Zum Inhalt springen

Praktisch wohnen, ruhig leben

Unterhaltung

Die 50 besten Filme aller Zeiten: Klassiker nach Jahrzehnten

Redaktion 51wohnen 24 Minuten Lesezeit
Ein schwaches Licht neben dem Fernseher entlastet die Augen bei langen Filmabenden.

So ist die Liste der 50 besten Filme geordnet

Wer nach den besten Filmen aller Zeiten sucht, findet je nach Quelle ganz verschiedene Reihenfolgen. „Bester Film“ ist eben keine Messgröße: Manche Listen fragen Kritikerinnen und Kritiker, andere das Publikum, wieder andere zählen Preise.

Diese Seite sortiert deshalb nach Jahrzehnten statt nach Rang. Jeder der 50 Titel bekommt Jahr, Regie und einen Satz dazu, was ihn sehenswert macht. Weitere Ideen für Abende zu Hause sammelt der Bereich Unterhaltung.

Die Auswahl mischt Genres und Länder: Hollywood-Klassiker stehen neben japanischen, französischen, koreanischen und deutschen Filmen, Stummfilme neben Animation. Es sind ausschließlich Spielfilme, keine Dokumentationen. Wer weniger nach Ruhm und mehr nach Bildern sucht, findet eine zweite Auswahl bei den schönen Filmen.

Stummfilm und frühe Klassiker bis 1949

Alte Filme wirken am Anfang fremd, weil sie langsamer erzählen und die Darsteller anders sprechen. Nach zwei, drei Minuten gewöhnt sich das Auge, und man merkt, wie genau Bild und Schnitt gebaut sind. Diese acht Titel eignen sich als Einstieg in gute alte Filme und für einen Abend mit Vintage-Filmen in Schwarzweiß.

  • Metropolis (Fritz Lang, 1927): Stummfilm aus Deutschland über eine Stadt, in der die Arbeiter tief unter den Hochhäusern der Oberschicht schuften. Die Kulissen und Trickaufnahmen haben das Bild von Zukunftsstädten im Kino lange geprägt.
  • M: Eine Stadt sucht einen Mörder (Fritz Lang, 1931): Ein Kindermörder wird von der Polizei gejagt und von der Unterwelt, deren Geschäfte unter den Razzien leiden. Peter Lorre spielt die Hauptrolle, und Lang setzt Geräusche und Stille so gezielt ein wie Bilder.
  • Moderne Zeiten (Charlie Chaplin, 1936): Ein Fabrikarbeiter am Fließband verliert im Takt der Maschinen die Nerven. Der Film kommt fast ohne gesprochenen Text aus und ist darum ohne Untertitel zu verstehen.
  • Der Zauberer von Oz (Victor Fleming, 1939): Das Märchen beginnt in Sepiatönen auf einer Farm in Kansas und wechselt mit der Landung in Oz zu leuchtendem Technicolor. Geeignet für die Familie, solange die Kinder keine Angst vor fliegenden Affen haben.
  • Der große Diktator (Charlie Chaplin, 1940): Chaplin spielt einen Diktator und einen jüdischen Friseur in einer Satire auf Hitler. Die Rede am Schluss trifft auch deshalb, weil der Film bis dahin komisch war.
  • Citizen Kane (Orson Welles, 1941): Nach dem Tod eines Zeitungsmagnaten setzen Reporter sein Leben aus Rückblenden zusammen. Welles hält Vordergrund und Hintergrund zugleich scharf, was bis heute in Filmkursen gezeigt wird.
  • Casablanca (Michael Curtiz, 1942): Ein Barbesitzer im marokkanischen Casablanca trifft mitten im Zweiten Weltkrieg seine verlorene Liebe wieder. Humphrey Bogart und Ingrid Bergman tragen einen Film, der Romanze, Spionage und Humor in weniger als zwei Stunden unterbringt.
  • Der dritte Mann (Carol Reed, 1949): Wien nach dem Krieg, zwischen Ruinen und Kanälen. Die schief gestellte Kamera und die Zithermusik von Anton Karas machen daraus einen Thriller, den man sofort wiedererkennt.

Klassiker der 50er und 60er

In diesen beiden Jahrzehnten entsteht das, was viele unter einem Filmklassiker verstehen: große Stars, Studiokulissen und Regisseure, die man am Stil erkennt. Hitchcock allein steht mit drei Titeln in der Liste.

Die 50er: Western, Romanzen und Gerichtssaal

  • Zwölf Uhr mittags (Fred Zinnemann, 1952): Ein Sheriff wartet auf einen Banditen, der mit dem Mittagszug kommt, und findet im Ort niemanden, der ihm hilft. Der Film erzählt ungefähr in Echtzeit, die Uhr ist ständig im Bild.
  • Ein Herz und eine Krone (William Wyler, 1953): Eine junge Prinzessin, gespielt von Audrey Hepburn, büxt in Rom aus, und ein Reporter begleitet sie einen Tag lang. Eine leichte Romanze, gut für den ersten Filmabend zu zweit.
  • Das Fenster zum Hof (Alfred Hitchcock, 1954): Ein Fotograf mit Gipsbein beobachtet von seiner Wohnung aus die Nachbarn und glaubt, einen Mord zu sehen. Fast alles spielt in einer Wohnung und dem Hof davor, ein Beispiel dafür, wie viel ein einziger Schauplatz trägt.
  • Die sieben Samurai (Akira Kurosawa, 1954): Ein Dorf heuert sieben herrenlose Krieger gegen Banditen an. Mehr als drei Stunden lang, deshalb am besten mit Pause; viele spätere Western und Actionfilme haben die Grundidee übernommen.
  • Die zwölf Geschworenen (Sidney Lumet, 1957): Zwölf Männer sollen in einem stickigen Raum über ein Urteil entscheiden, und einer von ihnen zweifelt. Der Film bleibt fast durchgehend in diesem einen Zimmer und wird nicht langweilig.
  • Vertigo (Alfred Hitchcock, 1958): Ein ehemaliger Polizist mit Höhenangst folgt einer Frau durch San Francisco. Der Film erzählt langsam, und seine Farben und Spiralmotive versteht man beim zweiten Sehen besser.
  • Manche mögen's heiß (Billy Wilder, 1959): Zwei Musiker fliehen als Frauen verkleidet in einer Damenkapelle nach Florida, mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon. Eine Schwarzweißkomödie mit Tempo, die auch heute zum Lachen reicht.

Die 60er: Schwarzweiß-Grusel, Wüste, Atomsatire und Weltraum

  • Psycho (Alfred Hitchcock, 1960): Eine Frau übernachtet in einem abgelegenen Motel. Die Duschszene ist berühmt, der Film aber vor allem deshalb, weil er mit den Erwartungen der Zuschauer spielt; in Schwarzweiß gedreht.
  • Frühstück bei Tiffany (Blake Edwards, 1961): Holly Golightly, gespielt von Audrey Hepburn, lebt in New York zwischen Partys und Schaufenstern. Eine gute Wahl für alle, die Romantik mit etwas Melancholie mögen.
  • Lawrence von Arabien (David Lean, 1962): Ein britischer Offizier zieht im Ersten Weltkrieg durch die arabische Wüste. Der Film wurde auf 70-Millimeter-Material gedreht und verträgt einen großen Bildschirm; er dauert mehr als dreieinhalb Stunden.
  • Dr. Seltsam (Stanley Kubrick, 1964): Eine schwarze Komödie über einen Atomangriff, den ein durchgedrehter General auslöst und den niemand mehr aufhalten kann. Peter Sellers spielt drei Rollen.
  • 2001: Odyssee im Weltraum (Stanley Kubrick, 1968): Science-Fiction mit sehr wenig Dialog, klassischer Musik und dem Bordcomputer HAL 9000. Ein Film, bei dem das Handy besser in einem anderen Raum bleibt, sonst reißt der Faden.

Filme der 70er: Neues Hollywood und die ersten Blockbuster

In den 70ern bekommen junge Regisseure in Hollywood mehr Freiheit, die Geschichten werden dunkler, und gedreht wird öfter an echten Orten statt im Studio. Gleichzeitig entstehen mit dem Weißen Hai und Star Wars die ersten Sommerfilme, auf die ein ganzes Land wartet. Wer gezielt Filme der 70er sucht, findet hier die Mischung aus beidem.

  • Uhrwerk Orange (Stanley Kubrick, 1971): Ein junger Gewalttäter wird vom Staat umerzogen, nach dem Roman von Anthony Burgess. Die Szenen sind drastisch, nichts für jeden Abend und nichts für jede Gästerunde.
  • Der Pate (Francis Ford Coppola, 1972): Die Mafiafamilie Corleone, mit Marlon Brando und Al Pacino, nach dem Roman von Mario Puzo. Knapp drei Stunden, bewusst dunkel gefilmt: Im hellen Wohnzimmer verschwinden die Gesichter, also Vorhänge zu.
  • Der Pate Teil II (Francis Ford Coppola, 1974): Zwei Zeitebenen: Michael Corleones Aufstieg zum Familienoberhaupt und die Jugend seines Vaters in Sizilien und New York. Viele halten die Fortsetzung für ebenbürtig, sie setzt aber den ersten Teil voraus.
  • Einer flog über das Kuckucksnest (Miloš Forman, 1975): Jack Nicholson spielt einen Mann, der in eine psychiatrische Klinik kommt und die strenge Ordnung der Station auf die Probe stellt. Komisch und bitter zugleich.
  • Der weiße Hai (Steven Spielberg, 1975): Ein Hai vor einem Badeort, und der Bürgermeister will die Strände offen halten. Dank der Musik von John Williams spürst du die Gefahr, bevor du das Tier siehst.
  • Taxi Driver (Martin Scorsese, 1976): Ein einsamer Taxifahrer, gespielt von Robert De Niro, fährt nachts durch ein New York in Neonlicht. Eine düstere Figurenstudie mit Gewaltszenen.
  • Star Wars (George Lucas, 1977): Luke Skywalker, Prinzessin Leia und die Rebellion gegen das Imperium; in Deutschland lief der Film zuerst als „Krieg der Sterne“. Wer die Reihe beginnt, startet mit diesem Teil, obwohl er in der Handlung nicht der erste ist.
  • Alien (Ridley Scott, 1979): Die Besatzung eines Raumfrachters wird von einer Kreatur gejagt, die nur in Ausschnitten zu sehen ist. Enge Gänge, wenig Licht und Sigourney Weaver in der Hauptrolle.
  • Apocalypse Now (Francis Ford Coppola, 1979): Ein Captain fährt im Vietnamkrieg einen Fluss hinauf, um einen abtrünnigen Oberst zu finden, frei nach Joseph Conrads Erzählung „Herz der Finsternis“. Es gibt mehrere Schnittfassungen von unterschiedlicher Länge.

Die 80er: Abenteuer, Science-Fiction und ein Klassiker aus Deutschland

Die 80er sind das Jahrzehnt der Videothek: Viele dieser Filme hat man zuerst auf dem Fernseher im Wohnzimmer gesehen. Entsprechend gut funktionieren sie auch heute noch auf dem Sofa, ohne dass ein riesiger Bildschirm nötig wäre.

  • Shining (Stanley Kubrick, 1980): Ein Schriftsteller soll mit Frau und Sohn im Winter ein abgelegenes Hotel hüten, nach einem Roman von Stephen King. Die Leere der Flure erzeugt die Beklemmung, nicht der Lärm.
  • Das Imperium schlägt zurück (Irvin Kershner, 1980): Der zweite Star-Wars-Film beginnt auf einem Eisplaneten und endet düsterer als der erste. Er setzt Star Wars voraus, die Handlung läuft dort weiter.
  • Jäger des verlorenen Schatzes (Steven Spielberg, 1981): Indiana Jones sucht die Bundeslade und will den Nazis zuvorkommen. Der Film wechselt Verfolgungsjagd und Atempause im Takt, mit Harrison Ford in der Hauptrolle.
  • Das Boot (Wolfgang Petersen, 1981): Die Besatzung eines deutschen U-Boots im Atlantik, nach dem Roman von Lothar-Günther Buchheim. Gedreht in engen Kulissen, sodass man den Platzmangel spürt; es gibt Fassungen verschiedener Länge.
  • Blade Runner (Ridley Scott, 1982): Ein ehemaliger Polizist jagt künstliche Menschen durch eine verregnete Großstadt der Zukunft. Es gibt mehrere Schnittfassungen mit unterschiedlichem Ton, schau vorher nach, welche du siehst.
  • E.T.: Der Außerirdische (Steven Spielberg, 1982): Ein Junge versteckt ein gestrandetes Wesen von einem anderen Planeten in seinem Zimmer. Die Kamera blickt oft aus der Augenhöhe der Kinder, was Erwachsene meist erst beim Wiedersehen bemerken.
  • Zurück in die Zukunft (Robert Zemeckis, 1985): Ein Schüler reist in einem umgebauten Sportwagen dreißig Jahre zurück und trifft seine Eltern als Teenager. Die Zeitreise-Logik geht auf, deshalb funktioniert der Film auch beim dritten Mal.

Die 90er: Mafia, Gefängnis und Techno

In den 90ern entstehen viele der Filme, die später auf Bestenlisten ganz oben stehen. Gleichzeitig zeigen Pulp Fiction und Lola rennt, dass Spielfilme mit eigenwilligem Erzählen ein breites Publikum erreichen können. Neun Titel, von denen sich einige gut für ein Wochenende vormerken lassen.

  • GoodFellas (Martin Scorsese, 1990): Aufstieg und Absturz eines Mannes in der Mafia, aus seiner Sicht erzählt, mit Off-Stimme und langen Kamerafahrten. Gewalt und Länge sind nichts für einen entspannten Dienstagabend.
  • Das Schweigen der Lämmer (Jonathan Demme, 1991): Eine FBI-Anwärterin befragt einen inhaftierten Serienmörder, um einen anderen Täter zu finden; Jodie Foster und Anthony Hopkins spielen die Hauptrollen. Ein Psychothriller, der vor allem von Gesprächen lebt.
  • Schindlers Liste (Steven Spielberg, 1993): Ein Unternehmer rettet im besetzten Polen über tausend jüdische Arbeiter vor der Deportation, fast ganz in Schwarzweiß. Ein Film für einen Abend, an dem danach nichts mehr geplant ist.
  • Jurassic Park (Steven Spielberg, 1993): Ein Freizeitpark mit gentechnisch geschaffenen Dinosauriern gerät außer Kontrolle, nach dem Roman von Michael Crichton. Laut und spannend; prüf die Freigabe, bevor Kinder mitsehen.
  • Pulp Fiction (Quentin Tarantino, 1994): Geschichten um zwei Auftragskiller, einen Boxer und ein Pärchen, die nicht in zeitlicher Reihenfolge erzählt werden. Viel Dialog, viel Gewalt und ein sehr eigener Humor.
  • Die Verurteilten (Frank Darabont, 1994): Ein Bankier wird wegen Mordes verurteilt und richtet sich über Jahrzehnte im Gefängnis ein, nach einer Novelle von Stephen King. Ruhig erzählt und mit einem Schluss, der lange nachwirkt.
  • Forrest Gump (Robert Zemeckis, 1994): Ein Mann aus Alabama erlebt mehrere Jahrzehnte amerikanischer Geschichte und erzählt davon auf einer Parkbank, gespielt von Tom Hanks. Ein Film für Abende, an denen es warm und etwas wehmütig sein darf.
  • Lola rennt (Tom Tykwer, 1998): Lola hat zwanzig Minuten, um eine hohe Summe aufzutreiben, und der Film spielt dieselbe Zeit dreimal mit anderem Ausgang durch. Knapp anderthalb Stunden mit Techno-Musik, ein kurzer Film für einen kurzen Abend.
  • Matrix (Lana und Lilly Wachowski, 1999): Ein Hacker erfährt, dass seine Welt eine Simulation ist. Die Kampfszenen und Kamerabewegungen wurden danach unzählige Male zitiert und parodiert.

Seit 2000: Fantasy, Animation und eine Satire aus Südkorea

Aus den Jahren seit 2000 bleiben in dieser Liste fünf Filme, die aus fünf Ländern kommen: Frankreich, Neuseeland, Japan, Deutschland und Südkorea. Sie decken Komödie, Fantasy, Animation, Zeitgeschichte und Gesellschaftssatire ab.

  • Die fabelhafte Welt der Amélie (Jean-Pierre Jeunet, 2001): Eine Kellnerin in Paris beschließt, das Leben anderer Menschen heimlich ein Stück besser zu machen. Die Ausstattung arbeitet mit Rot- und Grüntönen, ein Fundus für alle, die Farben im Wohnzimmer planen.
  • Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Peter Jackson, 2001): Der erste Teil der Verfilmung von J. R. R. Tolkiens Roman, gedreht in Neuseeland. Gut drei Stunden Kinofassung, die Fassungen für den Heimgebrauch sind noch länger.
  • Chihiros Reise ins Zauberland (Hayao Miyazaki, 2001): Ein Mädchen gerät in ein Badehaus für Geister und muss dort arbeiten, um ihre Eltern zu retten. Ein Zeichentrickfilm aus Japan für Kinder und Erwachsene, prüf bei jüngeren Kindern die Freigabe.
  • Das Leben der Anderen (Florian Henckel von Donnersmarck, 2006): Ein Stasi-Offizier hört in der DDR einen Schriftsteller und dessen Partnerin ab. Ein leiser Film, der über Gesichter erzählt und nicht über Action.
  • Parasite (Bong Joon-ho, 2019): Eine arme Familie aus Südkorea schleicht sich Schritt für Schritt in den Haushalt einer reichen. Der Film erzählt viel über Wohnräume: Treppen, ein Souterrain und eine Fensterfront, die zeigen, wer oben und wer unten wohnt.

Welcher Film passt zu welchem Abend

Eine Liste mit 50 Titeln hilft erst, wenn man sie auf einen Abend herunterbrechen kann. Die Tabelle ordnet Anlässe passenden Filmen zu und nennt, was du vorher klären solltest.

Plane die Länge mit ein: Der Pate dauert knapp drei Stunden, Schindlers Liste gut drei, Lawrence von Arabien mehr als dreieinhalb. Kommen Gäste, die sich noch nicht gut kennen, hilft ein leichter Film, und danach kommt das Gespräch mit den Fragen zum Kennenlernen leichter in Gang.

AnlassPassende Filme aus der ListeWorauf du achten musst
Erster Filmabend zu zweitEin Herz und eine Krone, Die fabelhafte Welt der Amélie, Frühstück bei TiffanyLeichte Stimmung wählen und vorher fragen, ob Schwarzweiß in Ordnung ist.
Familienabend mit KindernDer Zauberer von Oz, E.T.: Der Außerirdische, Chihiros Reise ins Zauberland, Zurück in die ZukunftAltersfreigabe prüfen; manche Szenen sind für Jüngere zu gruselig.
Filmabend mit Leuten, die Klassiker nicht kennenZurück in die Zukunft, Jäger des verlorenen Schatzes, Manche mögen's heißFilme mit Tempo und Farbe, die keine Vorkenntnisse verlangen.
Spannung ohne viel GewaltDas Fenster zum Hof, Die zwölf Geschworenen, Zwölf Uhr mittags, Der dritte MannAlle unter zwei Stunden, aber mit ruhigem Anfang.
Langer WinterabendDer Pate, Die sieben Samurai, Lawrence von ArabienPause einplanen und Essen vorbereiten, bevor es losgeht.
Erster Stummfilm oder SchwarzweißfilmModerne Zeiten, Metropolis, M: Eine Stadt sucht einen MörderRaum abdunkeln, damit Spiegelungen die dunklen Bildteile nicht schlucken.
GruselabendPsycho, Shining, Das Schweigen der Lämmer, AlienNicht allein sehen, wenn du danach schlecht schläfst; Freigabe prüfen.
Deutsche FilmgeschichteMetropolis, M: Eine Stadt sucht einen Mörder, Das Boot, Lola rennt, Das Leben der AnderenÄltere Titel laufen oft mit leiserem Ton; Untertitel helfen.

Bestbewertet, ausgezeichnet, bekannt: drei verschiedene Maßstäbe

Wer nach bestbewerteten Filmen sucht, bekommt von jedem Portal eine andere Reihenfolge, weil jeder Maßstab etwas anderes misst. Die Tabelle zeigt, was welche Zahl aussagt und wo sie in die Irre führt. Punktzahlen nennen wir hier nicht, weil sie sich laufend ändern.

Mit Preisen ist es ähnlich. Den Oscar als bester Film haben Der Pate, Schindlers Liste und Parasite erhalten, die Goldene Palme in Cannes unter anderem Taxi Driver, Apocalypse Now und Parasite, den Goldenen Bären in Berlin Chihiros Reise ins Zauberland. Das Leben der Anderen bekam den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

MaßstabWas er zeigtWo er täuscht
Nutzerbewertungen auf FilmportalenWie zufrieden viele Zuschauer nach dem Film waren.Neue Filme starten oft mit begeisterten Fans; bei alten Filmen bewerten eher Leute, die ihn ohnehin sehen wollten.
Umfragen unter Kritikern und FilmleutenWelche Filme Fachleute für wichtig halten, auch für die Geschichte des Mediums.Beliebte Unterhaltung steht dort oft weiter hinten als Filme, die formal viel gewagt haben.
Filmpreise wie Oscar, Goldene Palme, Goldener BärWelche Filme eine Jury in einem Jahr ausgewählt hat.Eine Jury entscheidet im Vergleich zu den Filmen desselben Jahres, nicht über alle Zeiten.
Kinobesucher und EinspielergebnisWie viele Menschen einen Film sehen wollten.Sagt über Qualität nichts, ist aber ein Hinweis darauf, welche Filme jeder kennt.
Bekanntheit in Zitaten und ParodienWelche Szenen und Melodien in den Alltag übergegangen sind.Man kennt oft die Szene, aber nicht den Film dazu.

So gelingt der Filmabend im Wohnzimmer

Ein guter Film verliert viel, wenn der Raum dagegen arbeitet. Drei Dinge entscheiden darüber: wie weit du vom Bildschirm sitzt, wie hell der Raum ist und wie laut der Ton sein darf.

Abstand und Höhe

Als Faustregel sitzt du beim Fernseher in einem Abstand vom etwa Eineinhalb- bis Zweieinhalbfachen der Bildschirmdiagonale. Bei 55 Zoll, rund 140 Zentimetern Diagonale, sind das grob zwei bis dreieinhalb Meter; je höher die Auflösung, desto näher darfst du heran.

Die Bildmitte sollte im Sitzen auf Augenhöhe liegen, bei den meisten Sofas etwa 100 bis 110 Zentimeter über dem Boden.

Licht und Wandfarbe

Ein schwaches, warmweißes Licht hinter oder neben dem Fernseher mildert den Kontrast zwischen der hellen Bildfläche und der dunklen Wand, die Augen ermüden langsamer. Licht, das direkt auf den Bildschirm fällt, spiegelt sich, und bei Schwarzweißfilmen wie Psycho schluckt die Spiegelung die dunklen Bildteile.

Soll das Wohnzimmer abends vor allem als Kino dienen, helfen matte, dunklere Wandfarben, weil sie weniger Licht zurückwerfen. Welche Töne zusammenpassen, zeigt die Seite zu Farbkombinationen aus drei Farben.

Ton und Nachbarn

Alte Filme haben oft leise Dialoge und laute Musik, ein Nachtmodus am Fernseher oder an der Soundbar gleicht das aus. In vielen Hausordnungen gilt von 22 bis 6 Uhr Nachtruhe, und tiefe Töne wandern am weitesten durch Wände: Steht das Sofa an der Nachbarwand, stell den Bass leiser.

Mit Freunden und für Gäste

Wer feste Filmabende plant, braucht auch einen Namen für die Chatgruppe, Ideen dazu stehen bei den Gruppennamen. Nach dem Abspann funktioniert ein kleines Quiz, Fragen mit eindeutiger Antwort sammelt die Seite zu den Quizfragen aus dem Allgemeinwissen.

Wenn Gäste nach dem Film gleich übernachten, kommt ein Schlafsofa, auf dem man auch dauerhaft gut schläft in Frage. Wer einen Filmabend verschenkt, schreibt dazu am besten ein paar eigene Zeilen; Anregungen stehen bei den Glückwünschen zum Geburtstag für eine Freundin.

Alle 50 Filme zum Nachschlagen

Diese Filmliste fasst alle 50 Titel noch einmal zusammen, chronologisch sortiert. Acht stammen aus der Zeit bis 1949, zwölf aus den 50ern und 60ern, jeweils neun aus den 70ern und 90ern, sieben aus den 80ern und fünf aus den Jahren seit 2000.

Sie taugt als Bestenliste zum Abhaken: Streich weg, was du kennst, und such dir aus den Lücken den nächsten Film. Wer nicht weiß, wo er anfangen soll, nimmt einen Titel aus einem Jahrzehnt, das ihm noch fremd ist, und prüft vorher Länge und Altersfreigabe.

TitelJahrRegieGenre
Metropolis1927Fritz LangScience-Fiction, Stummfilm
M: Eine Stadt sucht einen Mörder1931Fritz LangThriller
Moderne Zeiten1936Charlie ChaplinKomödie
Der Zauberer von Oz1939Victor FlemingMusical, Märchen
Der große Diktator1940Charlie ChaplinSatire, Komödie
Citizen Kane1941Orson WellesDrama
Casablanca1942Michael CurtizLiebesfilm, Drama
Der dritte Mann1949Carol ReedThriller, Film noir
Zwölf Uhr mittags1952Fred ZinnemannWestern
Ein Herz und eine Krone1953William WylerRomanze, Komödie
Das Fenster zum Hof1954Alfred HitchcockThriller
Die sieben Samurai1954Akira KurosawaAbenteuer, Drama
Die zwölf Geschworenen1957Sidney LumetGerichtsdrama
Vertigo1958Alfred HitchcockThriller
Manche mögen's heiß1959Billy WilderKomödie
Psycho1960Alfred HitchcockThriller, Horror
Frühstück bei Tiffany1961Blake EdwardsRomanze, Komödie
Lawrence von Arabien1962David LeanAbenteuer, Drama
Dr. Seltsam1964Stanley KubrickSatire, Komödie
2001: Odyssee im Weltraum1968Stanley KubrickScience-Fiction
Uhrwerk Orange1971Stanley KubrickDystopie, Drama
Der Pate1972Francis Ford CoppolaGangsterfilm, Drama
Der Pate Teil II1974Francis Ford CoppolaGangsterfilm, Drama
Einer flog über das Kuckucksnest1975Miloš FormanDrama, Tragikomödie
Der weiße Hai1975Steven SpielbergThriller, Abenteuer
Taxi Driver1976Martin ScorseseDrama, Thriller
Star Wars1977George LucasScience-Fiction, Abenteuer
Alien1979Ridley ScottScience-Fiction, Horror
Apocalypse Now1979Francis Ford CoppolaKriegsfilm, Drama
Shining1980Stanley KubrickHorror
Das Imperium schlägt zurück1980Irvin KershnerScience-Fiction, Abenteuer
Jäger des verlorenen Schatzes1981Steven SpielbergAbenteuer
Das Boot1981Wolfgang PetersenKriegsfilm, Drama
Blade Runner1982Ridley ScottScience-Fiction, Film noir
E.T.: Der Außerirdische1982Steven SpielbergFamilienfilm, Science-Fiction
Zurück in die Zukunft1985Robert ZemeckisKomödie, Science-Fiction
GoodFellas1990Martin ScorseseGangsterfilm, Drama
Das Schweigen der Lämmer1991Jonathan DemmeThriller
Schindlers Liste1993Steven SpielbergDrama, Historienfilm
Jurassic Park1993Steven SpielbergAbenteuer, Science-Fiction
Pulp Fiction1994Quentin TarantinoGangsterfilm, Krimi
Die Verurteilten1994Frank DarabontDrama
Forrest Gump1994Robert ZemeckisDrama, Komödie
Lola rennt1998Tom TykwerThriller, Experimentalfilm
Matrix1999Lana und Lilly WachowskiScience-Fiction, Action
Die fabelhafte Welt der Amélie2001Jean-Pierre JeunetKomödie, Romanze
Der Herr der Ringe: Die Gefährten2001Peter JacksonFantasy, Abenteuer
Chihiros Reise ins Zauberland2001Hayao MiyazakiAnimationsfilm, Fantasy
Das Leben der Anderen2006Florian Henckel von DonnersmarckDrama, Historienfilm
Parasite2019Bong Joon-hoThriller, Sozialsatire

Häufige Fragen

Was ist der beste Film der Welt?

Darauf gibt es keine einzelne Antwort, weil jede Liste etwas anderes misst. In Bestenlisten stehen Der Pate, Citizen Kane, Casablanca und Die Verurteilten immer wieder weit vorn, mal vom Publikum gewählt, mal von Fachleuten. Für den eigenen Abend zählt eher, was zu Stimmung, Gästen und Länge passt.

Welche Filme kennt jeder?

Zu den bekanntesten Filmen gehören solche, deren Szenen, Musik oder Sätze selbst Leute kennen, die den Film nie gesehen haben: Der weiße Hai mit seinem Zweiton-Motiv, Star Wars, Zurück in die Zukunft, E.T., Casablanca und Der Pate. Bei den berühmtesten Filmen lohnt sich das Nachholen, weil du danach viele Anspielungen verstehst.

Welche sind die bestbewerteten Filme?

Die Rangfolge der Nutzerbewertungen ändert sich laufend und fällt je nach Portal anders aus, darum nennen wir keine Punktzahlen. In solchen Ranglisten stehen oft Die Verurteilten, Der Pate, Pulp Fiction und Schindlers Liste weit oben. Wer Filme mit der besten Bewertung sucht, sollte zusätzlich Kritiken lesen, weil Bewertungen Zufriedenheit messen und nicht Qualität.

Welche Filmklassiker sollte man gesehen haben?

Wer mit wenig Zeit in die Filmklassiker einsteigen will, nimmt Casablanca, Der dritte Mann, Das Fenster zum Hof, Manche mögen's heiß und Der Pate. Alle laufen unter drei Stunden und lassen sich ohne Vorwissen verstehen. Danach lohnt sich ein Blick in die Abschnitte nach Jahrzehnten, um die besten Filmklassiker nach Geschmack weiterzusuchen.

Welche guten alten Filme eignen sich für den Einstieg?

Am leichtesten gelingt der Einstieg mit Komödien und Romanzen wie Ein Herz und eine Krone oder Manche mögen's heiß, und mit Moderne Zeiten, der fast ohne Sprache auskommt. Schwarzweiß braucht ein oder zwei Filme, bis sich das Auge daran gewöhnt hat. Dunkle Räume und gedämpftes Licht helfen, damit die Bildkontraste zur Geltung kommen.

Welche Filme aus den 70ern sollte man gesehen haben?

Für einen ernsten Abend Einer flog über das Kuckucksnest, Taxi Driver oder Der Pate, für einen leichteren Der weiße Hai oder Star Wars. Die 70er heißen in der Filmgeschichte „Neues Hollywood“, weil junge Regisseure mehr Freiheit bekamen. Apocalypse Now und Alien gehören dazu, wenn du düstere Stoffe magst.

Welche Filme eignen sich zum Gucken, wenn der Abend leicht bleiben soll?

Zurück in die Zukunft, Jäger des verlorenen Schatzes, Die fabelhafte Welt der Amélie, Manche mögen's heiß und Der Zauberer von Oz haben Tempo, Humor und kaum etwas, das nachhängt. Die ersten beiden laufen knapp unter zwei Stunden. Als gute Filmliste für leichte Abende taugen auch Moderne Zeiten und Lola rennt.

Welche Filme sind ausgezeichnet worden?

Den Oscar als bester Film bekamen Der Pate, Schindlers Liste und Parasite, die Goldene Palme in Cannes unter anderem Taxi Driver, Apocalypse Now und Parasite. Chihiros Reise ins Zauberland gewann den Goldenen Bären in Berlin. Preise sind Momentaufnahmen eines Jahrgangs und sagen nicht, welche Spielfilme heute noch gut funktionieren.

Welche zehn Filme sind der beste Start in die Liste?

Eine Top 10 für den Einstieg, ohne Rangfolge: Casablanca, Der dritte Mann, Das Fenster zum Hof, Manche mögen's heiß, Der Pate, Einer flog über das Kuckucksnest, Star Wars, Das Boot, Zurück in die Zukunft und Die Verurteilten. Zusammen decken sie Romanze, Krimi, Komödie, Drama und Abenteuer ab. Die restlichen Titel der Top 50 findest du in der Tabelle.

Gibt es auch deutsche Filme unter den besten?

Fünf Titel dieser Liste stammen aus Deutschland: Metropolis und M von Fritz Lang, Das Boot von Wolfgang Petersen, Lola rennt von Tom Tykwer und Das Leben der Anderen von Florian Henckel von Donnersmarck. Sie zeigen zusammen fast ein Jahrhundert deutscher Filmgeschichte, vom Stummfilm bis zur Aufarbeitung der DDR.

Welche Filme dieser Liste passen zu Weihnachten?

Die Liste ist keine Weihnachtsliste, nur wenige Titel spielen im Winter. Der Zauberer von Oz und E.T.: Der Außerirdische sind Familienfilme, die in großer Runde gut ankommen. Wer gezielt nach Filmen für die Feiertage sucht, findet sie bei den besten Weihnachtsfilmen.

Welche Filme gelten als die schönsten Filme aller Zeiten?

Schön ist hier eine Frage der Bilder: Metropolis, Lawrence von Arabien, Die fabelhafte Welt der Amélie und Chihiros Reise ins Zauberland fallen vor allem durch Kulissen, Farbe und Landschaft auf. Eine zweite Auswahl für alle, die die schönsten Filme aller Zeiten nach Stimmung suchen, steht auf der Seite zu den schönen Filmen.

Hat dir dieser Artikel geholfen?

Mehr zu Unterhaltung

Alle Artikel