Bank mit Kissen im Rücken, die Wand daneben in einem wärmeren Ton. Wie du den Tisch deckst, wenn doch einmal sechs Gäste kommen, zeigen die Ideen zum Tischdecken. Ist das Wohnzimmer dagegen groß, gilt der umgekehrte Fall: Dann braucht der Raum Bereiche, damit die Möbel nicht verloren an den Wänden stehen.

Wohnraum 350 × 430 cm, rund 15 qm, mit Bett, Sofa und Essplatz
123Bett 140 × 200Tisch 80 × 80StuhlStuhlSofa 1809Schrank75 cm neben dem Bett40 cm zum Couchtisch115 cm vor dem Schrank350 cm430 cm

Das Bett steht in der Ecke gegenüber der Tür und nicht unter dem Fenster, der Esstisch bekommt das Tageslicht, und vom Eingang bis zum Fenster bleibt ein Weg von gut einem Meter.

  • 1. Fenster: 150 × 8 cm
  • 2. Heizkörper: 130 × 10 cm
  • 3. Tür: 80 × 8 cm
  • 4. Bett 140 × 200
  • 5. Tisch 80 × 80
  • 6. Stuhl: 45 × 45 cm
  • 7. Stuhl: 45 × 45 cm
  • 8. Sofa 180
  • 9. Couchtisch: 50 × 90 cm
  • 10. Schrank: 60 × 100 cm
  • 75 cm neben dem Bett
  • 40 cm zum Couchtisch
  • 115 cm vor dem Schrank

Altbau, Dachgeschoss, Loft oder Haus: der Grundriss redet mit

Dieselben Möbel wirken in einem Altbau mit über drei Metern Deckenhöhe anders als unter einer Dachschräge oder in einem offenen Neubau. Jede Wohnform hat eine Eigenheit, die du nicht wegdekorieren, aber nutzen kannst. Die Tabelle zeigt, welche das ist und was dazu passt.

Im Altbau sind es hohe Decken, Dielen und viele Türen, die wenig durchgehende Wand übrig lassen. Hohe Regale und Leuchten auf mehreren Höhen holen die Decke ins Bild, statt sie leer über den Möbeln stehen zu lassen; mehr dazu beim Einrichten einer Altbauwohnung.

Unter dem Dach ist es umgekehrt: Die Stehhöhe ist knapp, und wer sie gut verplant, gewinnt Raum. Was unter die Schräge passt und was nicht, steht im Beitrag zur Dachgeschosswohnung.

Ein Loft hat Fläche und Höhe, aber harte Oberflächen aus Beton, Glas und Stahl. Der Raum hallt, und jedes Gespräch klingt lauter, als es ist. Teppiche, Vorhänge und volle Bücherregale schlucken Schall und teilen die Fläche zugleich in Bereiche, wie der Beitrag zum Einrichten eines Lofts zeigt.

Moderne Häuser haben innen oft offene Grundrisse, große Fenster und Fußbodenheizung. Teppiche sollten dann ausdrücklich für Fußbodenheizung geeignet sein, sonst staut sich die Wärme darunter. Bei der Hauseinrichtung über mehrere Etagen hilft ein roter Faden, etwa derselbe Holzton oder eine Farbfamilie, die in jedem Stockwerk wiederkehrt.

Eine Ferienwohnung folgt eigenen Regeln, weil viele verschiedene Menschen sie kurz und intensiv nutzen. Abwischbare Oberflächen, Haken statt Bügel, eine Ablage für Koffer und Leuchten mit gut erreichbaren Schaltern zählen dort mehr als Deko; Details dazu stehen bei der Einrichtung einer Ferienwohnung.

WohnformTypische EigenheitWas dort funktioniert
EinzimmerwohnungAlles in einem Raum, wenig StellflächeBereiche mit Licht und Teppich trennen, Möbel mit zwei Aufgaben
2-Zimmer-WohnungKleines Schlafzimmer, Wohnzimmer mit EssplatzDas Schlafzimmer nur zum Schlafen nutzen, den Arbeitsplatz dorthin, wo Tageslicht ist
AltbauDecken über drei Meter, Dielen, viele TürenHohe Regale, Leuchten auf mehreren Höhen, Möbel auf Beinen, damit der Boden sichtbar bleibt
DachgeschossSchrägen, wenig Stehhöhe, KniestockNiedrige Möbel unter die Schräge, Stauraum in den Kniestock, Wege dorthin, wo du aufrecht stehst
LoftGroße, offene Fläche, harte Oberflächen, HallTeppiche, Vorhänge und Regale gegen den Hall und als Raumteiler
NeubauGlatte Wände, Fußbodenheizung, große FensterTeppiche mit Eignung für Fußbodenheizung, Vorhänge für Akustik und Sichtschutz
HausMehrere Etagen, Treppe, DieleEin Holzton und eine Farbfamilie für alle Etagen, gutes Licht an der Treppe
FerienwohnungWechselnde Gäste, viel BenutzungRobuste, abwischbare Materialien, Haken, Kofferablage

Wandfarbe und Licht: zusammen entscheiden

Eine Farbe hat keinen festen Ton, sondern einen Ton unter einem bestimmten Licht. Ein Zimmer nach Norden bekommt gleichmäßiges, kühles Tageslicht ohne direkte Sonne; darin wirken Grau und Blau noch kühler und Weiß leicht gräulich. Ein Zimmer nach Süden bekommt warmes, wechselndes Licht, das Farben aufhellt und Gelbtöne verstärkt.

Deshalb wählst du Wandfarbe im Raum und nicht im Baumarkt. Streich ein Probestück von mindestens DIN A3, besser größer, an zwei verschiedene Wände und sieh es dir morgens, mittags und abends bei Lampenlicht an. Warmweißes Licht um 2700 Kelvin holt Gelb und Rot nach vorn und dämpft Blau, darum wirkt ein bläuliches Grau am Abend oft stumpf.

Eine grüne Wand im Wohnzimmer wirkt hinter dem Sofa am ruhigsten: Wer sitzt, hat sie im Rücken, und sie rahmt die Sitzgruppe, statt den Blick zu beherrschen. Für kräftige Farben in einer Mietwohnung gilt, dass der Vermieter beim Auszug helle, neutrale Wände verlangen kann; was genau gilt, steht im Mietvertrag. Rechne den zweiten Anstrich also mit ein.

Licht in drei Schichten

Ein Raum braucht Licht auf mehreren Ebenen: Grundlicht, um sich zurechtzufinden, Arbeitslicht dort, wo du liest, kochst oder schreibst, und Akzentlicht, das eine Wand, ein Bild oder eine Pflanze heraushebt. Kauf Leuchtmittel nach Lumen und nicht nach Watt; rund 800 Lumen entsprechen der Helligkeit einer alten 60-Watt-Glühbirne. Ein Farbwiedergabeindex von Ra 90 oder mehr sorgt dafür, dass Holz, Haut und Wandfarben nicht fahl aussehen.

Welche Leuchte in welchen Raum gehört und wie ein Lichtplan aussieht, zeigt der Beitrag zur Raumbeleuchtung. Wer nach Feng Shui einrichtet, wählt fürs Schlafzimmer meist gedämpfte Farben wie Sand, Terrakotta oder warmes Beige und warme Lichtquellen auf niedriger Höhe; die Grundsätze dahinter erklärt der Beitrag zum Wohnen nach Feng Shui.

FarbkombinationWo sie gut funktioniertWorauf du achten musst
Grau und BeigeWohnzimmer mit Holzboden, Räume mit wechselndem LichtEin warmes Grau wählen; ein kühles Grau wirkt neben Beige bläulich
Grau, Beige und SchwarzGroßes Wohnzimmer, klare MöbelSchwarz in dünnen Linien einsetzen: Bilderrahmen, Leuchtenfuß, Tischbeine
Hellgrün oder helles SalbeigrünKüche, Flur, Bad, Zimmer nach NordenEin gelbliches Hellgrün bleibt im Nordlicht frisch, ein bläuliches wird kühl
Dunkelgrün oder SmaragdgrünWand hinter dem Sofa, abends genutzte RäumeMatt streichen, mit warmem Licht anstrahlen und mit hellen Stoffen kombinieren
Grün und GoldSchlafzimmer, LeseeckeGold in kleinen Mengen als Messing: Leuchte, Rahmen, Griffe
Schwarz und GrauSchlafzimmer, ArbeitszimmerHolz und Wolle dazunehmen, sonst wirkt es kühl; mehrere Lichtquellen planen
Blau und GrünBad, SchlafzimmerBeide Töne sind kühl; warmes Holz oder Terrakotta gleicht aus
Beige und NaturfarbenKleine Räume, MietwohnungenEin beiges Zimmer braucht verschiedene Materialien wie Leinen, Holz und Wolle, sonst wirkt es flach

Bettdecken, Vorhänge und Teppiche: die üblichen Größen

Textilien kauft man oft nach Gefühl und merkt erst zu Hause, dass die Größe nicht stimmt: Die Decke ist zu kurz, der Vorhang hängt wie ein Handtuch vor dem Fenster, der Teppich liegt verloren in der Raummitte. Für fast alles gibt es übliche Maße, und die Tabelle sammelt die wichtigsten.

Die normale Bettdecke misst in Deutschland 135 × 200 cm. Wer größer als etwa 1,80 m ist, nimmt die Überlänge mit 220 cm, und wer sich nachts viel dreht, ist mit der Komfortgröße von 155 × 220 cm besser zugedeckt. Große Bettdecken für zwei gibt es ab 200 × 200 cm; die Kingsize-Bettdecke mit 240 × 220 cm passt zu Betten ab 180 cm Breite.

Viele Paare schlafen trotzdem lieber unter zwei Einzeldecken. Jeder wählt dann die Wärme, die er braucht, und wer sich umdreht, zieht dem anderen nicht die Decke weg. Zwei Decken von 155 × 220 cm hängen auf einem 180er-Bett an beiden Seiten gut über.

Bei Vorhängen entscheidet die Stange über die Wirkung. Ragt sie auf jeder Seite 15 bis 20 cm über das Fenster hinaus, liegen die geöffneten Vorhänge neben dem Glas statt davor, und mehr Tageslicht kommt herein. Wer im Schlafzimmer dunkel schlafen will, braucht seitlich und oben möglichst wenig Spalt; welche Lösung zu welchem Fenster passt, zeigt der Beitrag zur Verdunkelung für Fenster.

Vorhänge und Teppiche fangen Staub, und viele Stoffe laufen beim Waschen ein, wenn das Programm zu heiß ist. Wie du sie reinigst, ohne dass sie leiden, steht im Bereich Reinigung und Pflege.

WasÜbliche GrößeWofür
Bettdecke, normal135 × 200 cmEinzelbett mit 90 oder 100 cm, Menschen bis etwa 1,80 m
Bettdecke mit Überlänge135 × 220 cmGroße Menschen, die Füße bleiben bedeckt
Bettdecke in Komfortgröße155 × 220 cmUnruhige Schläfer, Betten ab 120 cm
Doppelbettdecke200 × 200 oder 200 × 220 cmZwei Personen unter einer Decke, Betten ab 160 cm
Kingsize-Bettdecke240 × 220 cmBetten ab 180 cm Breite
Kinderbettdecke100 × 135 cmKinderbett 70 × 140 cm; Babys schlafen im ersten Jahr im Schlafsack statt unter einer Decke
Kopfkissen80 × 80 oder 40 × 80 cm80 × 80 cm ist das klassische deutsche Maß, 40 × 80 cm das schmalere
Vorhang, Länge1 bis 2 cm über dem Boden oder 3 bis 5 cm aufliegendSchwebend bleibt der Saum sauber, aufliegend fällt der Stoff weicher
Vorhang, Stoffbreite1,5- bis 2-mal so breit wie die Stange, je nach FaltenbandGenug Stoff für Falten; weniger hängt flach wie ein Laken
Gardinenstangeje Seite 15 bis 20 cm breiter als das FensterGeöffnete Vorhänge verdecken kein Glas
Teppich unter der Sitzgruppemindestens so breit wie das SofaDie vorderen Füße von Sofa und Sesseln stehen darauf
Teppich unter dem Esstischrundum etwa 60 cm größer als der TischZurückgeschobene Stühle bleiben auf dem Teppich

Deko für die Fensterbank, innen und außen

Die Fensterbank ist für viele der erste Platz für Hausdeko und zugleich der schwierigste. Alles, was dort steht, siehst du tagsüber im Gegenlicht, also fast nur als Umriss. Klare Formen wirken deshalb stärker als feine Muster: eine Vase mit deutlicher Silhouette, Pflanzen mit großen Blättern, Glas, das Licht durchlässt.

Ein Dreh-Kipp-Fenster öffnet sich nach innen und schwenkt dabei über die Fensterbank. Was dort steht, muss zum Stoßlüften weg, und wer mehrmals am Tag lüftet, räumt mehrmals am Tag um. Ein Tablett als Sammelplatz löst das, weil du die ganze Dekoration mit einem Griff herunterhebst.

Sitzt der Heizkörper unter dem Fenster, steigt seine warme Luft an der kalten Scheibe hoch und hält sie trocken. Eine voll gestellte Fensterbank bremst diesen Luftstrom, die Scheibe beschlägt eher, und in den Ecken kann sich Schimmel bilden. Lass deshalb Lücken zwischen den Dingen, und stell Pflanzen, die trockene Heizungsluft nicht mögen, lieber woanders hin.

Eine große, tiefe Fensterbank, wie sie in Altbauten mit dicken Mauern vorkommt, kann zum Sitzplatz werden: ein Polster, zwei Kissen, ein Stapel Bücher. In vielen Neubauten ist die Fensterbank innen nur 15 bis 25 cm tief, je nachdem, wo das Fenster in der Wand sitzt; dort genügt eine Reihe aus wenigen Stücken. Ideen über die Fensterbank hinaus sammelt der Beitrag zum Dekorieren der ganzen Wohnung.

Außen gelten andere Regeln als auf dem Fensterbrett innen. Blumenkästen müssen so befestigt sein, dass Wind sie nicht herunterreißen kann, und für Halterungen an der Fassade brauchst du in einer Mietwohnung meist die Zustimmung des Vermieters. Im Frühling passen Zwiebelblumen wie Narzissen und Traubenhyazinthen in Töpfe, innen ein paar Forsythienzweige in einer Vase, die im warmen Zimmer aufblühen.

FensterbankWas dort gut stehtWorauf du achten musst
KücheKräuter in Töpfen, eine Schale mit Obst, ein Holzbrett als UnterlageÖl nicht in die Sonne stellen, Licht und Wärme machen es schneller ranzig
WohnzimmerPflanzen in verschiedenen Höhen, Bücherstapel als Sockel, eine kleine LeuchteAbends wird das Fenster zum dunklen Spiegel; eine Leuchte auf der Fensterbank nimmt ihm das Schwarze
SchlafzimmerWenige Stücke, etwa eine Pflanze und eine SchaleVorhang oder Rollo muss ganz schließen; keine Kerzen neben Stoff
Bad und Gäste-WCFarne und andere Pflanzen, die Feuchtigkeit mögen, Glas, SeifeIm Bad mit Dusche nichts aus Papier oder unbehandeltem Holz
Tiefe Fensterbank im AltbauPolster und Kissen als Sitzplatz, Bücher, große PflanzenVorher prüfen, ob die Fensterbank fest aufliegt
Schmale Fensterbank über der HeizungEine Reihe aus wenigen, schmalen StückenLücken für die warme Luft lassen
AußenBlumenkasten mit Kräutern oder SommerblumenGegen Wind sichern; Halterungen an der Fassade in der Mietwohnung absprechen

Zimmer mit einer eigenen Aufgabe: Büro, Gästezimmer, Kaminecke

Ein Zimmer mit einer einzigen Aufgabe ist leichter einzurichten als ein Wohnzimmer, weil die Aufgabe die Maße vorgibt. Am Schreibtisch sind es Höhe, Tiefe und Licht, im Gästezimmer die Dinge, die ein Gast in der ersten Minute sucht, an der Kaminecke der Abstand zum Feuer. Die Tabelle nennt für jeden dieser Räume das Maß, auf das es ankommt.

Arbeiten zu Hause

Ein Büro zu Hause funktioniert, wenn das Licht von der Seite kommt. Steht das Fenster hinter dir, spiegelt es sich im Bildschirm, steht es davor, blendet es; quer zum Fenster ist beides gelöst. Für Rechtshänder ist Licht von links beim Schreiben angenehmer, weil die Hand dann keinen Schatten aufs Papier wirft.

Ein modernes Arbeitszimmer braucht weniger Möbel, als man denkt: einen Tisch von 72 bis 76 cm Höhe und 70 bis 80 cm Tiefe, damit der Bildschirm etwa eine Armlänge entfernt steht, einen Stuhl, der sich auf deine Größe einstellen lässt, und rund einen Meter frei hinter der Tischkante. Ein Bürozimmer, das zugleich Gästezimmer ist, braucht vor allem Stauraum mit Türen, damit Papier und Kabel verschwinden, wenn Besuch kommt; Varianten dafür zeigt der Beitrag zum Gästezimmer einrichten.

Kaminecke, Herrenzimmer und andere Rückzugsorte

Rund um einen Kaminofen bestimmt die Sicherheit die Einrichtung. Wie weit Sessel, Regale und Teppiche entfernt stehen müssen, nennt der Hersteller in der Anleitung; vor der Sichtscheibe sind es häufig rund 80 cm, und ein brennbarer Boden braucht davor eine nicht brennbare Platte. Erst innerhalb dieser Grenzen beginnt die Gestaltung, wie sie der Beitrag zur Kaminecke zeigt.

Ein Kaminzimmer wirkt am ruhigsten, wenn das Feuer die hellste Lichtquelle bleibt: Stell die übrigen Leuchten niedrig und dimmbar. Ein Herrenzimmer war in bürgerlichen Wohnungen des 19. Jahrhunderts der Raum zum Lesen, Rauchen und Empfangen, mit dunklem Holz, Leder und Bücherwänden. Heute steht der Begriff für einen Rückzugsort mit Lesesessel und gerichtetem Licht, unabhängig davon, wer ihn nutzt; Ideen dazu sammelt der Beitrag zu Herrenzimmer-Ideen.

Ähnlich klar ist die Aufgabe in einem Atelier, das gleichmäßiges Licht von Norden braucht, weil es über den Tag kaum wechselt. In einem Yoga-Raum genügen eine Matte von etwa 60 × 180 cm, rundherum Platz zum Strecken und ein Boden, der nicht knarrt.

RaumDas Maß oder Detail, das zähltWas oft fehlt
Arbeitszimmer oder BüroTisch 72 bis 76 cm hoch und 70 bis 80 cm tief, Fenster seitlichLicht von der Seite, Ablage für Papier, Kabelführung
GästezimmerBett mit einer Decke von 135 × 200 cm, freie Ablage für den KofferHaken, Leselicht, eine leere Schublade
Herrenzimmer oder LesezimmerSessel mit Stehleuchte, deren Licht von hinten über die Schulter fälltEin Teppich gegen den Hall, eine Ablage für Glas und Buch
KamineckeAbstand nach Herstellerangabe, vor der Sichtscheibe oft rund 80 cmPlatz für Holz, eine nicht brennbare Bodenplatte
AtelierGleichmäßiges Tageslicht, am besten von NordenWasser in der Nähe, ein abwaschbarer Boden
Yoga- oder MeditationsraumMatte etwa 60 × 180 cm plus Platz zum StreckenEin ruhiger Boden, ein Korb für Matte und Kissen

Flur, Bad, Waschküche und Vorräte: Stauraum, wo er gebraucht wird

In den kleinen Räumen einer Wohnung entscheidet die Ordnung darüber, ob der Alltag läuft. Flure, Bad und Waschküche sind selten groß, aber jeden Tag im Einsatz, und was dort keinen festen Platz hat, landet auf dem Boden. Grundsätzliches zum Aufbewahren steht im Bereich Ordnung und Stauraum; hier geht es um die Maße, die in diesen Räumen den Ausschlag geben.

Flur und Garderobe

Wohin mit Jacken, wenn der Flur schmaler als ein Meter ist? Eine Jacke am Haken ragt etwa 25 bis 30 cm in den Raum, auf einem Bügel im Schrank braucht sie 50 bis 60 cm Tiefe, weil der Bügel quer zur Wand hängt. In schmalen Fluren sind Haken oder ein flacher Schrank mit ausziehbaren Stangen deshalb oft die einzige Lösung, die den Weg frei lässt.

Eine Nische im Flur ist der beste Platz für alles, was beim Hereinkommen gebraucht wird: eine Bank zum Schuheanziehen auf etwa 45 cm Höhe, darüber Haken, ein Spiegel, eine Schale für Schlüssel. Wer ein eigenes Garderobenzimmer hat, trennt die Jacken nach Saison und lässt im Flur nur die aktuellen hängen.

Bad und Gäste-WC

Im kleinen Bad lässt sich Stauraum vor allem in der Höhe und hinter Türen schaffen. Ein Spiegelschrank statt eines einfachen Spiegels nimmt auf, was sonst am Waschbecken steht, ein Regal über dem WC nutzt eine Fläche, die sonst leer bleibt, und Haken an der Tür ersetzen eine Handtuchstange. Ordnung und Aufbewahrung im Badezimmer heißen vor allem, dass auf dem Waschtisch nur liegt, was jeden Tag gebraucht wird.

Ein kleines Gäste-WC darf mutiger sein als jeder andere Raum, weil man sich nur kurz darin aufhält. Da dort meist nicht geduscht wird, bleibt die Luft trockener, und es hält auch eine gemusterte Tapete, die sich im Bad mit Dusche lösen würde. Eine gute Leuchte am Spiegel ist dort wichtiger als jede Deko.

Waschküche, Speisekammer und Kaffeebar

In der Waschküche erspart ein Sockel von 30 bis 40 cm unter der Waschmaschine das Bücken beim Ein- und Ausräumen; er muss fest stehen, weil die Maschine beim Schleudern stark arbeitet. Dazu kommen eine Fläche zum Sortieren und Falten und eine gute Lüftung, denn trocknende Wäsche gibt viel Wasser an die Luft ab. Wie sich ein Wäscheraum organisieren lässt, zeigt der Beitrag zum Einrichten einer Waschküche.

Für eine Speisekammer sind schmale Regale besser als tiefe. Bei 20 bis 30 cm Tiefe steht alles in einer Reihe, und nichts verschwindet hinter anderen Dosen; wie du Vorräte sortierst, steht bei den Ideen für die Speisekammer.

Eine Kaffeebar zu Hause braucht dagegen Tiefe, eine Steckdose und Luft nach oben. Ein Sideboard ab etwa 45 cm Tiefe trägt eine Maschine mit Mühle, aber unter einem Hängeschrank schlägt sich der Dampf am Holz nieder. Wie aus einem Schrank eine Kaffeebar mit Platz für Tassen und Bohnen wird, zeigt der Beitrag zum Kaffeebar-Schrank.

Kinderzimmer: was es mit zwei, acht und zwölf Jahren können muss

Ein Kinderzimmer verändert sich schneller als jeder andere Raum. Für ein Neugeborenes zählt vor allem der Wickelplatz, mit zwei Jahren der freie Boden, mit acht der Schreibtisch und mit zwölf ein Ort, an dem Freunde sitzen können. Plane deshalb eine Zimmereinrichtung, die mitwächst, und lass Wände und Textilien das übernehmen, was sich schnell ändern darf.

Ob Junge oder Mädchen, ist für die Einrichtung weniger wichtig als Alter, Temperament und Hobbys. Ein Kinderzimmer für einen Jungen mit acht Jahren braucht dasselbe wie eines für seine Schwester: Licht zum Lesen, Platz für Sammlungen und eine Wand, die etwas aushält. Motive wie Fahrzeuge oder Fußball, die in Kinderzimmern für Jungs so oft auftauchen, bringst du besser über Bettwäsche, Kissen und Bilder ins Zimmer als über Tapete und Möbel, denn aus Motiven wächst ein Kind schneller heraus als aus einem Schrank.

Teilen sich Geschwister ein Zimmer, braucht jedes Kind einen Bereich, der nur ihm gehört: ein eigenes Regalfach, eine eigene Leselampe, eine Wand für die eigenen Bilder. Ein Etagenbett spart Fläche, das obere Bett ist aber erst für Kinder ab etwa sechs Jahren gedacht. Wie sich ein Geschwisterzimmer aufteilen lässt, auch wenn ein Baby und ein Schulkind zusammen wohnen, zeigt der Beitrag mit Ideen für geteilte Geschwisterzimmer.

Ab etwa zwölf Jahren wird aus dem Kinderzimmer ein Jugendzimmer. Mit 12 qm, also etwa 3 × 4 Metern, ist der Platz knapp, aber machbar: Bett an die Wand, Schreibtisch ans Fenster, ein Sitzplatz für Besuch. Was Jugendliche selbst unter einem guten Zimmer verstehen, zeigt der Beitrag zu coolen Zimmern, und meistens sind es Licht, eine eigene Farbe und Platz für Freunde.

AlterWas der Raum können mussWorauf du achten musst
NeugeborenesWickelplatz, Babybett mit 60 × 120 oder 70 × 140 cm, ein Sessel zum FütternWickelfläche auf Hüfthöhe, meist 90 bis 100 cm; im ersten Jahr schläft das Baby meist im eigenen Bett im Elternschlafzimmer
Etwa 2 JahreFreier Boden zum Spielen, niedrige offene Regale, aus denen das Kind selbst nimmtMöbel gegen Kippen sichern, Steckdosen sichern, keine Rollokordeln in Reichweite
KindergartenalterSpielecke, Platz zum Malen, Kisten zum EinräumenStauraum, den das Kind selbst erreicht und versteht
Etwa 8 JahreSchreibtisch mit verstellbarer Höhe, Bett mit 90 × 200 cm, Regal für SammlungenLicht von links beim Schreiben für Rechtshänder, Mitsprache bei Farbe und Deko
Ab etwa 12 JahrenArbeitsplatz, Kleiderschrank, Sitzplatz für FreundeEin Bereich, der von der Tür aus nicht sofort einsehbar ist
Zwei Kinder in einem ZimmerEtagenbett oder zwei Betten über Eck, getrennte BereicheDas obere Etagenbett erst ab etwa sechs Jahren

Stil finden, Inspiration sortieren, Hilfe holen

Ob du Bilder aus Zeitschriften ausschneidest oder online Interior-Inspo sammelst: Leg zehn Bilder nebeneinander, die dir gefallen, und notiere, was sich wiederholt. Meist sind es nicht die Möbel, sondern drei, vier Dinge wie helles Holz, viel Grün, gedämpftes Licht oder offene Regale. Diese Gemeinsamkeiten sind dein Stil, und an ihnen prüfst du neue Einrichtungsideen, bevor du etwas kaufst.

Bilder aus modernen Häusern mit raumhohen Fenstern lassen sich selten eins zu eins in eine Mietwohnung mit 2,50 m Deckenhöhe übertragen. Nimm von ihnen die Farben und Materialien, nicht den Grundriss. Wie Farbe, Licht und Möbel bei der Zimmergestaltung zusammenwirken, zeigen die Beispiele zum Zimmer-Design und die Ideen zur Raumgestaltung.

Ein kleines Wohnzimmer skandinavisch einzurichten liegt nahe, weil der Stil mit hellen Flächen und schlanken Möbeln auf Beinen arbeitet, unter denen der Boden sichtbar bleibt. Scandi heißt aber nicht Weiß in Weiß: Der Stil stammt aus Ländern mit langen, dunklen Wintern und holt die Wärme aus Holz, Wolle und vielen kleinen Lichtquellen. Ein rustikales Wohnzimmer im Landhausstil braucht dagegen ruhige Wände, damit Holz, Stoffe und Keramik nicht um Aufmerksamkeit konkurrieren.

Für die Wohnraumgestaltung gibt es Hilfe in mehreren Stufen: digitale Raumplaner, eine Einrichtungsberatung für einen Termin und das Innendesign durch eine Innenarchitektin, die auch Umbauten plant. Was ein Raumdesigner übernimmt, unterscheidet sich von Angebot zu Angebot; wie ein Termin vor Ort abläuft, zeigt das Beispiel der Einrichtungsberatung in Düsseldorf und anderen Städten. Wer seine Wohnung lieber selbst designen will, kommt mit Grundriss, Probestücken und etwas Geduld weit; diese Einrichtungshilfe kostet nur Zeit.

StilWoran du ihn erkennstWas er braucht, damit er trägt
SkandinavischHelles Holz, Weiß und gedeckte Farben, Wolle und Leinen, wenig DekoWarmes Licht und Textilien, sonst wirkt der Raum kahl
LandhausstilMassives Holz mit sichtbarer Maserung, Leinen, Keramik, KarosRuhige Flächen dazwischen, damit es nicht überladen wirkt
ModernKlare Linien, wenige große Möbel, ruhige FlächenWeiche Materialien wie Wolle und Holz gegen die Kühle
Dunkel und üppigDunkle Wände, Samt, Messing, schwere VorhängeMehrere Lichtquellen und einen hellen Gegenpol
IndustrialMetall, Backstein, sichtbare Leitungen, LederTeppiche und Holz gegen Hall und Härte

Häufige Fehler

  1. Möbel kaufen, bevor der Grundriss steht

    Ohne Plan kaufst du nach dem Eindruck im Laden, und dort wirkt jedes Möbelstück kleiner, weil die Halle größer ist als dein Zimmer. Ein Grundriss auf Papier und Malerkrepp auf dem Boden zeigen vorher, ob Wege und Türen frei bleiben.

  2. Die Wandfarbe im Baumarkt aussuchen

    Das Licht im Markt ist kühl und gleichmäßig, zu Hause fällt es aus einer Himmelsrichtung und abends aus Lampen. Derselbe Ton sieht dort anders aus, darum gehört das Probestück an die eigene Wand.

  3. Jeden Raum für sich planen

    Wer von Raum zu Raum eine neue Farbe, einen neuen Holzton und einen neuen Stil wählt, bekommt eine Wohnung, die wie eine Reihe von Musterzimmern wirkt. Ein durchgehender Holzton oder eine Farbfamilie verbindet die Räume, besonders dort, wo Türen offen stehen und man von einem Zimmer ins nächste sieht.

  4. Den Hauptweg zustellen

    Ein Sessel, der halb im Weg zwischen Tür und Fenster steht, kostet jeden Tag einen kleinen Umweg. Nach ein paar Wochen steht er nicht mehr da, wo er geplant war, sondern dort, wo er nicht stört, und der ganze Plan gerät durcheinander. Halte den Hauptweg auf 80 bis 90 cm frei.

  5. Alles auf einmal kaufen

    Die ersten Wochen in einer Wohnung zeigen, wo du wirklich sitzt, wo sich Post und Taschen sammeln und wohin nachmittags die Sonne fällt. Wer alles vor dem Einzug kauft, entscheidet ohne dieses Wissen. Kauf zuerst, was du zum Schlafen, Essen und Sitzen brauchst, und den Rest nach einem Monat.

  6. Deko vor dem Licht

    Ein Raum mit nur einer Deckenleuchte wird durch mehr Deko nicht wohnlicher, nur voller. Erst wenn Licht aus zwei, drei Quellen auf verschiedenen Höhen kommt, siehst du, welche Ecke noch etwas braucht.

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Häufige Fragen zu diesem Thema

Wie richte ich meine Wohnung ein, wenn ich bei null anfange?

Miss zuerst alle Räume und zeichne einen Grundriss mit Fenstern, Türen, Heizkörpern und Steckdosen. Stell dann die großen Möbel auf dem Papier, plane danach das Licht und erst dann Wandfarbe, Teppiche, Vorhänge und Deko. Kauf am Anfang nur, was du zum Schlafen, Essen und Sitzen brauchst; alles andere entscheidest du besser, wenn du ein paar Wochen in den Räumen gelebt hast.

Was brauche ich in einer neuen Wohnung zuerst?

Ein Bett oder zumindest eine gute Matratze, Licht in jedem Raum, Vorhänge oder Rollos fürs Schlafzimmer, eine Möglichkeit zu kochen und einen Mülleimer. Prüf vor dem Einzug, was zur Innenausstattung gehört: In vielen Mietwohnungen fehlen Küche und Leuchten, und aus der Decke hängen nur Drähte. Eine ausführliche Liste zur Wohnungsausstattung steht in der Checkliste zum Abhaken.

Wie kann ich meine Wohnung günstig einrichten?

Gib zuerst Geld für das aus, was du jeden Tag benutzt und was lange halten soll: Matratze, Sofa, Stuhl am Arbeitsplatz. Bei Regalen, Tischen und Kommoden lohnen sich gebrauchte Möbel, denn massives Holz lässt sich abschleifen und neu ölen. Leuchtmittel, ein paar Kissen und das Umstellen der vorhandenen Möbel verändern einen Raum für wenig Geld stärker als ein einzelnes neues Möbelstück.

Wie mache ich meine Wohnung schöner, ohne neue Möbel zu kaufen?

Fang mit dem Licht an: Schalte abends die Deckenleuchte aus und dafür zwei oder drei Leuchten auf Tisch- und Augenhöhe ein, alle in derselben warmweißen Lichtfarbe. Räum dann die Flächen frei, stell das Sofa probeweise anders und tausch Bilder, Kissen und Teppiche zwischen den Räumen. Oft fehlt einem Zimmer nichts, es steht nur zu viel darin.

Welche Maße hat eine normale Bettdecke?

Die Standardgröße in Deutschland ist 135 × 200 cm, für Menschen ab etwa 1,80 m gibt es die Überlänge mit 135 × 220 cm. Etwas breiter ist die Komfortgröße mit 155 × 220 cm, die sich für unruhige Schläfer eignet. Den Bezug kaufst du in genau derselben Größe, sonst rutscht die Decke darin hin und her oder liegt nicht glatt.

Welche Bettdecke passt auf ein großes Doppelbett?

Für zwei Personen unter einer Decke gibt es 200 × 200 cm und 200 × 220 cm, für Betten ab 180 cm Breite die Kingsize-Bettdecke mit 240 × 220 cm. Viele Paare nehmen lieber zwei einzelne Decken, weil jeder dann seine eigene Wärme wählt und sich umdrehen kann, ohne dem anderen die Decke wegzuziehen. Auf einem 180er-Bett liegen zwei Decken von 155 × 220 cm gut nebeneinander.

Wie dekoriere ich eine Fensterbank über der Heizung?

Mit wenigen, schmalen Stücken und Lücken dazwischen, damit die warme Luft an der Scheibe hochsteigen kann. Sonst beschlägt das Fenster eher, und in den Ecken kann Schimmel entstehen. Glas, Keramik und Holz vertragen den Platz gut; Pflanzen nur, wenn sie trockene Luft mögen, und Kerzen oder alles, was in der Wärme weich wird, gehören woanders hin.

Welche Farbe passt ins Schlafzimmer?

Gedeckte Töne, die sich bei Lampenlicht wenig verändern, etwa Salbeigrün, Graublau, Sand oder ein gedämpftes Rosé. Weil du das Schlafzimmer vor allem abends siehst, prüfst du die Farbe am besten bei eingeschalteter Nachttischleuchte und nicht im Tageslicht. Dunkle Töne wie Schwarzgrau oder Tannengrün funktionieren hinter dem Bett, wenn die übrigen Wände heller bleiben und das Licht warm ist.

Wie richte ich ein 15 qm großes Wohnzimmer mit Esstisch ein?

Teile den Raum in zwei Bereiche und gib jedem eine eigene Grenze: einen Teppich unter der Sitzgruppe, eine Pendelleuchte über dem Tisch. Ein runder Tisch mit 80 bis 90 cm Durchmesser oder eine Bank an der Wand spart Platz, weil hinter einer Bank kein Stuhl zurückgeschoben wird. Zwischen Sofa, Tisch und Tür bleibt ein Weg von 80 bis 90 cm frei.

Wie richte ich ein Kinderzimmer für einen achtjährigen Jungen ein?

Mit acht Jahren braucht ein Kind vor allem einen Schreibtisch, dessen Höhe sich mitverstellen lässt, Licht von links, wenn es mit rechts schreibt, und Platz für Sammlungen und Hobbys. Lass dein Kind bei Farbe und Deko mitentscheiden, in diesem Alter hat es dazu meist klare Vorstellungen. Lieblingsmotive kommen über Bettwäsche, Bilder und Kissen ins Zimmer, damit sie sich später leicht tauschen lassen.

Was braucht ein Kinderzimmer für ein zweijähriges Kind?

Vor allem freien Boden zum Spielen und niedrige, offene Regale, aus denen das Kind selbst nimmt und in die es selbst zurückräumt. Alle Möbel, die kippen können, werden an der Wand befestigt, Steckdosen gesichert und Kordeln von Rollos außer Reichweite gebracht. Ein Kinderbett mit 70 × 140 cm, aus dem sich einzelne Sprossen herausnehmen lassen, reicht oft bis ins Kindergartenalter.

Wohin mit den Jacken in einem schmalen Flur?

An Haken statt in einen Schrank, denn eine Jacke am Haken ragt nur etwa 25 bis 30 cm in den Flur, auf einem Bügel braucht sie 50 bis 60 cm Tiefe. Hängen nur die Jacken der aktuellen Saison im Flur, reicht oft eine Leiste mit fünf, sechs Haken. Die übrigen wandern in den Kleiderschrank oder in flache Kisten unter dem Bett.

Wie gestalte ich die Ecke mit dem Kaminofen?

Zuerst kommen die Abstände: Wie weit Möbel, Regale und Teppiche entfernt stehen müssen, steht in der Anleitung des Ofens, vor der Sichtscheibe sind es häufig rund 80 cm, und davor gehört eine nicht brennbare Bodenplatte. Danach kommen ein oder zwei Sessel schräg zum Feuer, ein Korb oder Regal für Holz und niedrige, dimmbare Leuchten, damit das Feuer die hellste Lichtquelle bleibt.

Was ist Home Staging bei Immobilien?

Beim Home Staging wird eine Immobilie vor dem Verkauf oder der Vermietung so eingerichtet, dass Interessenten sich das Leben darin vorstellen können. Persönliches verschwindet, Flächen werden frei geräumt, und jeder Raum bekommt eine klare Aufgabe und gutes Licht. Dasselbe Prinzip hilft in der eigenen Wohnung: Was du für Besuch wegräumen würdest, stört meist auch dich.

Was schenkt man zum Einzug ins neue Zuhause?

Traditionell Brot und Salz, als Wunsch, dass im neuen Zuhause nie etwas fehlen möge. Praktisch sind Dinge, die in den ersten Wochen fehlen und keinen bestimmten Geschmack voraussetzen: ein Werkzeugset, eine gute Verlängerungsleitung, eine robuste Pflanze, ein Gutschein für den Baumarkt. Weitere Ideen, auch für den Einzug ins eigene Haus, sammelt der Beitrag zum Geschenk zum Einzug.

Was schreibt man auf eine Karte zum Einzug?

Ein, zwei Sätze, die zur Person und zum neuen Ort passen: ein Wunsch für die ersten Abende, ein Satz über den Balkon oder die neue Nachbarschaft. Wer einen Anfang sucht, findet kurze Sprüche zum Einzug zum Übernehmen oder Abwandeln. Mit der eigenen Handschrift und einem persönlichen Gruß darunter wird daraus eine Karte, die man aufhebt.

Was ist bei der Inneneinrichtung eines Hauses anders als in einer Wohnung?

Ein Haus hat mehr Übergänge: Diele, Treppe, mehrere Etagen, oft auch Keller und Dachboden. Damit es wie ein Ganzes wirkt, lohnt sich ein durchgehender roter Faden aus Holzton, Bodenbelag oder Farbfamilie. Plane Licht für Treppe und Flure mit Schaltern an beiden Enden und Stauraum dort, wo die Dinge gebraucht werden, also Schuhe am Eingang und Putzmittel auf jeder Etage.

Wie richte ich ein Büro zu Hause ein, wenn kein eigenes Zimmer frei ist?

Such einen Platz mit Tageslicht von der Seite und mindestens 70 cm Tischtiefe, etwa eine Nische im Wohnzimmer oder einen Teil des Schlafzimmers. Ein Schrank mit Türen oder ein Sekretär lässt Papier und Bildschirm nach Feierabend verschwinden, sodass der Raum abends wieder zum Wohnen da ist. Im Schlafzimmer sollte der Arbeitsplatz vom Bett aus möglichst nicht zu sehen sein.

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